Ad ACTA Freie Künstler

Mein Eindruck meiner ausschnittsweisen Lektüre von Kommentaren zur Ablehnung von ACTA: Mehrheitlich herrscht folgende Meinung: Es sei gut, dass das Abkommen in dieser Form nicht unterzeichnet wurde. Aber das geistige Eigentum müsse doch geschützt werden. Schließlich müssten die „Kreativen“ von den Erzeugnissen ihrer Arbeit leben können, wie andere Menschen von der ihren.

Diese Annahmen scheinen mir vollkommen unhaltbar zu sein. Nirgendwo steht geschrieben, dass Menschen, die Musik machen, Bücher schreiben, Filme drehen, Bilder malen, davon leben können müssen. Die Wahrheit ist: Die meisten tun das gerade nicht. Und wenn die verschwindend geringe Minderheit, die es bisher konnte, nun auch anderer Lohnarbeit nachgehen müsste — so what? Das scheinbar stärkste Argument der Filesharing-Gegnerinnen, Copyright-Fetischisten und Contentindustrie-Lakaien ist keine müde Mark wert.

18 Meinungen zu “Ad ACTA Freie Künstler

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    ich bin einer der genannten „freien künstler“, ja ich kämpfe tagtäglich mit musik, meinem gelernten handwerk (diese lehre dauert im vergleich zu einer herkömmlichen ein leben lang) wirtschaftlich über die runden zu kommen. gar nicht so einfach kann ich dir sagen.
    wow. deinen blog gelesen. vor soviel geballter dummheit, ignoranz, intoleranz und purem egoismus könnte ich kotzen. wenn das die zukunft ist, gute nacht.

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    Lieber freischaffender Künstler, ich wollte niemanden persönlich angreifen. Aber du kommst mir vor wie ein Pferdekutscher im späten 19. Jahrhundert, der auf die Eisenbahn schimpft, weil er jetzt weniger Kundinnen hat. Während alle anderen sich freuen, dass das Reisen billiger, bequemer und schneller geworden ist.
    Um das auch mal klar zu stellen: Es gibt — neben guter Wissenschaft/Theorie und gutem Essen — nichts, was ich so bewundere wie gute Kunst. Habe davor ganz im Ernst und ohne jede Ironie größte Hochachtung. Ich glaube nur nicht, dass diese notwendig auch Lohnarbeit sein muss.
    Wenn sie es, wie für Leute wie dich offenbar, aber doch sein muss, dann such doch bitte Mittel und Wege (Förderung von Stipendien und anderen Subventionen, Kulturflatrate oder sonst was, sei halt mal kreativ), die zum technischen Fortschritt und allgemeinen Interesse nicht im Widerspruch stehen. Vor allem aber: Mach dich nicht weiter zum nützlichen Deppen der Musikindustrie.

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    oh, klasse, jetzt würzt du noch ein bißchen sarkasmus hinzu, wie feinfühlig. du meinst also, die lieben kunstschaffenden sollen sich gefälligst von den reichhaltig vorhandenen kultur-budgets und fördergeldern ernähren. eine bomben-idee. denn jede andere art einer kommerziellen auswertung von kunst widerspricht ja dem technischen fortschritt. du scheinst ja ne echte intelligenz-bestie zu sein. ach ja, stimmt, das urheberrecht hindert dich ja, die möglichkeiten des netzes auszuschöpfen bzw. beengt deine persönliche freiheit. sorry, hatte ich ganz vergessen. erzähl das doch mal bei deinem nächsten konzertbesuch oder wenn du das nächste mal fein essen gehst, dass du keinen bock hast zu bezahlen. bestimmt haben die verständnis dafür, wahrscheinlich sagen sie dir dann, ok, kein problem, wir bekommen das ja ohnehin locker durch fördergelder ersetzt. verarscht du mich oder meinst du das tatsächlich ernst?
    aber mit den künstlern kann mans ja machen. ihre kunst nehmen wir schon gerne in anspruch, nur her damit. aber sonst — haben die eigentlich irgendeine daseinsberechtigung? nein, warum auch, sozialschmarotzer, die dich noch dazu in deiner persönlichen freiheit beschneiden, übles volk.
    pass mal auf: ich verbringe 24h am tag damit, meine kunst zu produzieren (hab ich irgendwas von musikindustrie geschrieben?? was unterstellst du denn??). die rechnung, die man bekommt (neben der tatsache, dass man auch noch erklären soll, warum man keinen „richtigen“ job hat): man darf sich mit halb-kriminellen „usern“ herumschlagen, die ihre persönliche meinungsfreiheit mit der freiheit verwechseln, dass sie völlig zügellos, auf kosten anderer und ohne jedes UNRECHTSbewußtsein im netz klauen und stehlen wie sie lustig sind, mit der internet-wirtschaftslobby a la google, facebook, youtube,.. die genau den überwachungsstaat im netz längst aufgebaut hat, gegen den ihr scheinbar ankämpft und von der ihr euch dankbar vor ihren wagen spannen lässt (weil ihr durch unsäglichen egoismus geblendet seid), von der man als künstler benutzt und betrogen wird von hinten bis vorne, und mit der musikindustrie, die ich nicht aussen vor lassen will, die auch gerne an sich zuerst denkt. und dann soll das einzige, was uns wirklich irgendwie schützt, nämlich das urheberrecht, auch noch beschnitten oder am besten gleich ganz gestrichen werden??!! DAS ist die realität für uns künstler, mein ach so bescheid wissender freund, spart euch doch mal eure arroganten und verwöhnten-muttersöhnchen-parolen und halbwahrheiten, wenn ihr von der sache in wirklichkeit überhaupt keinen tau habt!!

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    Lieber Künstler, dass du feinfühlig behandelt werden wolltest, hatte ich nicht mitbekommen, sorry. Aber das mag vielleicht darin liegen, dass du mir «geballte dummheit, ignoranz, intoleranz und puren egoismus» vorgeworfen hast, noch bevor wir überhaupt begonnen haben zu diskutieren. Wenn man höflich Argumente austauschen will, fängt man so normalerweise nicht an.
    Aber ich will mir dennoch Mühe geben.
    Als ich geschrieben habe, du solltest dich um eine Verstärkung von Subvention und Förderung bemühen, meinte ich das so: Engagier dich politisch, damit es mehr öffentliche Gelder für Kunst gibt. Den Politikerinnen müsste doch zu vermitteln sein, dass beim (angeblichen) Rückgang der Einnahmen der Künstlerinnen, eingegriffen und vielleicht andere Unterstützung geleistet werden müsste. Und es wird ja die Möglichkeit einer Kulturflatrate diskutiert, und es gäbe sicherlich auch noch andere Modelle. Das alles wäre sicher besser als weiter Zetermordio zu schreien und direkt oder indirekt den ACTA-Scheiß zu unterstützen. Hast du dich darüber mal informiert? Den Anfang könnte dieses Video hier machen: http://keimform.de/2012/acta-kicken/.
    Ich hätte auch eine Frage an dich: Ist es denn bei dir persönlich tatsächlich so, dass du dich so schwer tust, deinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen, weil viele «halbkriminelle Userinnen» deine Platten illegal im Netz runterladen? Hast du Zahlen? Bei welchem Label sind die Platten erschienen?

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    ..wenn einem von vornherein die existenzberechtigung abgesprochen bzw. in frage gestellt wird, wie würdest du denn reagieren? positiv erfreut? du checkst offensichtlich nicht, dass diese debatte für künstler wirklich existenz-bedrohend ist..
    lustig finde ich das nicht. und glaubst du, ich debattiere mit dir meine rechte?

    danke für das proaganda-video, glaubst du im ernst, ich weiß nicht was acta ist? aber wenn, bleiben wir doch bei der wahrheit und sehen das original an: http://www.register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf
    ach, dumm, dass man dann merkt dass die meisten kritikpunkte der sog. „netzgemeinde“ gar nicht der wahrheit entsprechen, sondern allenfalls aus diversen früheren, längst überarbeiteten entwürfen stammen, und die propaganda von anonymus&co reine panikmache ist. in Deutschland haben wir im übrigen längst alle diese rechts-standards, bei acta geht es um ne internationale angleichung, hierzulande würde sich genau gar nichts ändern.
    interessant aber, dass ausgerechnet die lobby der internetwirtschaft sich dafür stark macht. aber überleg mal, wer profitiert denn eigentlich am meisten davon, dass alles so bleibt wie es ist: na klar, google, facebook & co..! schon mal darüber nachgedacht, für wen ihr da eigentlich partei ergreift? nämlich genau für die, die schon längst genau das geschaffen haben, was ihr als schreckgespenst an die wand malt: überwachung und durchleuchtung der person, eine totale ausbeutung zu marktwirtschaftlichen und werbe-technischen zwecken. gratulation. ist dir klar, warum jedes neue facebook-mitglied facebook automatisch 100 Dollar mehr börsenwert beschert? na, dämmert’s?

    guck du dir doch mal diesen link hier an, der ist nämlich im vergleich zu deinem objektiv, weil acta-kritisch, aber dafür auch ehrlich: http://arstechnica.com/tech-policy/news/2012/01/internet-awash-in-inaccurate-anti-acta-arguments.ars
    überlegt euch in zukunft mal ein paar bessere argumente, wenn ihr acta kritisieren wollt.

    und zu deiner frage: natürlich tun wir musiker uns schwer, heutzutage noch fuß zu fassen „am markt“ und sich ein leben aufbauen zu können. den die musikindustrie ist völlig verunsichert und inzw. auch schon stark geschwächt durch den andauernden diebstahl bzw. die piraterie. rate mal, warum nur mehr idiotensichere dinge wie entweder castingshow-marionetten oder irgendwelche aufgewärmten comebacks von altstars auf den markt geworfen werden. weil sich niemand mehr traut (und niemand mehr die kohle hat) in neues zu investieren bzw. newcomer zu fördern. so siehts aus, und darunter haben wir alle zu leiden. letztendlich aber v.a. die „user“ (oder sagen wir besser „abuser“), denn durch ihr verhalten erreichen sie genau das gegenteil von dem, was sie wollen: irgendwann wird es eben gar keine neue musik, filme etc. mehr geben, weil es sich einfach niemand mehr leisten kann.

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    sorry, der link zum acta-dokument war nicht ganz korrekt, hier:
    http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf

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    Lieber Künstler, ich freue mich feststellen zu können, dass sich dein Tonfall zumindest ein bisschen versachlicht hat. Und nebenbei gesagt: Ich kann deinen Ärger ja verstehen, viel zu arbeiten ohne genug zu verdienen, ist natürlich scheiße.

    Aber 1. habe ich dir nie deine Existenzberechtigung abgesprochen, sondern nur gesagt, dass es prinzipiell kein Recht darauf gibt, von seiner Kunst leben zu können. Eine Tatsache ist, dass eine verschwindend kleine Minderheit aller Menschen, die Musik machen, damit (genug) Geld verdient. (Denk mal an Schul– und Kirchenchöre, an private Streichquartetts, an Hobby-Jazzmusikerinnen, an all die Leute, die alleine am Rechner irgendwelche geilen Technotracks produzieren, an Schülerinnenbands oder an die Projekte, die ihren Kram auf frei zugänglichen netlabels veröffentlichen.) Ich kann mich da gerne selbst als Beispiel anführen, bin nämlich selbst Musiker. Vor ca. 14 Jahren habe ich mit meiner damaligen Band eine CD aufgenommen, die bei dem kleinen Label «Music is my heroin» erschienen ist und von Traurige Tropen vertrieben wurde. Es gab auch ein Video, das bei VIVA2 lief. Momentan habe ich wieder ein Projekt und wir planen im nächsten Jahr eine Platte aufzunehmen. Nie habe ich daran gedacht, damit Geld, geschweige denn meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
    Das entkräftigt auch 2. gleich deine Schlusspointe. Dass Filme und Musik verschwinden würden, wenn keine Geld mehr damit zu verdienen wäre, ist schlicht und einfach nicht wahr. Sehr viele der Bands, die ich immer am liebsten gehört habe, konnten auch vor 15 Jahren (als die Musikbranche boomte wie sonst was) nicht davon leben. Einfach weil sie keine kommerziell kompatible Musik gemacht haben. Bedenk weiter all die Beispiel aus (1.).
    3. bin ich nicht bei facebook und finde das auch sehr problematisch; bin aber froh, dass es sowas wie google und youtube gibt, einfach weil sie unser Leben enorm vereinfachen und verschönern. Dass sie mit dem, was sie tun, Geld verdienen wollen, liegt im kapitalistischen System begründet. Mir wäre es lieber, es wäre anders.
    4. magst du recht haben, dass viele Argumente der ACTA-Gegnerinnen nicht gut waren und sind. Meines Erachtens liegt das daran, dass sie um den heißen Brei herumreden. Der heiße Brei ist das Urheberrecht. Meine Position dazu ist, dass dieses für den Bereich aller Dinge, die digital kopierbar sind (und für viele andere vielleicht auch) ersatzlos gestrichen werden kann. Musikerinnen, die mit Konzerten nicht genug verdienen, deren Arbeit aber als so wichtig erachtet wird, dass sie von den Zumutungen anderer Lohnarbeit befreit werden sollen, könnte mit einem über Steuern finanzierten Stipendien-System geholfen werden.

    Was du aus all dem sehen solltest, ist folgendes: Ich bin nicht dagegen, dass Musikerinnen (nur) von ihrer Musik leben können. Ich bin nur dagegen, dass ich deswegen für etwas zahlen soll, was ich genauso gut mit anderen Menschen durch kopieren tauschen und teilen kann. Und vor allem bin ich dagegen, dass ein riesiger Überwachungs– und Repressionsapparat aufgebläht wird, damit Rechte durchgesetzt werden, deren Legitimität ich bezweifle.

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    okay, so muss ich auch meinen eindruck von dir relativieren. man hat es in solchen diskussionen leider sehr oft mit überaus wenig denkenden und über die maße schlecht informierten menschen zu tun. das schmerzt. mein erster eindruck hat mich getäuscht, das gebe ich zu. ich bin im übrigen auch keine 18 mehr, wie die meisten dieser protestierer. ich arbeite profesionell als freischaffender künstler, um das nochmal klar zu stellen, ich weiß also von was ich rede.
    wahrscheinlich kann man diese debatte endlos führen, wahrscheinlich stehen sich hier meinung und gegenmeinung zu sehr gegenüber, jeder hat argumente pro und contra.

    ein paar schnelle gedanken noch:

    - hobby-musiker wird es immer geben, das ist klar. und auch wichtig. aber es gibt auch menschen, die das (völlig zurecht, weil sie zb. über die maßen talent mit auf den weg bekommen haben) professionell betreiben möchten. die dafür ALL ihre zeit und ALL ihre energie verwenden wollen und müssen. diesen menschen sollte man die möglichkeit nicht absprechen, denn sie bringen auch den restlichen menschen viel schönes und gutes. es ist so oder so immer ein harter kampf, und natürlich steht nirgends geschrieben, dass sie am ende damit auch erfolg haben. aber ich respektiere das risiko, das sie in kauf nehmen!

    - über google, youtube und konsorten bin ich prinzipiell auch froh. klar bringen sie viel „gutes“. dasselbe könnte ich über die grossen lebensmittelketten, die großen textilketten, mc doof&konsorten, pharmakonzerne etc. auch sagen: sie alle „erleichtern“ auf den ersten blick unser leben. UNSER leben. und das derer, auf deren kosten sie wirtschaften? man muss da hinter die kulissen blicken.
    youtube zb. ist für für künstler gelinde gesagt eine katastrophe. denn es weigert sich einfach, urheberrechts-abgaben zu zahlen. und das betrifft natürl. nicht nur major-künstler, sondern alle. im übrigen hat es dazu geführt, dass es heute auch keine ernstzunehmenden musik-tv sender mehr gibt. sei froh dass ihr vor 14 jahren euer video draußen hattet und nicht heute.
    ihr enormer börsenwert entsteht durch den (eigentlich urheberrechtlich geschützen) content, also die geistigen schöpfungen, die dort zu sehen sind. ähnlich verhält es sich übrigens mit simfy, spotify etc. die unter dem vorwand der legalität künstlern so gut wie gar keine abgaben zahlen (statt 0 zahlen sie eben 0,00000000001). das steht in keinem verhältnis und ist ausbeutung auf der ganzen ebene, wenn man bedenkt, dass all diese portale darauf ausgelegt sind, in möglichst kurzer zeit enorm an wert zu gewinnen und dann teuer verkauft zu werden.
    ich kann dir aus sicherer quelle berichten, dass es derzeit sehr ernstzunehmende bestrebungen gibt, dass die professionellen songwriter, autoren, künstler sich auf internationaler ebene zusammenschliessen (im verbund mit medien und musikindustrie), um dann in zukunft auch die möglichkeiten zb. eines boykottes zu haben. das wird ganz ganz schnell wirkung in der öffentlichkeit zeigen.

    - ich verstehe überhaupt nicht, wie man der meinung sein kann, dass urheberrecht ersatzlos gestrichen werden kann. diese einstellung fällt für mich eigentlich unter die kategorie „faschistoid“, als nächstes wird man dann des landes verwiesen oder was? nochmals: das urheberrecht als solches ist NICHT verhandelbar!
    es ändert sich durch Digitalisierung, filesharing&co doch überhaupt nichts am augangsprodukt, sondern lediglich der vertriebsweg ist ein anderer. musik, wenn man es mal physikalisch genau betrachtet, ist NIE greifbar. deswegen heisst es ja auch tonTRÄGER. aber es geht nicht um den träger, sondern um den TON. der TON macht die MUSIK. und der ton ist immer non-physisch. das war auch schon bei den doors so, und bei bach. bloß dass die allesamt nicht das problem hatten, dass ihnen einfach das notenpapier, vinyl oder was auch immer aus der hand gerissen wurde, es kopiert und weiterverteilt wurde bis das original nichts mehr wert ist. hier wird „tauschen und teilen“ komplett sinn-entfremdet, eigentlich kommt das ner glatten vergewaltigung gleich.

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    Dass wir die Debatte endlos führen könnten, stimmt vielleicht. Die Argumente pro und contra ergeben sich aus den gegensätzlichen Interessen. Bemerkenswert scheint mir, dass diese Interessen auch zu völlig unterschiedlicher Wahrnehmung der Tatsachen führen. Wenn Soziologinnen mal Anschauungsmaterial für die These brauchen, dass Weltbilder interessengeleitet sind, könnten sie es hier finden. Z.B. beharrst Du auf der Behauptung, illegaler Download sei Diebstahl. Es gibt aber auch ein gutes Argument dagegen: Vergleichbar ist, was die (ab)user machen — eher als mit Ladendiebstahl — mit dem Ausleihen von CDs aus der öffentlichen Bibliothek. Nur dass es heute nicht mehr nötig ist, einen Träger mit nachhause zu nehmen und dass damit nicht mehr nur eine Person in den Genuss kommt, sondern unbegrenzt viele.
    Du würdest jetzt sagen: jaja, aber Fakt ist, dass bei den Künstlerinnen kein Geld ankommt und dass ihr Urheberrecht verletzt wurde. Deswegen sei es das gleiche wie Diebstahl. Diese Argumentation übersieht aber immer, dass ein DL nicht bedeutet, dass die CD auch gekauft worden wäre. Jetzt kannst du sagen: vielleicht nicht in allen Fällen, aber sicher in vielen oder zumindest in einigen. Was soll ich da sagen: ich kann dir nur zustimmen. In der Tat leiden viele Musikerinnen de facto am Ende unter den neuen Möglichkeiten des digitalen Filesharings.

    Mein Punkt ist: Wenn wir überhaupt weiterkommen wollen in dieser Diskussion, müssen beide Seiten rhetorisch abrüsten. Ein Anfang wäre: ihr redet nicht mehr von Diebstahl, und wir reden nicht mehr von Teilen/Tauschen. Wir einigen uns auf ein neutraleres (und auch passenderes) Wort: Kopieren.

    Weiterhin müssen wir gemeinsam versuchen zu verstehen, warum unsere Interessen gegensätzlich erscheinen. Sie sind es ja nicht grundsätzlich: Ihr wollt Musik machen (ich auch), wir wollen sie hören (ihr auch). Unsere Interessen widersprechen sich also eigentlich nicht, sondern ergänzen sich; sie sind nicht konträr, sondern komplementär. Antagonistisch werden sie nur in dem System, in dem wir leben, in dem ihr nämlich gezwungen seid, euer Produkt zu verkaufen und wir gezwungen (werden sollen), es zu kaufen. Das Problem liegt also nicht darin, dass die Filesharer/Downloader/Kopiererinnen egoistische Arschlöcher wären, (die Künstlerinnen/Produzentinnen auch nicht), sondern es liegt am System. Es ist wichtig, das zu erkennen.

    Wie gehen wir mit dieser Erkenntnis um? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir ändern das System und stellen um auf libertären Kommunismus. Mir wäre das die liebste Lösung, weil sie nicht nur dieses, sondern auch eine ganze Reihe anderer Probleme und soziale Ungerechtigkeiten aus der Welt schaffen würde.
    Die andere — weniger gute, aber auch mögliche — Lösung ist, dass wir im gegebenen Rahmen nach Möglichkeiten suchen, einen Interessenausgleich suchen. Mir fällt da zunächst das Prinzip der Freiwilligkeit ein.

    Ich gebe dir ein Beispiel. Auf der Homepage der Postrock-Band Glorie (http://glorierock.com/) steht folgendes:
    «Much time, energy, and money went into the making of these recordings. We’re offering this album completely free, no strings attached, and no required e-mail. We don’t mind if you put 0 and download the album for free. However, any money donated would be greatly appreciated and will help fund future recordings. If you do decide to download this record and are into this band and these recordings please do us a favor and help us spread the music around. Link people back to this site for us.»

    Selbst wenn nun 8 von 10 Leuten gar nix bezahlen, eine Person $ 5 und eine andere 8, hätten Glorie pro Platte $ 1,30 verdient, was mehr ist als beim üblichen System mit Labels, Vertrieb oder anderen Zwischenhändlern wie apple amazon spotify whatever.

    Der wesentliche Unterschiede besteht darin, dass es einen direkten Kontakt zwischen Band und Hörerin gibt.

    Die schlechteste Möglichkeit ist, dass der Interessenskonflikt zu einem offenen Krieg ums Netz ausartet. Ich glaube diese Gefahr besteht, wenn ihr eure unsägliche Allianz mit der Musiklobby nicht endlich aufkündigt. Das sind nicht eure Verbündeten.

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    ..langsam beginnt das hier richtig spass zu machen, ich wünschte alle diskussionen um dieses thema würde auf einem solchen niveau geführt werden können..! :)

    zurück ad rem:

    die „unsägliche allianz mit der musiklobby aufkündigen“:
    eine schöne idee. ich unterschreibe. leider ist es nur meist ein vertreter ebendieser gruppe, der mir überhaupt etwas zum unterschreiben anbietet. ich bin mehr als offen für neues, weiteres! es ist (bisher zumindest) dann doch die hand, die einen füttert gewesen (oder von der man sich das erhofft hätte) — ich glaube aber nicht, dass die musiklobby, wie du sie nennst, einen krieg mit dem netz will, denn diese menschen versuchen wirklich händeringend sich mit den neuen möglichkeiten zu arrangieren. wenngleich auch bislang etwas „clumsy“, zugegeben.

    das beispiel mit dem freien musikdownload:
    finde ich nichts daran auszusetzen. radiohead hat es vorgemacht, publicity bei einer so bekannten band miteingeschlossen. sie hat auf diesem weg weit mehr verdient als sie das nach einem herkömmlichen vertriebsmodell gemacht hätte. zusätzlich zur tatsache, dass von „in rainbows“ eine limitierte deluxe-edition in premium quality als physisches package zum kauf angeboten wurde, in kürzester zeit ausverkauft, deren preis um die 100 euro das ihrige zum erfolg beitrug. clever&smart möchte man sagen, berechnung sage ich. denn diese aktion (und ähnliche aktionen bereits bekannter bands) werden letztendlich knallhart auf dem rücken von unbekannten künstlern ausgetragen, die nie mehr so berühmt werden können wie radiohead. wo es nicht um zehn tausende downloads/absätze/euros geht, sondern um jeden einzelnen. bands wir radiohead konnten in ihrer jugend-phase noch die ungeteilte aufmerksamkeit und die ungeteilte finanzielle zuwendung einer damals noch vitalen plattenindustrie geniessen. (ohne radiohead qualität absprechen zu wollen) man könnte zu den jungen auch sagen: pech gehabt, an der falschen stelle der geschichte gelandet und leider nicht mehr rechtzeitig eines der rettungsboote der titanic erwischt.
    aber — da gebe ich dir recht — man kann es gerne versuchen, ab ins kalte wasser und ums überleben schwimmen!

    der ladendiebstahl, teilen und tauschen, kopieren, die cd:
    mir fällt da eine noch bessere analogie ein:
    ein obstgarten. ein apfelbaum. gut vergleichbar mit musik.. der apfelbaum gibt jedes jahr aufs neue äpfel. ganz von allein, und der glückliche obstbauer braucht sie nur zu pflücken und kann allerlei tolle dinge damit machen. sie einfach verkaufen, saft/konfitüre/apfelstrudel daraus machen. dem baum tut es nicht weh, wenn seine äpfel geerntet werden, im gegenteil, es liegt sogar in seinem wesen. und das wesen des apfels? ohne in die metaphysik abzugleiten — wie begreift man das wesen des apfels am besten? ja: ein herzhafter biss! welch ein geschmack, welch ein genuss! das ist ein apfel!
    das wesen von musik ist analog: es vermittelt sich erst durch die empirische wahrnehmung. das hören, das fühlen! nur so kann sich musik erfahrbar und begreifbar machen. ganz egal, wie ich an die musik gekommen bin. vinyl, cd, mp3, stream. alles kopierbar, mehr oder weniger, alles jedenfalls eine kopie der originalaufnahme. es besteht gar kein unterschied: die gekaufte cd ist genauso eine kopie wie der illegale download. darum geht es nicht. aber darum, dass ich mit jedem hören dieser musik einmal in diesen apfel beisse, um ihn zu schmecken. noch besser als beim apfel: die musik wird durch mehrmaliges hören nicht weniger, wie der apfel, sie bleibt einfach gleich! toll für den nimmersatten hörer, schade für den obstbauern. den apfelbaum wird ihm zwar niemand nehmen, aber was nützt ihm das noch, wenn die äpfel nichts mehr einbringen.. er wird seinen obstgarten, und sei dieser noch so paradiesisch, eines tages wohl verlassen müssen, in die grosse stadt ziehen und sich seine brötchen woanders verdienen. seinen baum und die äpfel aber muss er zurücklassen, und sie verfaulen.

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    Ich finde die Diskussion auch sehr gut und bin froh, dass dieses Gespräch noch zustande gekommen ist, nachdem wir uns am Anfang so angesaugt haben.

    Allerdings besteht nun die Gefahr, dass wir uns im Kreis drehen. Denn der Ausgangspunkt meiner Intervention war ja eben, dass — um im Bild zu bleiben — selbst wenn der Bauer (oder, warum nicht: die Bäuerin) in die Stadt ziehen müsste, die Apfelbäume nicht verschwinden würden. Andere Menschen haben auch welche, und die müssen zu ihrem Glück von der Ernte nicht leben. Ihre Bäume mögen nicht so groß und prächtig sein, aber es gäbe weiter genug Äpfel in großer geschmacklicher Vielfalt.

    Aber eigentlich waren wir ja schon weiter. Wir wollten ja wissen, wie es uns gelingt, dass die Bäuerin nicht in die Stadt ziehen muss. Und wie trotzdem alle, die Hunger auf einen Apfel haben, sich bedienen können, auch wenn sie vielleicht nicht genug Geld besitzen oder der Überzeugung sind, sie müssten nicht zahlen, weil es auch ohne die Bäuerin Äpfel gäbe.

    Mein Vorschlag lautet: die Bäuerin sollte sich verhalten wie die Postrockband Glorie (die im Übrigen nicht wie Radiohead im Zeitalter des Booms groß geworden ist und keine Deluxe-Editons herausbringt; und zwar auch nicht so reich werden wird wie Radiohead, aber das mit dieser Musik auch in den goldenen 90ern nicht geworden wäre). Sie sollte mit den Menschen, die sich bei ihr bedienen, in Kontakt treten und ihnen ihre Lage erklären. Sie sollte sagen: «Voilà, ihr könnt euch bedienen, es ist ein Zauberbaum, die Äpfel wachsen sofort wieder nach. Wenn ihr mir aber nicht wenigstens ein bisschen was gebt, muss ich in die Stadt ziehen».

    Einige werden dass nicht einsehen, und sich trotzdem bedienen. Andere sehen es ein, haben aber großen Hunger und kein Geld, und nehmen sich — ohne schlechtes Gewissen, die Äpfel wachsen ja nach — trotzdem davon, ohne zu bezahlen.

    Und dennoch funktioniert das System. Und das obwohl die Leute, die überhaupt zahlen, bei der Bäuerin mit dem Zauberbaum weniger bezahlen als bei den anderen Bauern. Es funktioniert, weil die Bäuerin keine Wachleute bezahlen muss, und weil sie keine Zwischenhändlerinnen braucht, die am Transport der Äpfel in die Stadt verdienen. Tatsächlich haben die Wachleute und die Zwischenhändlerinnen nämlich, wie sich nun zeigt, immer 9 von 10 Äpfeln für sich behalten…

    Ich verstehe nicht recht, warum du unbedingt zu den anderen Bauern gehören willst, die keine Zauberbäume haben, aber Wachpersonal und Zwischenhändlerinnen. Probiers doch mal. Nimm deine Musik auf und stell sie ins Netz. Wenn sie genug Leuten gefällt, wird mit dem Freiwilligkeitsmodell schon was zu verdienen sein. Und Konzerte kommen ja noch dazu.

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    ..das wars. nun stimme ich überein. konsens. das ei des kolumbus, der kern des apfels. :) und der fällt ja nicht weit vom stamm, nicht wahr. es geht um die musik, und gott, wie hasse ich es, dass man grade da übers geld reden muss.
    das ist ja das problem an dieser acta-debatte: gut vermischt sich mit böse, urheberrecht mit vorratsdatenspeicherung, musik mit angst vor freiheitsentzug. unmöglich eigentlich, einen ausgleich zu finden. man wird sehen.
    ich bedanke mich für den konstruktiven meinungsaustausch, er hat mich doch ein gutes stück weitergebracht in meinen überlegungen!

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    mich auch! ich habe zu danken

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    Hallo, ich habe gerade Deinen Text und Eure folgende Diskussion gelesen… eine Deiner Lösungsansätze ist ja, das Fans freiwillig die Musiker unterstützen sollen.
    Vielleicht interessiert Dich folgendes Statement zum Ende des Indie Labels „Unterm Durchschnitt“:
    http://www.unterm-durchschnitt.de/polaroid-plus/details/kuesse-sterben-auf-lippen-anouncement-the-end-of-unterm-durchschnitt/

    Der Kernsatz sei hier kurz zitiert: „Leider gibt es in der Tat viele Fans von Label wie Bands, die der Meinung waren, Musik kostenlos runterzuladen sei okay. Ein Selbstversuch. Seit 2009 befindet sich auf unserer Seite die Möglichkeit, für frei auf unserer Seite oder sonstwo im Netz besorgter Musik eine kleine Spende (Button unter http://www.unterm.org/mp3) zu entrichten. Von den vielen tausend Fans unserer Bands tat dies nur eine Person in 3 Jahren — 1 Euro. Wie soll man das als Label mit Kostenbelastungen von mehreren tausend Euro noch gut heißen können? “

    Viele Grüsse.

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    Lieber Musiker, dein Beispiel ist auf jeden Fall interessant. Aber es wäre wohl falsch, es zu der Annahme zu verallgemeinern, Freiwilligkeitsmodelle würden nie funktionieren.

    Das bekannteste Gegenbeispiel ist Radiohead. Ich zitiere (von hier: http://www.nme.com/news/radiohead/40444):
    “The statistics behind the pay-what-you-like release of Radiohead’s ‚In Rainbows‘ album, released on October 10 last year online, have been revealed today (October 15).
    According to reports most fans chose to pay nothing to download the album. However, it still generated more money before it was physically released (on December 31) than the total money generated by sales of the band’s previous album, 2003’s ‚Hail To The Thief‘.“

    Also: Obwohl die meisten nicht bezahlt haben, hat die Band mehr eingenommen als auf herkömmlichem Weg. Das scheint meine These zu bestätigen.

    In der Diskussion mit deinem Kollegen habe ich das Beispiel der Postrock-Band Glorie erwähnt (http://glorierock.com/album/glorie). Erst nachdem ich das geschrieben hatte, bin ich auf die Idee gekommen, eins der Mitglieder per Mail zu fragen, wie gut ihr Modell funktioniere. Ich muss zugeben, dass die Zahlen schlechter waren, als ich gehofft hatte: 8 Prozent der Downloader haben bezahlt, im Schnitt 5 Dollar. (Absolute Zahlen wollte er nicht veröffentlicht sehen; warum weiß ich nicht, so schlecht waren sie nicht.)

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob deutlich mehr Leute bezahlt hätten, wenn die Musik nicht kostenlos zur verfügbar gewesen wäre. Der Typ von Glorie glaubt das nicht. Ich zitiere aus seiner Mail:
    „We did an experiment for a week and made people pay. We still had people pay but downloads dramatically decreased. I honestly believe that people who downloaded it for free wouldn’t have downloaded the record. A few might have but it really doesn’t justify the exposure that we would have been missing versus a hundred more people that might have paid. We don’t tour so we’re trying to maximize our exposure. I don’t have any regrets about the decision.“

    Zurück zu deinem Beispiel, dem Netlabel «untermstrich». Zunächst mal, der Vollständigkeit halber, da steht kurz nach dem von der zitierten Satz: «Von Anfang an wurden wir von ehrlichen Fans getragen und unterstützt! Wenn jemand — neben den Bands — Dankbarkeit und Respekt verdient hat, dann sind es die vielen Fans und Liebhaber unserer gemeinsamen Musik und Leidenschaft.» Später ist dann von schweren Enttäuschungen aufgrund nicht gehaltener Absprachen die Rede — und das bezieht sich offensichtlich auf Musikerinnen und nicht die Fans!

    Ein Grund dafür, dass das Modell der freiwilligen Spende bei «untermstrich» so schlecht funktioniert hat, könnte sein, dass bei einem Netlabel mit Kostenlos-DLs, die Neigung zu bezahlen geringer ist, als wenn man sich die Musik direkt bei den Produzentinnen runterlädt und — wie auf der erwähnte Seite von Glorie — direkt angesprochen wird: «Much time, energy, and money went into the making of these recordings. We’re offering this album completely free, no strings attached, and no required e-mail. We don’t mind if you put 0 and download the album for free. However, any money donated would be greatly appreciated and will help fund future recordings.»

    Ich glaube das Freiwilligkeitsmodell kann funktionieren. Und die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, wenn die Leute wissen, wem das Geld zugute kommt, und wenn sie Verständnis und Empathie für das Anliegen der Musikerinnen entwickeln.

  16. avatar

    nach ner weile noch mal ein hallo von mir.
    ich lese empathie. ein gutes stichwort. vielleicht das, was wir in unserer heutigen zeit am meisten, und immer schneller verlernen, oder besser gesagt, was uns durch das internet, der damit verbundenen anonymität und dem daraus resultierenden völlig enthemmt um sich greifenden egoismus ausgetrieben wird — (mit)menschlichkeit. zuerst steht immer die befriedigung des EIGENEN wunsches. das ausgerechnet wir künstler möglicherweise die erste gruppe sind, gegen die sich das entlädt und die das zu spüren bekommt mag eine ironie des schickssals sein. ausgerechnet eine gruppe, die ohne das mit– und füreinander nicht existieren KANN. ich kann nur noch einmal wiederholen ‚wehret den anfängen‘, denn schon öfter wurden in unserer gesellschaft und in unserer gemeinsamen geschichte gruppen kollektiv und als erklärtes, akzeptiertes freiwild von der ‚allgemeinheit‘ oder sagen wir, dem kollektiven ego ausgegrenzt, augebeutet und als kollektiver sündenbock verprügelt. es sollte einem zu denken geben.
    ich schliesse — und dass ein solch verschlossener und zurückhaltender wie auch kluger künstler SO in die öffentlickkeit tritt, spricht bände — mit sven regener:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=UnX-b9TFx3Y

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    […] insbesondere Musikerinnen scheinen hier ein Sprachrohr gefunden zu haben. (Bei uns hat z.B. wurde im Kommentar zu einem anderen Text das Video gepostet.) John Weitzmann hat bei Netzpolitik bereits eine gute Replik geschrieben. Im Folgenden […]

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    Zu Herrn Regeners Äußerungen habe ich eben ein paar Anmerkungen geschrieben.

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