Presidente Lula war wieder einmal auf Einweihungsbesuch in Rio de Janeiro. Diesmal wurde das neue Favela-Tourismus-Programm der Stadt vorgestellt: „Rio Top Tour — Rio de Janeiro aus einer anderen Perspektive“. GesäuberteBefriedete, d.h. offiziell drogenhandelsfreie Comunidades sollen so touristisch erschlossen werden. Den Anfang macht diese Woche die Santa Marta in Botafogo.
Sightseeing-Punkt Nr. 1 in der Santa Marta: Praça Cantão, gestaltet von den Künstlern Jeroen Koolhaas und Dre Urhahn (Haas&Hahn). Mehr Fotos
…und Traurigste, was es im Fernsehen zu sehen und zu hören gibt, sind Menschen, die, wie eben bei heute, Sätze sagen wie:
„Es gibt Leute, die für 5 € die Stunde gar nicht erst die Beine aus dem Bett schwingen. Wir aber sind froh, überhaupt eine Arbeit zu haben.„
(Frisörin, die an jedem Monatsende noch beim Arbeitsamt um Zuschuss bitten muss.)
Christoph Schlingensief ist heute im Alter von 49 Jahren an Krebs gestorben. Tun wir ihm einen Gefallen und vergessen ihn schnell! Denn wie heißt es so schön in seinem allerletzten Blog-Eintrag vom 7. August: „Erinnern heißt: Vergessen!“ Und das hat er wirklich nicht verdient, jetzt wo er endlich Ruhe gibt hat.
Gestern kam eine Pressemitteilung der brasilianischen Botschaft heraus: „Deutsche Regierung stellt ihre Lateinamerika-Strategie vor“. Tolle Sache, schließlich ist die letzte LA-Strategie schon 15 Jahre alt; vielleicht hat der neue Mann im Amt sich ja tatsächlich ein Herz gefasst und den (nicht nur geographisch) unten links liegen gelassenen Kontinent für sich entdeckt. Politisch wäre es naheliegend und relativ alternativlos, Afrika gehört ja schließlich schon Köhler, Asien dem Schröder, die Kanzlerin ist, wie wir alle ständig versichert bekommen, die große Transatlantikerin und Joschka schwebt als Weltenbürger und globaler Genozidverhinderer eh in ganz anderen Dimensionen als Herr W. › Weiterlesen
Relaunch! Nach einer — zugegebenermaßen — verdammt langen Sommerpause war Principien etwas eingestaubt. Frei nach Brecht dachten wir uns: „Principien muss sich jetzt verändern, damit es wieder zum Leben kommt!“ Fangen wir an — mit dem Theme.
Wir trennen uns vom Theme Framework Thematic, das uns lange gute Dienste geleistet hat. Der Entwickler Ian Stewart hatte sein Projekt leider etwas hängen lassen, seitdem er von Automatticabgeworben wurde. (Good luck Ian!)
Das neue Principien-Theme baut nicht mehr auf einem Theme Framework auf, ist hoffentlich (code-technisch) etwas schlanker (schnellere Ladezeiten) und wirkt, wie ich finde, etwas aufgeräumter (Framing!). Die Titel-Leiste ist etwas geschrumpft, die blaue Kategorien-Leiste verschwunden und das nervige Facebook-Widget einem dezenten FB-Logo gewichen, oben rechts, neben RSS– und Twitter-Logo. Texte, Videos und Bilder haben etwas mehr Platz gewonnen und vor allem unsere Fotos kommen nun auch besser zur Geltung.
Wir sind gespannt darauf, was ihr meint und freuen uns über Kommentare. Und bevor ihr fragt: Ja, neue Artikel gibt es auch bald wieder. Versprochen!
von zeit zu zeit werden hochkonkurrierende spezialarbeiter namens fußballprofis nach leistungs– und staatsangehörigkeitskritierien zusammengewürfelt und in repräsentativer absicht als nationale elfen gegeneinander aufs feld geschickt. wer trotz dieser unschönen ausgangsbedingungen freude daran empfindet, sich die mitunter sehenswerten ballkünste anzuschauen, ist gezwungen, sich mit den patriotischen motiven dieser veranstaltung auseinanderzusetzen. der hierzulande mit deutschland– und bierfahne zelebrierte fußballnationalismus, der stets ein besonderer bleibt, weil er nicht nur “deutsche siege” feiert, sondern immer auch das recht der deutschen auf von den verbrechen des nationalsozialismus unbelasteten nationalen taumel reklamiert, macht auch vor der fernsehmoderation nicht halt, während die drastischen auswirkungen der wm im ausrichtenden land kaum eine meldung wert sind. so auch in diesem sommer, so auch im bezug auf südafrikas gegenwart und geschichte wie z.B. den support von wm-sponsor daimler benz für das regime der apartheid. um den freundinnen und freunden einer nationenfreien welt aber wenigstens vor den bildschirmen eine umgebung mit zivilisatorischen mindeststandards zu schaffen, bietet der garten des ://about blank (markgrafendamm 24 c // 10 245 berlin // s-bhf ostkreuz) für alle spiele eine antinationale oase, inklusive bar, cocktails, grill und panini-bilder tauschbörse.