Dez 2 2008

Advent-Event Mogadischu

Kurz bevor die Nadja Uhl ihren Dienst auf der Land­hut antritt, lehnt sie noch schnell den schlam­pi­gen Hei­rats­an­trag ihres Freun­des mit den Wor­ten ab: „Mach das mal besser!“.

Das wer­den sich auch die Macher des ARD-Fernseh-Events Moga­di­schu gedacht haben, als sie diese „hoch­e­mo­tio­nale Hel­den­ge­schichtereinsze­nier­ten. Geübt in der­lei Kost haben team­Worx einen impo­sant ein­falls­lo­sen Geschichts­brei gebraut, in dem auch Vero­nika Fer­res die Rolle neben Tho­mas Kret­sch­mann hätte spie­len kön­nen. Ob jetzt die Patin eine Luft­brü­cke ein­rich­tet, damit Stauf­fen­berg wäh­rend der Sturm­flut in Dres­den die Mauer wie­der­auf­bauen kann, ein „Kampf um den Erhalt der Wale dabei auch zum Kampf um ihre Fami­lie wird“ oder „die Fer­res“ gar nicht erst mit­spielt, ist eigent­lich auch völ­lig egal, solange nur kon­se­quent der Ansatz wei­ter­ver­folgt wird, das Erzäh­len von Geschich­ten bzw. von Geschichte zu einem Ereig­nis wer­den zu las­sen, in dem wenigs­tens eine Stunde kraft­volle, Epos sug­ge­rie­rende, melo­dra­ma­ti­sche Hans Zim­mer–artige Film­mu­sik lau­fen kann, die das Wun­der voll­bringt, jeden eige­nen Gedan­ken zum Thema weg­zu­blä­hen. In die­sem Sinne und mit den Wor­ten von Saïd Taghmaoui: „Don’t fucking move!“

Ein Kommentar zu “Advent-Event Mogadischu”

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