Sep 2 2010

Rio Top Tour

Pre­si­dente Lula war wie­der ein­mal auf Ein­wei­hungs­be­such in Rio de Janeiro. Dies­mal wurde das neue Favela-Tourismus-Programm der Stadt vor­ge­stellt: „Rio Top Tour — Rio de Janeiro aus einer ande­ren Per­spek­tive“. Gesäu­berte Befrie­dete, d.h. offi­zi­ell dro­gen­han­dels­freie Com­u­ni­dades sol­len so tou­ris­tisch erschlos­sen wer­den. Den Anfang macht diese Woche die Santa Marta in Botafogo.

Sightseeing-Punkt Nr. 1 in der Santa Marta: Praça Can­tão, gestal­tet von den Künst­lern Jeroen Kool­haas und Dre Urhahn (Haas&Hahn). Mehr Fotos


Aug 31 2010

Das Beschissenste…

…und Trau­rigste, was es im Fern­se­hen zu sehen und zu hören gibt, sind Men­schen, die, wie eben bei heute, Sätze sagen wie:

„Es gibt Leute, die für 5 € die Stunde gar nicht erst die Beine aus dem Bett schwin­gen. Wir aber sind froh, über­haupt eine Arbeit zu haben.„
(Fri­sö­rin, die an jedem Monats­ende noch beim Arbeits­amt um Zuschuss bit­ten muss.)


Aug 30 2010

PLinks KW 34/10

Sehr inter­es­sante Rezen­sion des Buchs Cogni­tive Sur­plus von Clay Shirky: File­sha­ring, Flattr und Bezahl­schran­ken: Die Auf­lö­sung his­to­ri­scher Unfälle

Und Clay Shirky im O-Ton auf TED.com

Der CCC ruft zur Demo „Frei­heit statt Angst“ auf und gibt in der Daten­schleu­der Demo­grund­re­geln für Nerds (PDF).

Der Frei­tag hat mal wie­der einen Text aus dem Guar­dian über­setzt. Wusste ich nicht: Ame­ri­can Appa­rel ist pleite! Bzw. „Hip, fair und pleite


Aug 24 2010

Analyse der Krise

(via)


Aug 23 2010

PLinks KW 33/10

Die KW 33 litt lei­der stark unter Som­mer­loch. Wer gerade aus dem Urlaub kam (Hallo David!), sollte aber fol­gen­des nachholen:

Die Atom­lobby (und Bier­hoff) machen Poli­tik.

Etwas Hoff­nung macht diese Umfrage von Ber­tels­mann: Die Deut­schen zwei­feln am Kapi­ta­lis­mus. Beto­nung liegt hier auf zwei­feln.

Der Lieb­lingst­weet der Woche: @blinkenlicht

Sie schauen in euer Konto. Sie wol­len eure Mails lesen. Sie wol­len wis­sen mit wem ihr tele­fo­niert. Und ihr redet über … Häu­ser­wände. m(

Und wer nicht weiß, was er mit sei­nem Leben anfan­gen soll (Hallo wir alle?), sollte unbe­dingt mal hier gucken.

What The Fuck Should I Do With My Life


Aug 21 2010

Christoph Schlingensief — R.I.P.

Christoph Schlingensief

Chris­toph Schlin­gen­sief ist heute im Alter von 49 Jah­ren an Krebs gestor­ben. Tun wir ihm einen Gefal­len und ver­ges­sen ihn schnell! Denn wie heißt es so schön in sei­nem aller­letz­ten Blog-Eintrag vom 7. August: „Erin­nern heißt: Ver­ges­sen!“ Und das hat er wirk­lich nicht ver­dient, jetzt wo er end­lich Ruhe gibt hat.


Aug 16 2010

PLinks KW 32/10

Innyvinnis BlacktagAb heute bei uns: die Principien-Links der Woche.

Netz­neu­tra­li­tät: Fefe schal­tet sich ein, gemeint ist das hier.

Der per­fekte Hoax: HOPS und die Auf­lö­sung

Slate ist gar nicht pc: How Black People Uze Twit­ter und die Ant­wort

Fleiß­preis: Super Insane Twit­ter Hack

Lieb­lingst­weet der Woche: @sumosu

Atom­lobby droht mit Abschal­tung aller AKWs… ich meine… what’s next? Apple droht mit Jail­break ab Werk? SPD droht mit Sozialdemokratie?

Neue PLinks gibt’s nächste Woche wie­der. Schon Vorschläge?


Aug 14 2010

Westerwelle droht Lateinamerika

Ges­tern kam eine Pres­se­mit­tei­lung der bra­si­lia­ni­schen Bot­schaft her­aus: „Deut­sche Regie­rung stellt ihre Lateinamerika-Strategie vor“. Tolle Sache, schließ­lich ist die letzte LA-Strategie schon 15 Jahre alt; vielleicht hat der neue Mann im Amt sich ja tat­säch­lich ein Herz gefasst und den (nicht nur geo­gra­phisch) unten links lie­gen gelas­se­nen Kon­ti­nent für sich ent­deckt. Poli­tisch wäre es nahe­lie­gend und rela­tiv alter­na­tiv­los, Afrika gehört ja schließ­lich schon Köh­ler, Asien dem Schrö­der, die Kanz­le­rin ist, wie wir alle stän­dig ver­si­chert bekom­men, die große Trans­at­lan­ti­ke­rin und Joschka schwebt als Wel­ten­bür­ger und glo­ba­ler Geno­zid­ver­hin­de­rer eh in ganz ande­ren Dimen­sio­nen als Herr W. › Wei­ter­le­sen


Aug 12 2010

Principien hält sich am Leben durch seine Veränderung

Relaunch! Nach einer — zuge­ge­be­ner­ma­ßen — ver­dammt lan­gen Som­mer­pause war Prin­ci­pien etwas ein­ge­staubt. Frei nach Brecht dach­ten wir uns: „Prin­ci­pien muss sich jetzt ver­än­dern, damit es wie­der zum Leben kommt!“ Fan­gen wir an — mit dem Theme.

Wir tren­nen uns vom Theme Frame­work The­ma­tic, das uns lange gute Dienste geleis­tet hat. Der Ent­wick­ler Ian Ste­wart hatte sein Pro­jekt lei­der etwas hän­gen las­sen, seit­dem er von Auto­mat­tic abge­wor­ben wurde. (Good luck Ian!)

Das neue Principien-Theme baut nicht mehr auf einem Theme Frame­work auf, ist hof­fent­lich (code-technisch) etwas schlan­ker (schnel­lere Lade­zei­ten) und wirkt, wie ich finde, etwas auf­ge­räum­ter (Framing!). Die Titel-Leiste ist etwas geschrumpft, die blaue Kategorien-Leiste ver­schwun­den und das ner­vige Facebook-Widget einem dezen­ten FB-Logo gewi­chen, oben rechts, neben RSS– und Twitter-Logo. Texte, Videos und Bil­der haben etwas mehr Platz gewon­nen und vor allem unsere Fotos kom­men nun auch bes­ser zur Geltung.

Wir sind gespannt dar­auf, was ihr meint und freuen uns über Kom­men­tare. Und bevor ihr fragt: Ja, neue Arti­kel gibt es auch bald wie­der. Versprochen!


Jun 9 2010

alle spiele. alle tore. keine hymnen

von zeit zu zeit wer­den hoch­kon­kur­rie­rende spe­zi­al­ar­bei­ter namens fuß­ball­pro­fis nach leis­tungs– und staats­an­ge­hö­rig­keits­kri­tie­rien zusam­men­ge­wür­felt und in reprä­sen­ta­ti­ver absicht als natio­nale elfen gegen­ein­an­der aufs feld geschickt. wer trotz die­ser unschö­nen aus­gangs­be­din­gun­gen freude daran emp­fin­det, sich die mit­un­ter sehens­wer­ten ball­künste anzu­schauen, ist gezwun­gen, sich mit den patrio­ti­schen moti­ven die­ser ver­an­stal­tung aus­ein­an­der­zu­set­zen. der hier­zu­lande mit deutsch­land– und bier­fahne zele­brierte fußballnationalismus, der stets ein beson­de­rer bleibt, weil er nicht nur “deut­sche siege” fei­ert, son­dern immer auch das recht der deut­schen auf von den ver­bre­chen des natio­nal­so­zia­lis­mus unbe­las­te­ten natio­na­len tau­mel rekla­miert, macht auch vor der fern­seh­mo­de­ra­tion nicht halt, wäh­rend die dras­ti­schen aus­wir­kun­gen der wm im aus­rich­ten­den land kaum eine mel­dung wert sind. so auch in die­sem som­mer, so auch im bezug auf süd­afri­kas gegen­wart und geschichte wie z.B. den sup­port von wm-sponsor daim­ler benz für das regime der apartheid. um den freun­din­nen und freun­den einer natio­nen­freien welt aber wenigs­tens vor den bild­schir­men eine umge­bung mit zivi­li­sa­to­ri­schen min­dest­stan­dards zu schaf­fen, bie­tet der gar­ten des ://about blank (mark­gra­fen­damm 24 c // 10 245 ber­lin // s-bhf ostkreuz) für alle spiele eine anti­na­tio­nale oase, inklu­sive bar, cock­tails, grill und panini-bilder tauschbörse.

[via]