apropos Klabund

Eigentlich taugt dieser Ein­trag nicht als solch­er, son­dern ist eher ein Kom­men­tar. Und Kom­mentare sind hier ja eh bish­er rar gesät. Deswe­gen bei der Gele­gen­heit gle­ich der Appell: liebe Kom­men­tierende, ver­mehrt euch! Es ist gar nicht schw­er und tut nicht weh.

Aber in Kom­mentaren kann man keine Links ein­bauen (kor­rigi­er mich, wenn ich irre, Herr Admin­is­tra­tor!). Und den wollte ich hier doch nur eben liefern zu dem schö­nen alten offe­nen Brief von Klabund an den deutschen Kaiser Wil­helm II. Der enthält in embry­onaler Form einige rhetorische Sal­ven, die dann in Per­fek­tion vor kurzem hier zu bewun­dern waren. Viel Vergnü­gen, sowohl als auch.

5 Meinungen zu “apropos Klabund

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    Sach­ma weißt du, wo ich was darüber gele­sen haben kön­nte, dass der Kap­i­tal­is­mus von der Meme des stren­gen, strafend­en Vaters zehrt? Ich fände das ja ein inter­es­santes The­ma, aber ich hab völ­lig ver­drängt, wo ich das her hab.

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    Nein, mein Lieber, da hab ich keine Idee. Aber das The­ma klingt tat­säch­lich span­nend. Wobei in dieser kurzen Andeu­tung natür­lich noch ein bißchen dunkel bleibt, wodrauf das hin­aus­läuft. ‘Meme des stren­gen­den, strafend­en Vaters’… ein wenig kryp­tisch. Heißt das umgekehrt, dass wenn die Papis alle lieb sind Schluss ist mit kap­i­tal­is­tis­ch­er Verge­sellschaf­tung? Oder deren Ende wenig­stens abse­hbar? Oder hab ich das jet­zt ganz falsch ver­standen?

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    Dieter Duhm schreibt in “Angst im Kap­i­tal­is­mus” darüber wie das kap­i­tal­is­tis­che Sys­tem durch Angst herrscht. Und eben diese Angst — ob jet­zt vor dem Chef oder vor dem Ver­lust des Arbeit­splatzes — ist, so seine These, die “erwach­sene Form der aner­zo­ge­nen kindlichen Angst vor dem strafend­en Vater”.
    Guck mal hier.

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    Das beant­wortet ja auch gle­ich die Frage zur Möglichkeit von Ver­linkun­gen in Kom­mentaren. Aber dafür braucht man spe­cial skills, oder?
    Das Duhm-Buch ste­ht übri­gens im Bücher­re­gal meines Mit­be­wohn­ers, aber vielle­icht ist mit das zu blöhd. Ha, ha.

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    Super. Ich hat­te mich schon zwis­chen Lacan, Waller­stein und Kurz ver­hed­dert. Aber, um ehrlich zu sein, von Dieter Duhm habe ich noch nie was gehört. Na, ich werd’ mal rein­le­sen.
    Und Gui­do, guck doch mal, wie die Links in deinen Beiträ­gen ausse­hen. HTML funk­tion­iert auch in den Kom­mentaren.

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