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xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" > <channel><title>Principien &#187; David</title> <atom:link href="http://principien.de/author/db/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://principien.de</link> <description>Wieder einmal alles richtig gemacht!</description> <lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 21:09:48 +0000</lastBuildDate> <language>de</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Ein Schiff wird kommen</title><link>http://principien.de/ein-schiff-wird-kommen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-schiff-wird-kommen</link> <comments>http://principien.de/ein-schiff-wird-kommen/#comments</comments> <pubDate>Wed, 01 Jun 2011 03:32:08 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Ökonomie]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Eigentum]]></category> <category><![CDATA[Ente]]></category> <category><![CDATA[EU]]></category> <category><![CDATA[Euro]]></category> <category><![CDATA[Europa]]></category> <category><![CDATA[Finanzkrise]]></category> <category><![CDATA[Geld]]></category> <category><![CDATA[Generalstreik]]></category> <category><![CDATA[Griechenland]]></category> <category><![CDATA[Liste]]></category> <category><![CDATA[PR]]></category> <category><![CDATA[RSA]]></category> <category><![CDATA[Spanien]]></category> <category><![CDATA[Syrien]]></category> <category><![CDATA[taz]]></category> <category><![CDATA[UN]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=5635</guid> <description><![CDATA[Eine Fregatte mit uniformierter Besatzung, die weder Polizei noch Armee ist, trainiert, um Unruhen und Aufstände niederzuschlagen. Nein, wir reden nicht über Syrien oder den Jemen, das spielt sich alles in der wohligen Wärme der Festung Europa ab, genauer gesagt in Griechenland und Spanien. Günstig, dass in den Erläuterungen zu Artikel 2 (Recht auf Leben), [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Eine Fregatte mit uniformierter Besatzung, die weder Polizei noch Armee ist, trainiert, um Unruhen und Aufstände niederzuschlagen. Nein, wir reden nicht über Syrien oder den Jemen, das spielt sich alles in der wohligen Wärme der Festung Europa ab, genauer gesagt in Griechenland und Spanien. Günstig, dass in den <a
href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF">Erläuterungen</a> zu Artikel 2 <em>(Recht auf Leben)</em>, Absatz 2 der EMRK folgender Hinweis als explizite Interpretationshilfe des heiligen <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Konvent">Europäischen Konvents</a> deutscher Nation gegeben wird:</p><blockquote><p>Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.</p></blockquote><p>So kann man ungeniert Gewalt gegen die eigene Bevölkerung ausüben und gleichzeitig mit einer passend geschnitzten Menschenrechtskonvention wedeln. Und mit Geld, denn es gibt etwas zu holen. Zumindest in <a
href="http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13390458/Griechenland-will-umfassend-privatisieren.html">Griechenland</a>. Der Flughafen in Athen ist wohl zu haben, <a
href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/der-ausverkauf-beginnt/-/1472780/8493874/-/view/asFirstTeaser/-/">Fraport</a> bietet schon mit. Die Wasserwerke von Athen stehen zum <a
href="http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/regierung-verhoekert-das-volkseigentum/">Verkauf</a>, während in der Schlossallee zwei neue Hotels gebaut werden. Selbst der <a
href="http://taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/regierung-verhoekert-das-volkseigentum/">taz</a> gehen die Privatisierungen nicht schnell genug. Hört sich alles nach einem feuchten Kapitalistentraum an? Es wird noch besser. EZB-Chefökonom Jürgen Stark, Träger des renommierten Detlef-Rohwedder-Preises, schlägt eine <a
href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/athen_sorgt_fuer_ratlosigkeit_1.10745899.html">Treuhand für Griechenland</a> vor, um die vorhandenen Vermögenswerte „besser zu mobilisieren“. Jean-Claude Juncker, die graue Eminenz des europäischen Geldadels, <a
href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,8240495,00.html">sekundiert</a>.<span
id="more-5635"></span></p><p>Nun haben die griechischen Bürger auf den Ausverkauf ihres Eigentums verständlicherweise eher wenig Bock. Griechenland ist schon ein relativ armes Land, die Staatsausgabenquote im Vergleich zu anderen Industriestaaten nicht besonders hoch, das Rentenniveau ist insgesamt niedrig, das mittlere Renteneintrittsalter liegt mit 61,4 Jahren im EU-Durchschnitt und die Rentenhöhe liegt unter dem EU-Durchschnitt. <a
href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/die-wahren-ursachen-der-griechischen-tragoedie/3356102.html">Zudem </a>hat das Land in der Finanzkrise enorme Privatschulden verstaatlicht. Seit einem Jahr gibt es Generalstreiks und Massendemonstrationen. <a
href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/griechenland_sparmassnahmen_demonstrationen_1.10746895.html">Jetzt</a> wird der Platz vor dem Parlament von zehntausenden belagert, die sich explizit auf die Protestbewegung in Spanien beziehen. Internationale Solidarität FTW!</p><p><object
style="height: 305px; width: 500px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param
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style="height: 305px; width: 500px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/Geg_6Xoy04s?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p><p>Knüppel und Gummigeschosse sind die <a
href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/149914">Antwort</a> auf die Forderung nach echter Demokratie. Doch in Spanien reicht das nicht mehr, denn der Plaza de Catalunya wurde verteidigt, damit die <a
href="http://www.democraciarealya.es/?page_id=234">Vorschläge</a> der Bewegung „Democracia Real YA!“ weiter gehört werden können.</p><p> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong> 1. Abschaffung der Privilegien der politischen Klasse</strong></p><ul><li>Strikte Kontrolle allfälliger Arbeitsversäumnisse der gewählten Amtsträger. Gezielte Sanktionen bei Amtspflichtverletzung.</li><li>Beseitigung der Steuerprivilegien und der Privilegien bei der Beitragszahlung an die Pensionskassen und beim Bezug von Pensionen.</li><li>Angleichung der Gehälter der gewählten Amtspersonen an das mittlere Einkommen in Spanien zuzüglich der Spesen, die bei der Ausübung des Amtes wirklich notwendig sind.</li><li>Aufhebung der Immunität, die mit dem Amt verbunden ist. Unverjährbarkeit bei Korruption.</li><li>Obligatorische Veröffentlichung der Vermögen aller Inhaber öffentlicher Ämter.</li><li>Kürzung der frei verfügbaren Spesen.</li></ul><p
style="padding-left: 30px;"> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>2. Gegen die Arbeitslosigkeit</strong></p><ul><li>Verteilung der Arbeit, indem die Arbeitszeit reduziert wird und die Arbeitsverträge geschlichtet werden, bis die strukturelle Arbeitslosigkeit beseitigt ist (d.h. bis die Arbeitslosigkeit unter fünf Prozent fällt).</li><li>Pensionierung mit 65 Jahren. Keine Erhöhung des Pensionsalters, bevor die Jugendarbeitslosigkeit beseitigt ist.</li><li>Bonus für Unternehmen, die weniger als zehn Prozent Angestellte mit befristeten Arbeitsverträgen haben.</li><li>Sicherheit bei der Anstellung: Verunmöglichung von Massenentlassungen bei großen Unternehmen, solange Gewinne ausgewiesen werden, selbst wenn objektive Gründe vorliegen.</li><li>Überwachung der großen Unternehmen, um sicherzustellen, dass sie nicht Arbeitsplätze mit zeitlich befristeten Angestellten besetzen, obwohl Festanstellungen möglich wären.</li><li>Wiedereinführung der Arbeitslosenunterstützung von 426 Euro für alle Langzeitarbeitslosen.</li></ul><p
style="padding-left: 30px;"> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>3. Recht auf eine Wohnung</strong></p><ul><li>Staatliche Enteignung von Wohnungen, die auf Vorrat gebaut und nicht verkauft wurden, so dass sie auf dem geschützten Wohnungsmarkt vermietet werden können.</li><li>Mietzuschüsse für Junge und Menschen mit geringem Einkommen.</li><li>Ermöglichung der „Leistung an Erfüllung Statt“1, so dass Hypotheken aufgehoben werden können.</li></ul><p> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>4. Qualität bei den öffentlichen Diensten</strong></p><ul><li>Vermeidung unnötiger Ausgaben bei den öffentlichen Verwaltungen und Einführung einer unabhängigen Kontrolle der öffentlichen Budgets und Ausgaben.</li><li>Anstellung von Gesundheitspersonal, bis es [bei den Gesundheitsdiensten] keine Wartelisten mehr gibt.</li><li>Anstellung von Lehrern, damit die Klassengrößen nicht noch größer werden und der Förder– und Stützunterricht gewährleistet ist.</li><li>Reduktion der Einschreibegebühren bei allen universitären Studiengängen, indem die Kosten der Aufbaustudien an jene der Grundstudien angeglichen werden.</li><li>Öffentliche Finanzierung der Forschung, um ihre Unabhängigkeit zu garantieren.</li><li>Günstige und ökologisch nachhaltige öffentliche Verkehrsmittel, die den Qualitätsanforderungen genügen. Wiederinbetriebnahme der Züge, die durch die AVE2 ersetzt wurden und Wiedereinführung der ursprünglichen Preise. Verbilligung der Abonnemente im öffentlichen Verkehr.</li><li>Sozialhilfe vor Ort: wirksame Anwendung der Ley de Dependencia3, Schaffung eines Betreuungsdienstes auf Gemeindeebene sowie eines lokalen Vermittlungs– und Schutzdienstes.</li></ul><p> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>5. Kontrolle der Bankinstitute</strong></p><ul><li>Verbot jeglicher Art von Bankenrettung und Kapitalspritzen für Bankinstitute. Banken in Schwierigkeiten müssen Konkurs gehen oder verstaatlicht werden, so dass eine Bank unter  öffentlicher Aufsicht entsteht.</li><li>Erhöhung der Steuern für die Banken proportional zu den öffentlichen Ausgaben, die im Zuge der Krise wegen schlechter Geschäftsführung getätigt wurden.</li><li>Rückerstattung aller öffentlichen Gelder, die durch die Bankenrettung aufgewendet wurden.</li><li>Verbot für spanische Banken, in Steuerparadiesen zu investieren.</li><li>Regulierung und Sanktionierung spekulativer Geschäfte und anderer schädlicher Geschäftspraktiken der Banken.</li></ul><p> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>6. Besteuerung</strong></p><ul><li>Steuererhöhung bei großen Vermögen und großen Bankinstituten.</li><li>Auflösung der SICAV4.</li><li>Wiedereinführung der Erbschaftssteuer.</li><li>Tatsächliche und wirksame Kontrolle von Steuerhinterziehung und Steuerflucht.</li><li>Einsatz auf internationaler Ebene für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf internationalen Devisengeschäften (Tobin-Steuer).</li></ul><p> </p><p
style="padding-left: 30px;"><strong>7. Bürgerliche Freiheiten und partizipative Demokratie</strong></p><ul><li>Nein zur Überwachung des Internets. Aufhebung des Sinde-Gesetzes5.</li><li>Schutz der Informationsfreiheit und des investigativen Journalismus.</li><li>Obligatorische und verbindliche Volksentscheide bei Fragen, welche die Lebensbedingungen der Bürger tief gehend verändern.</li><li>Obligatorische Volksentscheide vor der Einführung diktatähnlicher Bestimmungen seitens der Europäischen Union.</li><li>Anpassung des Wahlgesetzes, so dass ein wirklich repräsentatives Verhältniswahlrecht garantiert ist, das keine politische Kraft noch einen Volkswillen diskriminiert und in dem auch  Leerstimmen und ungültige Stimmen in der Legislative ihren Niederschlag finden.</li><li>Unabhängigkeit des Rechtswesens: Reform der Staatsanwaltschaft, um deren Unabhängigkeit zu garantieren. Nein zur Nominierung der Mitglieder des Verfassungsgerichts und des Richterwahlausschusses durch die Exekutive.</li><li>Einführung wirksamer Mechanismen, die demokratische Prozesse innerhalb der Parteien garantieren.</li></ul><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/ein-schiff-wird-kommen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Spanische Eröffnung</title><link>http://principien.de/spanische-eroeffnung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=spanische-eroeffnung</link> <comments>http://principien.de/spanische-eroeffnung/#comments</comments> <pubDate>Thu, 19 May 2011 02:17:46 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[EU]]></category> <category><![CDATA[Euro]]></category> <category><![CDATA[Geburtstag]]></category> <category><![CDATA[Generalstreik]]></category> <category><![CDATA[Griechenland]]></category> <category><![CDATA[Portugal]]></category> <category><![CDATA[Sozialabbau]]></category> <category><![CDATA[Sozialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[Spanien]]></category> <category><![CDATA[UEFA]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=5511</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/spanische-eroeffnung/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.heise.de/bilder/149859/1/1" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>„Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen[…]“ Die europäische Währungsunion als großangelegtes Projekt zur Harmonisierung des Renteneintrittsalters. Bei den Kapitalisten werden gerade feuchte Träume aus dem Jahr der €-Einführung wahr. Endlich setzt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen[…]“</p></blockquote><p>Die europäische Währungsunion als großangelegtes Projekt zur Harmonisierung des Renteneintrittsalters. Bei den Kapitalisten werden gerade feuchte Träume aus dem Jahr der €-Einführung wahr. Endlich setzt sich die Kanzlerin auch für Umverteilung im Süden ein, nachdem in Deutschland die Messe nach Rot-Grün und GrKo schon weitgehend gelesen ist; obwohl für Unersättliche bestimmt noch etwas raus springen mag. <em>„67? 69? Wer bietet mehr?“</em>, fragt sich sogar die <a
href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/demografischer-wandel-wirtschaftsweise-empfehlen-rente-mit-1.1098972">SZ</a>. Das ist ja fast schon süddeutscher Zynismus. War Marc Beise gerade nicht da?</p><blockquote><p>„Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“</p></blockquote><p><span
id="more-5511"></span>Erneut die <a
href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,763247,00.html">Kanzlerin</a>, die ihren nationalistischen Unterton immer schlechter verstecken kann. Steckt ja auch an, wenn überall in Europa als „Rechtspopulisten“ euphemisierte Reaktionäre in die Parlamente einziehen. <a
href="http://www.heise.de/tp/artikel/33/33080/1.html">Wie gesagt</a>, <a
href="http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=3861&amp;alias=wzo&amp;cob=517037">rechts der CDU</a> darf es <a
href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/McAllister-Es-wird-keine-konservative-Partei-rechts-von-der-CDU-geben.">keine Partei geben</a>. Und so werden den Griechen, Spaniern und Portugiesen unverblümt Rentenkürzungen diktiert, <a
href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34777/1.html">obwohl </a>das durchschnittliche Renteneintrittsalter (im übrigen einer fürchterlichen, bürokratischen Nomeklatura entlaufen) in Spanien bei 63 liegt, in Deutschland jedoch bei 61,7. Mit Erfolg (damit ist das diktieren gemeint, nicht das liegen), wie es scheint. Denn wie in <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der#Bundesregierung_Schr.C3.B6der_II">einst</a> Deutschland versucht sich auch in Spanien eine „sozialdemokratische Partei“ in der zweiten Legislaturperiode mit dem <a
href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/147779">xten Sparplan</a>, der die Ausgaben 2010 und 2011 um weitere 15 Milliarden kürzt. Die Gehälter im öffentlichen Dienst werden durchschnittlich um fünf Prozent verkleinert, danach werden sie eingefroren, was auch für Renten gilt. Achja, die Mehrwertsteuer wird natürlich ebenfalls um 2%-Punkte angehoben. Die konsequente Antwort darauf war die Ausrufung eines Generalstreiks.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://www.heise.de/bilder/149859/1/1" alt="" width="500" height="705" /><br
/> Offizieller Hashtag ist übrigens #daskommtmirspanischvor. In <a
href="http://ephemerajpp.wordpress.com/2011/04/29/may-day-primeiro-de-maio-largo-de-camoes-1-de-maio-de-2011/">Portugal </a>fordert man zusätzlich noch den Rausschmiss des IWF. Aber diese Folgen finden in deutschen Zeitungen und Nachrichtensendungen wenig bis gar keinen Platz. Und wenn, dann in gehässiger, geradezu boshafter Art, wie in der <a
href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-generalstreik-ein-land-steht-still-1.1096011">Süddeutschen</a>.</p><blockquote><p>Griechenland steht finanziell am Abgrund, doch das macht die Menschen in dem Land nicht gefügiger.</p></blockquote><p>Gefügig machen für den kommenden Sozialabbau, für schäbigen Nationalismus, für unterirdische Politik, die schon in Griechenland überhaupt nichts gebracht hat (eher im Gegenteil), und auch die iberische Halbinsel in große Unruhe versetzen wird. Und das alles featured by Germany. Da können wir nur unsere Solidarität mit den Demonstrantinnen und Streikenden bekunden. Vor zehn oder zwanzig Jahren, ich weiß es nicht mehr so genau, war die deutsche Wirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig. Zu hohe Lohnnebenkosten (ebenfalls entlaufen), zu hohe Löhne. Jetzt haben wir endlich einen Niedriglohnsektor und Altersarmut. Und wenn die südeuropäischen €-Länder diese Umverteilung nach oben erfolgreich umgesetzt haben, garniert mit einer <a
href="http://elmundo.orbyt.es/2010/06/06/elmundo_en_orbyt/1275846890.html">Steueramnestie für Anlageflüchtlinge</a>, dann ist es auch in Deutschland mal wieder Zeit, das Lied der globalen Wettbewerbsfähigkeit zu singen. Nur antwortet hier leider keine internationale im Generalstreik, sondern stumpfer Chauvinismus. Abgesondert, geprüft und offiziell beglaubigt durch <a
href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34777/1.html">Dr. Angela Merkel</a>. Wir <a
href="http://www.weissgarnix.de/2011/05/18/eroffnung-eines-neuen-spiels/">eröffnen</a> ein neues Spiel: Es heißt Klassenkampf.</p><p>P.S.: Porto hat gestern den UEFA-Pokal gewonnen. Glückwünsche gehen aber verdient nur an GK. Vielleicht auch ein bisschen nach Portugal, aber  eigentlich nicht.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/spanische-eroeffnung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>PLinks KW 15/11</title><link>http://principien.de/plinks-kw-1411/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=plinks-kw-1411</link> <comments>http://principien.de/plinks-kw-1411/#comments</comments> <pubDate>Wed, 13 Apr 2011 01:44:51 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[PLinks]]></category> <category><![CDATA[Bob Dylan]]></category> <category><![CDATA[FDP]]></category> <category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category> <category><![CDATA[Libyen]]></category> <category><![CDATA[Philipp Rösler]]></category> <guid
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href="http://principien.de/plinks-kw-1411/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7b/Vickers_machine_gun_crew_with_gas_masks.jpg/800px-Vickers_machine_gun_crew_with_gas_masks.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Der Bürgerkrieg in Libyen wird immer unübersichtlicher. Die Airforce weiß auch nicht mehr so recht, welchen Pickup mit aufmontiertem Maschinengewehr jetzt im Sinne der Operation Odyssey Dawn eradiziert werden soll. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass ohne den Einsatz von Bodentruppen die Missionsziele gefährdet sein könnten. Weiß eigentlich irgendjemand so aus dem Stehgreif, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7b/Vickers_machine_gun_crew_with_gas_masks.jpg/800px-Vickers_machine_gun_crew_with_gas_masks.jpg" alt="" width="500" height="311" /><span
id="more-5358"></span>Der Bürgerkrieg in Libyen wird immer unübersichtlicher. Die Airforce weiß auch nicht mehr so recht, welchen Pickup mit aufmontiertem Maschinengewehr jetzt im Sinne der Operation <em>Odyssey Dawn</em> eradiziert werden soll. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass ohne den Einsatz von Bodentruppen die Missionsziele gefährdet sein könnten. Weiß eigentlich irgendjemand so aus dem Stehgreif, was <em>Odyssey Dawn</em> bedeuten könnte, und was nötig wäre, um die Operation erfolgreich abzuschließen? <em>Operation Ellamy</em> heißt übrigens der britische, <em>Operation MOBILE</em> der kanadische und <em>Opération Harmattan</em> der französische Anteil. Die Nato hat sich noch mal einen eigenen Namen ausgedacht, und ihre bombige Waffenschau <em>Unified Protector</em> genannt.  Doch gänzlich ohne Bodentruppen wird es nicht gehen, wenn man auch nur irgendeine post-gadaffische Regierungsform durchsetzen möchte. Wenn diese noch zu entsendende Gemeinschaft bezahlter Mörder nun aber unter dem Label „Humanitäre Intervention“ daher käme, könnte man sicherlich auch den Außenminister dafür begeistern. Ups, <a
href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,755896,00.html">schon passiert</a>. Obwohl der ja eigentlich andere Sorgen hätte. Den erbärmlichen Zustand der FDP etwa, wo Gesundheitsminister Rösler nun die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Rösler selbst, von Freunden auch liebevoll <em>Rosi</em>, <em>Pippi </em>oder<em> aalglatter Berufskarrierist</em> genannt, Co-Autor von <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mickie_Krause">Micki Krauses</a> Smashhits „Orange trägt nur die Müllabfuhr“ und „Ich glaub hier ist doch wieder Alkohol im Spiel“ und passionierter Hobbylangweiler hält sich auf Nachfragen zur neuen Parteilinie noch bedeckt. Und die wenigen Andeutungen, die er fallen lässt, soll sich doch der Parteitag zusammenreimen. Zur politischen Orientierung sollte man dort das <a
href="http://deshoda.com/words/famous-world-ideologies-as-explained-by-references-to-cows/">Kuh-Beispielblatt</a> verteilen.</p><ol
style="list-style-type: lower-greek;"><li><em>Pure Capitalism</em>: You have two cows. You sell one and buy a bull</li><li><em>Capitalism</em>: You don’t have any cows. The bank will not lend you money to buy cows, because you don’t have any cows to put up as collateral.</li></ol><p>Mein persönlicher Favorit ist der kambodschianische Kommunismus, where you have two cows, and the government takes both and shoots you. Was noch? Ach ja, wird wieder kalt. Sogar Schnee solls geben. Vielleicht sammelt er sich ja auf Bürgersteigen, auf dass man <a
href="http://aconversationoncool.tumblr.com/post/680516994/a-snowy-walk-through-new-york-city">Fotos </a>davon machen kann.</p><p><img
alt="" src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4685005125_d85bd9428f.jpg" class="aligncenter" width="497" height="500" /></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/plinks-kw-1411/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Internazionale 2 — 5 Schalke</title><link>http://principien.de/internazionale-2-5-schalke/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=internazionale-2-5-schalke</link> <comments>http://principien.de/internazionale-2-5-schalke/#comments</comments> <pubDate>Tue, 05 Apr 2011 23:45:42 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Sport]]></category> <category><![CDATA[Champions League]]></category> <category><![CDATA[Inter Mailand]]></category> <category><![CDATA[Schalke 04]]></category> <guid
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name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/cJ23Fo_tC3Y?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param
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/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/internazionale-2-5-schalke/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>PLinks KW 13/11 WAKE UP</title><link>http://principien.de/plinks-kw-1211-wake-up/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=plinks-kw-1211-wake-up</link> <comments>http://principien.de/plinks-kw-1211-wake-up/#comments</comments> <pubDate>Mon, 28 Mar 2011 00:58:47 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[PLinks]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Julian Assange]]></category> <category><![CDATA[Kreidler]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Wahl]]></category> <category><![CDATA[xkcd]]></category> <guid
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href="http://principien.de/plinks-kw-1211-wake-up/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://imgs.xkcd.com/comics/time_management.png" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="xkcd" /></a>Eine klassische Pointe von xkcd eröffnet unsere wöchentliche Link-Sammlung. Dieses „fuck around“ findet sich wider Erwartens auch in einem Artikel der FAZ, dem ich erstaunt entnehme: Wenn die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, zunächst als anspruchsvolle philosophische Herausforderung erscheinen mag, so fallen doch die Antworten gar nicht schwer: mit Freunden ein Gespräch beim [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter" title="xkcd" src="http://imgs.xkcd.com/comics/time_management.png" alt="" width="500" height="210" /><span
id="more-5257"></span><br
/> Eine klassische Pointe von <a
href="http://xkcd.com/">xkcd </a>eröffnet unsere wöchentliche Link-Sammlung. Dieses „fuck around“ findet sich wider Erwartens auch in einem Artikel der <a
href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E77B0D3096C9D46099701FE2F52E839C7~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>, dem ich erstaunt entnehme:</p><blockquote><p>Wenn die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, zunächst als anspruchsvolle philosophische Herausforderung erscheinen mag, so fallen doch die Antworten gar nicht schwer: mit Freunden ein Gespräch beim Kaffee führen; eine Aussicht genießen; eine Runde schwimmen; in angenehmer Gesellschaft ein Glas Wein trinken; Momente der Zärtlichkeit oder der Liebe etc. Solche Momente geben uns Gelegenheit, zu bemerken, dass sich das Leben lohnt; möglicherweise auch in vielen seiner übrigen Momente.</p></blockquote><p>Ein sehr schönes Plädoyer für die Maßlosigkeit. Apropos: Stefan Mappus hat das rechte Maß schon wieder gefunden, und schwenkt auf <a
href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753402,00.html">Atom-Kurs<del
datetime="2011-03-28T00:04:32+00:00">k</del></a> ein.</p><p>Was noch? <a
href="http://www.faz.net/s/Rub2C7A77F38FD84D7EABDFF6B9EE3B9BE4/Doc~E0BA4BB49B2B84AB1A088864AD9B39374~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Julian Assange</a>, der Kurt Beck von Wikileaks, hat ebenfalls einen Grund zu feiern, weil eine frühe Biografie jetzt auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Die Grünen haben ebenfalls Grund zur Freude, denn <a
href="http://www.sueddeutsche.de/politik/baden-wuerttemberg-winfried-kretschmann-es-gruent-so-gruen-1.1078028">Winfried Kretschmann</a> wird wohl der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg.</p><p>P.S.: Die neue Platte von <a
href="http://byte.fm/magazin/blog/2011/03/05/neue-platten-kreidler-tank/">Kreidler </a>ist draußen.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/plinks-kw-1211-wake-up/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Guttenberg und das geistige Eigentum</title><link>http://principien.de/guttenberg-und-das-geistige-eigentum/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=guttenberg-und-das-geistige-eigentum</link> <comments>http://principien.de/guttenberg-und-das-geistige-eigentum/#comments</comments> <pubDate>Tue, 01 Mar 2011 04:21:14 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Juristerei]]></category> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Eigentum]]></category> <category><![CDATA[Guttenberg]]></category> <category><![CDATA[KT]]></category> <category><![CDATA[Plagiat]]></category> <category><![CDATA[Principien]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=5120</guid> <description><![CDATA[Ein Dieb und ein Betrüger ist unser Verteidigungsminister. Aber ist er ein „Vorkämpfer für freie Kultur“, wie keimform suggestiv fragt? Ist er natürlich nicht, weil er kein Bewusstsein für „freie Kultur“ hat, was auch immer man unter diesen Begriff fassen möchte. Aber vielleicht ist der aktuelle Fall ja ein hervorragendes Beispiel für die diskrepanten Wissenschafts– [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a
href="http://www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E4FF78416C5D24A1A8EA675B6F3F3F3C2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Dieb</a> und ein <a
href="http://www.weissgarnix.de/2011/02/26/lepsius-guttenberg-ein-fall-fur-den-psychologen/">Betrüger </a>ist unser Verteidigungsminister. Aber ist er ein „Vorkämpfer für freie Kultur“, wie <a
href="http://www.keimform.de/2011/guttenberg-als-vorkampfer-fur-freie-kultur/">keimform</a> suggestiv fragt? Ist er natürlich nicht, weil er kein Bewusstsein für „freie Kultur“ hat, was auch immer man unter diesen Begriff fassen möchte. Aber vielleicht ist der aktuelle Fall ja ein hervorragendes Beispiel für die diskrepanten Wissenschafts– und Eigentumsbegriffe, weil die Bruchlinien sich an unvorhergesehenen Stellen abzeichnen, wenn selbst die FAZ einen zusammengeklaubten <a
href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EC66FBF3DF17542E8B68E58589F4872B2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Abgesang</a> auf den Freiherrn und die bürgerliche Presse singt.<span
id="more-5120"></span></p><p>„Die Wissenschaft“ hat in den konservativen Vorstellungen wohl immer noch eine idealisierte Aufgabe. Hier herrschen noch universelle Principien, Grundkonstanten, unabhängig von Kapital und Politik, deren Widerlegung Frevel ist. Die Professoren melden sich auch, und sprechen von Schande und dergleichen mehr. Doch unerwartet schließt sich auch keimform diesem glorifizierten Wissenschaftsbild an, wie sich später zeigen wird. Der einleitende Exkurs</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>So ist auch bei der Freien-Software– und Freien-Kultur-Bewegung, wo das „geistige Eigentum“ oft explizit zurückgewiesen wird, die Attribution, also die Anerkennung der Beiträge anderer, selbstverständlich und wird praktisch universell praktiziert. Bei den Creative-Commons-Lizenzen wird sie sogar von der Lizenz gefordert, bei Freier Software gehört sie einfach zum guten Ton.</em></p><p>erläutert den hier durchaus heftig tangierten Eigentumsbegriff vage anhand eines Beispiels, welches gerade in den Bereichen Software-, Audio–  und Videomaterial ganz klar von Anbietern proprietärer Lösungen dominiert wird. Dazu kommt noch die Musikindustrie, doch dieses Fass will ich hier gar nicht öffnen. Denn anscheinend gibt es gewisse wolkige Bereiche,  in denen die Frage nach dem Eigentum nicht gestellt wird. Z.B. Wissenschaft:</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Und für die Wissenschaft gilt dasselbe. Nicht umsonst gibt es das Schlagwort vom Wissenskommunismus, das sich auf die Selbstverständlichkeit bezieht, mit der man in der Wissenschaft auf den Erkenntnissen anderer nicht nur aufbauen darf, sondern aufbauen soll. </em></p><p>Die Idee eines Wissenskommunismus, und sei es nur als wortkarg in den Raum gestelltes Schlagwort, wurde von <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_K._Merton">Robert Merton</a> erdacht. Auch bei ihm gibt es kein Eigentum, sondern „<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_K._Merton#Echte_und_unechte_Wissenschaft">echte und unechte Wissenschaft</a>“. Die laut Merton unechte, weil nationalsozialistisch finanzierte Raketenwissenschaft war allerdings ein paar Jahre später Grundlage der erfolgreichen Apollo-Programme. Doch nicht nur diese empirische Widerlegung spricht gegen die Idee eines Wissenskommunismus, denn die akademische Realität kann mit diesem Modell ebenfalls nicht suffizient erklärt werden. Vielmehr ist es doch so, dass Klassenstrukturen im akademischen Betrieb abgebildet werden. Das Wissenschaftsproletariat aus HiWis, Doktoranden, Post-Docs, Privatdozenten schafft doch erst den Erkenntnis-Mehrwert, den Professoren rund um den Globus repräsentieren und üblicherweise auch verkaufen müssen. Der ökonomische Druck wurde selbstverständlich auch an die Universitäten weitergegeben. Studiengebühren werden erhoben, das Urheberrecht zum Nachteil der Universitäten novelliert und <a
href="http://blogs.computerworlduk.com/open-enterprise/2011/02/submission-to-uk-independent-review-of-ip-and-growth/index.htm">Softwarepatente</a> erheben Anspruch auf grundlegende mathematische Methoden. Erbgut unterliegt international gestützten Lizensierungsansprüchen. Wie man hier die Fragen des sogenannten geistigen Eigentums nicht berücksichtigen kann, ist nicht nachvollziehbar.</p><p>Zumal gerade in diesem Punkt die Causa Guttenberg doch erst richtig interessant wird, weil die Fronten verschwimmen. Das Netz (eine unzulässige Verallgemeinerung, ich weiß) trägt akribisch einzelne Urheberrechtsverstöße zusammen und die bürgerliche Presse verlinkt auf improvisierte, anonyme Wikis. Eine Umkehrung der Verhältnisse, basierend auf Eigentumsvorstellungen des 18. &amp; 19. Jahrhunderts.</p><p>Der oben angesprochene Peer-Review-Prozess ist aus meiner Sicht kein idealisiertes, organisiertes Kolleg, sondern ein marktähnliches Geschehen. Forschungsergebnisse werden wie Produkte vorher auf ihre Markttauglichkeit getestet. Je mehr eine Studie sich an den Theorie-Marktführern orientiert, sprich sie zitiert, desto eher wird sie selbst marktfähig. Da ist das Streben nach Reputation keine Geistesstörung mehr, wie Christian Siefkes behauptet, sondern ökonomische Notwendigkeit. Eine weitaus plausiblere Erklärung, als die Unterstellung eines Massenwahns.</p><p>Einen weiteren, empirischen Beleg der Überlegenheit der rational-marxistischen Überlegung findet man in der Tatsache, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse niemals publiziert wird. Eine Tatsache, die unter dem Namen <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Publikationsbias"><em>publication bias</em></a> oder <a
href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/13/101213fa_fact_lehrer?currentPage=all"><em>decline effect</em></a> aktenkundig ist. Damit sind all jene Resultate gemeint, die nicht sinnvoll im Rahmen des herrschenden <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Samuel_Kuhn#Kuhns_Paradigmenbegriff">Paradigmas</a> erklärt werden können, oder diesem sogar direkt widersprechen. In den empirischen Wissenschaften dürfte das ungefähr einem Drittel der Ergebnisse entsprechen. Akademische Ausschussware, deren Marktfähigkeit unzureichend ist. Prototypen einer niemals erfolgten Massenproduktion.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Guttenberg zu verteidigen […], halte ich für ganz falsch.</em></p><p>Wer möchte dem widersprechen? Wer will KT verteidigen? Niemand. Absehbar. Aber die darüber hinausgehende Erkenntnis geht dieses mal an keimform vorbei, wird sogar mit Suggestivfragen und Ungenauigkeiten abgewehrt. Diese kognitive Regression kann ich nicht nachvollziehen und verbleibe mit Staunen über derartige Äußerungen.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/guttenberg-und-das-geistige-eigentum/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>plinks kw 8/11</title><link>http://principien.de/plinks-kw-811/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=plinks-kw-811</link> <comments>http://principien.de/plinks-kw-811/#comments</comments> <pubDate>Mon, 21 Feb 2011 02:55:13 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[PLinks]]></category> <category><![CDATA[Adhocracy]]></category> <category><![CDATA[AENEAS]]></category> <category><![CDATA[CCC]]></category> <category><![CDATA[EU]]></category> <category><![CDATA[Geistiges Eigentum]]></category> <category><![CDATA[Guttenberg]]></category> <category><![CDATA[Libyen]]></category> <category><![CDATA[Marx]]></category> <category><![CDATA[MEDA]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=5074</guid> <description><![CDATA[So, Berlinale ist vorbei, Hamburg hat gewählt; die Woche hätten wir dann auch wieder geschafft. Und was kommt nun? In Libyen gehts weiter rund. Wär schon schade, wenn der europäischen Buerokratie nach und nach die verlässlichen Despoten wegbrächen. Wo man gerade zig Millionen in Programme mit wohlklingenden Namen wie MEDA oder AENEAS investiert hatte, die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>So, <a
href="http://principien.de/berlinale-11-fazit/">Berlinale</a> ist vorbei, Hamburg hat <a
href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746664,00.html">gewählt</a>; die Woche hätten wir dann auch wieder geschafft. Und was kommt nun?</p><p>In <a
href="http://blog.fefe.de/?ts=b39f773d">Libyen</a> gehts weiter rund. Wär schon schade, wenn der europäischen Buerokratie nach und nach die verlässlichen Despoten wegbrächen. Wo man gerade zig Millionen in Programme mit wohlklingenden Namen wie <em><a
href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=ECA/09/18&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=en">MEDA</a> </em>oder <em><a
href="http://ec.europa.eu/europeaid/what/migration-asylum/documents/aeneas_2004_2006_overview_en.pdf">AENEAS</a></em> investiert hatte, die an libysche Empfänger übrigens hauptsächlich vom berlusconischen Außenministerium adressiert wurden.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>In the area of migration, the EC has financed a few projects, mostly implemented by the Italian Ministry of the Interior, the International Organisation for Migration and the UN High Commissioner for Refugees, using the successive thematic instruments (AENEAS and ‘Thematic Programme on Migration and Asylum’). All projects have been implemented to the satisfaction of Libyan beneficiaries.</em></p><p>Der letzte Satz zeigt, dass das Geld anscheinend gut angekommen ist. Doch auch die deutsche Außenpolitik hat dazu beigetragen, dass Gaddafis Mörderbanden effektiv und zeitnah einschreiten können, wenn auch durch eher praktische <a
href="http://blog.fefe.de/?ts=b39fa843">Entwicklungshilfe</a>.<span
id="more-5074"></span></p><p>Dabei ist die deutsche Politik doch selbst auf Hilfe angewiesen. <a
href="http://www.netzpolitik.org/2011/ccc-bietet-bundestag-finanzierung-von-adhocracy-an/">Meint</a> zumindest der CCC und bietet dem deutschen Bundestag die Bereitstellung und, falls nötig, die Finanzierung einer Beteiligungsplattform an.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Wir erachten aber die elektronischen Bürgerbeteiligung als so wichtig, dass der CCC im Zweifel die Rechnung für eine den esoterischen Bürokratieprozeduren der Bundestagsverwaltung entsprechende Variante übernehmen wird.</em></p><p>Tja, wer hilft wem? Die <a
href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Netzgemeinde</a> wird weiterhin der Universität Bayreuth helfen, Duplikate in des Verteidigungsministers Dissertationsschrift zu entdecken. Das Stehlen geistigen Eigentums ist momentan der lauteste Vorwurf. Wie das materielle <a
href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/baron_karl-theodor_zu_guttenberg_1.3301769.html">Vermögen </a>von geschätzt 600 Millionen Euro der Guttenbergs zustande gekommen ist, wird da wohl keinen interessieren, obwohl dieses Adelsgeschlecht schon <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guttenberg_%28Adelsgeschlecht%29#Zerst.C3.B6rung_der_Burgen_1523">Raubrittern</a> half und den deutschen Bauernkrieg mit aller Härte führte.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em>Es kam den Herrschenden darauf an, das Volk so einzuschüchtern, dass es sich niemals wieder gegen sie erheben würde. Und es waren — neben dem Truchseß von Waldburg, der zum Lohn für die Rettung des Herrschaftssystems in den Grafenstand erhoben und dessen Grundbesitz durch eingezogenes Bauernland gewaltig vergrößert wurde — vor allem diejenigen Adligen, die sich anfangs am meisten vor den Bauern und Stadtarmen gedemütigt hatten, um möglichst viel von ihrer Herrlichkeit zu retten, welche nun durch äußerste Härte ihre frühere Haltung vergessen machen wollten: Zu ihnen gehörten die Grafen von Löwenstein, von Oettingen und von Hohenlohe, die Herren von Guttenberg sowie der Schenk von Erbach, der für sein wackeres &gt;Strafen&lt; der Bauern bald auch Graf wurde.</em></p><p><a
href="http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm#S742">Ursprüngliche Akkumulation</a>, ick hör dir trapsen. Naa, ist auf jeden Fall <a
href="http://principien.de/lob-des-plagiats-teil-2/">besser</a>, überschüssige geistige Energie auf den Nachweis der multiplen Urheberrechtsverletzung in einer beliebig ausgewählten Dissertation zu verwenden. Da bin ich mir sicher</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/plinks-kw-811/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Lob des Plagiats — Teil 2</title><link>http://principien.de/lob-des-plagiats-teil-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=lob-des-plagiats-teil-2</link> <comments>http://principien.de/lob-des-plagiats-teil-2/#comments</comments> <pubDate>Sat, 19 Feb 2011 04:16:17 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Juristerei]]></category> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[Medien]]></category> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Geistiges Eigentum]]></category> <category><![CDATA[Guttenberg]]></category> <category><![CDATA[KT]]></category> <category><![CDATA[Lob]]></category> <category><![CDATA[Plagiat]]></category> <category><![CDATA[Urheberrecht]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=5017</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/lob-des-plagiats-teil-2/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://3.bp.blogspot.com/_q_GYPCLdB0c/S5oZNZrdWkI/AAAAAAAAAHg/jegFLB0nAUU/s640/bd28breit.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Wie nennt man eigentlich eine Person, deren hauptsächliche und/oder erwerbliche Arbeit darin bestünde, zu plagiieren, was das Zeug hält. Plagiant? Plagitator? Plagiker? Der Vorfwurf, der momentan an den Verteidigungsminister gerichtet wird, er hätte gemogelt, wie es etwa Spiegel Online mit der Überschrift „Guttenbergs Schummelpassagen im Überblick“ anbietet, oder die Süddeutsche mit einem „Man kann auch [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wie nennt man eigentlich eine Person, deren hauptsächliche und/oder erwerbliche Arbeit darin bestünde, zu plagiieren, was das Zeug hält. Plagiant? Plagitator? Plagiker? Der Vorfwurf, der momentan an den Verteidigungsminister gerichtet wird, er hätte gemogelt, wie es etwa <a
href="http://www.spiegel.de/flash/0,,25296,00.html">Spiegel Online</a> mit der Überschrift „Guttenbergs Schummelpassagen im Überblick“ anbietet, oder die Süddeutsche mit einem „Man kann auch über Fußnoten stolpern“ des Rechthabers <a
href="http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwurf-gegen-guttenberg-ueber-fussnoten-stolpern-1.1062163">Prantl </a>sekundiert, offenbart ein nahezu anachronistisches Verständnis von Urheberschaft und Originalität. Dass diesem Verständnis vor allem in großen Teilen der Konservativen in hohem Maße entgegengebracht wird, ist für Guttenberg das eigentliche Problem. Autoritäts– und Wissenschaftshörig, wie es in solchen Millieus zugeht, wäre eine Aberkennung des Dr. jur. für den Baron der GAU.</p><p>Es stört aber an der derzeitigen Berichterstattung mich vor allem, dass hier ein Einzelner medial geprügelt wird, wobei der Anlass, tagtäglich wiederholt, in abertausend anderen Fällen überhaupt niemals diskutiert wird. Die g’schlamperte Diss ist doch mitnichten der Einzelfall, sondern System im deutschen Hochschulwesen. Das mag bei den Naturwissenschaften nochmal anders sein — bei einer kulturwissenschaftlichen Arbeit über Verfassung und Verfassungsvertrag in den USA und der EU wird man doch im Gegenteil erwarten dürfen, dass der Autor die aktuellen Debatten berücksichtigt und einarbeitet. Klar, die muss man nicht als eigene Gedanken ausgeben, aber, Hand aufs Herz, wen scherts? Der Großteil solcher Werke verstaubt ungelesen in den Archiven der Universitätsbibliotheken.</p><p><a
href="http://3.bp.blogspot.com/_q_GYPCLdB0c/S5oZNZrdWkI/AAAAAAAAAHg/jegFLB0nAUU/s1600-h/bd28breit.jpg"><img
class="aligncenter" src="http://3.bp.blogspot.com/_q_GYPCLdB0c/S5oZNZrdWkI/AAAAAAAAAHg/jegFLB0nAUU/s640/bd28breit.jpg" alt="" width="640" height="302" /></a><span
id="more-5017"></span></p><p>Und so geht es nicht nur den Juristen, sondern auch Ärzten, Lehrern, Wirtschaftswissenschaftlern, ja eigentlich allen, die den wissenschaftlichen Betrieb besichtigen, um eine vernünftige Ausbildung zu erhalten. Dass diese Ausbildung nicht gefruchtet hat, und der Beschuldigte selbst in der Einleitung kopiert hat, desavouiert ihn doch nur umso mehr vor seiner bürgerlichen Clique. Jeder vernünftige Mensch hätte exakt diesen Teil gewählt, um seine Gedanken, ja um seinen Erfolg zu zelebrieren, der mit dem Erreichen eines solchen akademischen Grades verbunden ist.</p><p>In Vergessenheit gerät dabei, dass Karl-Theodor ein Produkt des Systems ist, welches nicht völlig inkompetenten Söhnen guter Häuser offen steht. Ein System, dass eben genau derartige Promotionen hervorbringt. Der persönliche Vorwurf greift zu kurz, denn wenn sich jemand an die Regeln des Systems stets getreu hielt, dann doch unser Mann für Afghanistan. Und trotzdem hat ihn all das konforme Verhalten nicht weiter gebracht. Als Wissenschaftler nicht, als Politiker nicht — und als Mensch ebenso wenig, denn manche Dinge ändern sich eben doch nicht: Die Definition und die besondere Schutzwürdigkeit des Eigentums, ob geistig oder materiell. Hier ist nun ersteres betroffen, denn Diebstahl im Sinne des Urheberrechts lautet <del
datetime="2011-02-19T04:47:27+00:00">der Vorwurf</del> das Urteil, mitnichten ein Kavaliersdelikt. Fragen des Besitzes stehen in diesem System nunmal durch den verfassungsgemäßen Schutz an oberster Stelle, selbst wenn es den normalen Meinungsaustausch erheblich behindert. Haben die Autoren, deren unersetzlicher, kreativer Beitrag abgekupfert wurde, ihrerseits auch die gültigen Zitierregeln beachtet, oder das Urheberrecht? Wurde ihr Diskursbeitrag um eine einzige Zeile geschmälert? Und können sie diese Fragen, gnothi seauton, überhaupt beantworten? Welches legislativ kundige Element in ihrem Hirn mag sie dazu gebracht haben, gebrauchte, gebräuchliche Worte zu verwenden? Schreibt etwa Schirrmacher über Dinge, von denen er vorher bereits Kenntnis hatte? Moment mal… welche Fiktion wird denn hier gerade gebrochen? Reden wir darüber, dass ein einmalig niedergeschriebener Gedanke anschließen niemals erneut zu Papier gebracht werden kann, wenn selbst alltagssprachliche <a
href="http://blog.fefe.de/?ts=b3a06414">Akronyme</a> als Marke schützbar, und Rechtsansprüche daraus ableitbar sind? Besitz ist das Verhältnis zwischen Menschen, hat Trotzki behauptet, und man ist sehr geneigt, ihm Recht zu geben.</p><p>Sollte die Presse wirklich jede Dissertation, und sei es nur jede dem Doktor der Juristerei geschuldete, nachträglich so begleiten, dann täte sie gut daran, ihre eigenen akademischen Meriten unter die Lupe zu nehmen. Wie ist es denn um die geistigen Eigentumsverhältnisse der Redakteure… nein, lassen wir das, es würde den Rahmen sprengen. Deswegen schießt man sich lieber auf ein Individuum ein. Und darin, hohej!, ein bigotter Verbündeter, hat die sogenannte Netzgemeinde eine Übung. Man weidet sich gemeinsam am Schicksal des Herrschenden. Volksgericht, anyone? Minütlich werden neue Plagiarismen gefunden, die eigene Urheberschaft wird indes nie in Zweifel gezogen. Warum auch, wenn man in der Lage ist, den Prügelknaben selbst zu bestimmen.</p><p>Dass jetzt gerade das deutsche <a
href="http://www.netzpolitik.org/2011/remix-bilder-von-zu-guttenberg/">Netz</a>, das sich in der Vergangenheit immer für ein gelockertes Urheberrecht stark gemacht hat, <a
href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate">akribisch</a> nach weiteren Verfehlungen sucht, irritiert dann doch ein wenig. Alle gegen einen, Original gegen Kopie. Die Liebe zur Hatz hat sich stärker eingeprägt, als die einstmals progressiven Vorstellungen vom geistigen Eigentum. Daher seien hier noch einmal nachdrücklich die Worte Godards in Erinnerung gerufen:<br
/> <em>It’s not where you take things from — it’s where you take them to.</em> Es gibt kein Original, nur <a
href="http://principien.de/lob-des-plagiats/">Principien</a>.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/lob-des-plagiats-teil-2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Pornpiraten</title><link>http://principien.de/pornpiraten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pornpiraten</link> <comments>http://principien.de/pornpiraten/#comments</comments> <pubDate>Sat, 05 Feb 2011 02:25:36 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Juristerei]]></category> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Dieter Gorny]]></category> <category><![CDATA[Evan Stone]]></category> <category><![CDATA[Filesharing]]></category> <category><![CDATA[John Steel]]></category> <category><![CDATA[P2P]]></category> <category><![CDATA[Porno]]></category> <category><![CDATA[USA]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4894</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/pornpiraten/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://static.arstechnica.com/02-02-2011/publicbt_tracker.png" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Erinnert sich noch jemand an Napster? Oder an eDonkey? Diese Zeit, als man die freigegebenen Ordner wildfremder Menschen auf der ganzen Welt nach unbekannter Musik durchsuchen konnte? Man könnte fast nostalgisch werden, wenn man an heutige nahezu anonyme Riesentorrents denkt. In den Pirate Bay-Top100 machen aktuelle Alben gerade einmal zehn Prozent aus, und auch global [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Erinnert sich noch jemand an Napster? Oder an eDonkey? Diese Zeit, als man die freigegebenen Ordner wildfremder Menschen auf der ganzen Welt nach unbekannter Musik durchsuchen konnte? Man könnte fast nostalgisch werden, wenn man an heutige nahezu anonyme Riesentorrents denkt. In den <a
href="http://thepiratebay.org/top/all">Pirate Bay-Top100</a> machen aktuelle Alben gerade einmal zehn Prozent aus, und auch global ist der Audiotausch illegaler Natur via P2P-Netzwerke in den letzten Jahren zugunsten der Videonachfrage abgesunken, wenn man der von NBC in Auftrag gegebenen <a
href="http://documents.envisional.com/docs/Envisional-Internet_Usage-Jan2011.pdf">Studie</a> der Firma Envisional glauben darf.<br
/> <a
href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/02/where-have-all-the-music-pirates-gone.ars?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss"><img
class="aligncenter" src="http://static.arstechnica.com/02-02-2011/publicbt_tracker.png" alt="" width="500" /></a><span
id="more-4894"></span><br
/> Das hindert Dieter Gorny allerdings nicht, gebetsmühlenartig seine Forderung nach einer Internetsperre für „Web– oder Musikpiraten“ zu fordern, was regelmäßig schmerzhaft zu vermeidbaren Allegorien führt.</p><blockquote><p>Ich sage immer: Leute, wenn ihr bei Rot über die Ampel fahrt oder betrunken seid, dann seid ihr doch auch Euren Führerschein los.</p></blockquote><p>Sowas bringt einen immerhin in die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Kann man sich ja mal merken, falls die restlichen Lebensentwürfe nach und nach ausfallen. Doch wenden wir unser Antlitz vom fetten Philisterlächeln des Musikmanagers ab, und der oben gezeigten Grafik wieder zu. Die unmittelbare Folge des gestiegenen Erotikfilmangebots über Bittorrent ist eine erwartbar verstärkte Klageaktivität. Interessant wird es jedoch eigentlich erst, wenn sich ein seriöser Anwalt mit ebenso seriösen Richtern darüber im Saal streiten muss. Wenn dieser Anwalt Mandanten vertritt, deren Produkte so herzhafte Namen tragen wie „Meat my Ass“ oder „Mommy blows best“, zu deutsch wohl treffend übersetzt mit „Mutti bläst am besten“. Das ist natürlich unangenehm, zumal man in den Vereinigten Staaten immer dort klagen muss, wo der jeweils Beschuldigte seinen Wohnsitz hat. Dieserart direkter, juristischer Kontakt mit Dorfrichtern ist den serösen Anwälten natürlich unangenehm. Da kann mal schon mal auf unorthodoxe Ideen kommen.</p><p>So hat <a
href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/02/reverse-class-action-its-the-latest-tactic-in-the-p2p-wars.ars?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss">John Steel</a> bspw. die umgedrehte Massenklage erfunden, mit der man, seiner Meinung nach, massenhaft Leute an einem Ort verklagen kann, indem man einfach alle Personen, die „Melanie Rios — Stuffed Petite“ heruntergeladen haben, zu einer juristischen Klasse zusammenfasst, welche von einem Gericht berureilt werden kann. Ein sehr innovativer Ansatz in den USA. Man kann den Kontakt mit Richtern aber auch vermeiden, indem man sie erst gar nicht mehr um Erlaubnis fragt, ob man an die Kabelnetzwerke schreiben darf, dass man gerne eine Handvoll IP-Adressen vermeidlicher Filesharer hätte. Diesmal geht es um den Porno „Der gute Onkel“, Kläger ist der Deutsche Mick Haig, sein texanischer Anwalt heißt, wie könnte es anders sein, <a
href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/02/lawyers-cant-handle-opposition-give-up-on-p2p-porn-lawsuit.ars?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss">Evan Stone</a>. Im weiteren hat dann z.B. Comcast einen Brief an den entsprechenden User gesandt, dessen Frau allerdings in diesem einen Fall zuerst am Briefkasten war. Die ehelichen Diskussionen überlasse ich hier getrost der Phantasie. Glücklicherweise ist der Fall ist zufälligerweise in die Blicke der Electronic Frountier Foundation, kurz EFF, geraten, so dass wir aktenentnehmend zitieren können:</p><blockquote><p>Rather than choosing competent local counsel experienced in intellectual property law, the Court appointed a trio of attorneys renowned for defending Internet piracy and renowned for their general disregard for intellectual property law.</p></blockquote><p>Da ist keine Eigenwerbung, sondern eine Beschwerde von Evan Stone der mit seinesgleichen jedoch bald vor größeren Problemen stehen könnte, denn mitlerweile haben die Kabelbetreiber überhaupt keine Lust mehr auf solche juristischen Spirenzchen. Das musste jetzt die in New York ansässige Anwaltskanzlei <em>Foley &amp; Lardner</em> <a
href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2011/02/big-cable-getting-fed-up-with-endless-p2p-porn-subpoenas.ars?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=rss">erfahren</a>, die eigentlich nur das Produkt „Anal Fanatic“ juristisch vertrat. Da hat der zuständige Richter erstmal Bescheid gesagt, dass er die gesamte Angelegenheit für Quatsch hielte, womit er der Kanzlei eine mündliche Absage erteilte. Und eigentlich sind die nur vors Gericht gegangen, weil sie sich nicht mit Comcast, dem Netzbetreiber, einigen konnten, wieviele IP-Adressen für wieviel Kohle nachzuschauen sind.</p><p>Während die Anwälte in den USA den Einzelnen in ruinöse und undurchsichtige Prozessorgien führen können, muss in Deutschland der juristische Doppelboden erst noch hergerichtet werden, weswegen das Hauptaugenmerk auf der politischer Lobbyarbeit zur Einrichtung einer Three-Strikes-Regelung nach französischem Vorbild ruhen dürfte. Da muss man noch zum groben Keil greifend <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kreativwirtschaft-fordert-besseren-Urheberrechtsschutz-im-Internet-986659.html">erzählen</a>, dass im Bereich Musik, Film und TV-Serien durch „Piraterie“ im Internet und analogen Medien rund 10 Milliarden Euro und über 195.000 Arbeitsplätze verloren gehen, und wenn sich politisch und am Verhalten der Internetnutzer nichts ändert, kann dies 2015 im schlimmsten Szenario selbst bei einer sehr konservativen Schätzung zu Mindereinnahmen von 56 Milliarden Euro und 1,2 Millionen weniger Jobs führen. Alternativ kann man auch merkbefreit weiter schwadronieren:</p><blockquote><p>Für den Bundesverband Musikindustrie forderte Dieter Gorny eine neue Wertschätzung der Inhalte und ihrer Produzenten. Der Kern der Kreativität stecke auch im Internet in der Leistung Einzelner, „nicht in der Durchschnittsmeinung“ mysteriöser Schwarmintelligenzen. Andernfalls ginge die kulturelle Vielfalt und damit etwa auch das „Profil von Ballungsräumen“ verloren.</p></blockquote><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/pornpiraten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 19 (Eisenstaedt, 1945)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-19-eisenstaedt-1945/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-19-eisenstaedt-1945</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-19-eisenstaedt-1945/#comments</comments> <pubDate>Sun, 19 Dec 2010 13:04:27 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[Alfred Eisenstaedt]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[New York]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4749</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-19-eisenstaedt-1945/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://4.bp.blogspot.com/_9CwLw9kpS5E/TCLjuf0SJTI/AAAAAAAACg8/42IxOWMfYWw/s1600/Vj_day_kiss.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>  ℘]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Eisenstaedt"><img
class="aligncenter" src="http://4.bp.blogspot.com/_9CwLw9kpS5E/TCLjuf0SJTI/AAAAAAAACg8/42IxOWMfYWw/s1600/Vj_day_kiss.jpg" alt="" width="600" height="895" /></a></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-19-eisenstaedt-1945/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 18 (Feininger, 1941)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-18-feininger-1941/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-18-feininger-1941</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-18-feininger-1941/#comments</comments> <pubDate>Sat, 18 Dec 2010 01:52:11 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[Andreas Feininger]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Fototechnik]]></category> <category><![CDATA[Motivlehre]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4737</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-18-feininger-1941/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/8d/34/d5/9254101.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Lower Manhattan, New York, 1941. Andreas Feininger, der Sohn des Malers Lyonel Feininger begann bereits in den zwanziger Jahren zu fotografieren. Vorher hatte er am Bauhaus in Weimar – sein Vater war hier Lehrer – eine Ausbildung zum Kunsttischler absolviert. Dann studierte er Architektur an den Bauschulen in Weimar und Zerbst. Feininger wurde Architekt, arbeitete [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Feininger"><img
class="aligncenter" src="http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/8d/34/d5/9254101.jpg" alt="" width="600" height="507" /></a></p><h3 style="text-align: center;">Lower Manhattan, New York, 1941.</h3><p>Andreas Feininger, der Sohn des Malers <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyonel_Feininger">Lyonel Feininger</a> begann bereits in den zwanziger Jahren zu fotografieren. Vorher hatte er am Bauhaus in Weimar – sein Vater war hier Lehrer – eine Ausbildung zum Kunsttischler absolviert. Dann studierte er Architektur an den Bauschulen in Weimar und Zerbst. Feininger wurde Architekt, arbeitete in Hamburg und Dessau, später im Büro Le Corbusier in Paris. 1933 ging er mit seiner späteren Ehefrau Gertrud Hägg nach Stockholm, dann emigrierte die Familie in die USA – Feininger begann als Fotoreporter bei „Life“. Feiningers bekannteste Fotos entstanden unter Verwendung von Fachkameras mit Teleobjektiven mit sehr langer Brennweite, <a
href="http://www.stern.de/fotografie/andreas-feininger-der-tueftler-mit-der-kamera-578815.html">die er teilweise selbst baute</a>. Auf diese Weise konnte er großen Abstand von seinen Motiven halten und die tatsächlichen Größenverhältnisse darstellen, was ihm auf beeindruckende Weise immer wieder gelang, und viele seiner bildsprachlich brillanten Fotos, vor allem jene der neuen Heimatstadt New York City wurden weltberühmt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten seine mit analytischer Schärfe durchkomponierten Makroaufnahmen von Naturdetails. Der Autodidakt Feininger legte später eine Reihe von Lehrbüchern zur fotografischen Komposition und zur Fototechnik vor, die sich zu Standardwerken entwickelten. Wichtigste Voraussetzung für gute Fotos war für ihn das wahrhaftige Interesse des Fotografen an seinem Motiv.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-18-feininger-1941/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 16 (Renger-Patzsch, 1936)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-16-renger-patzsch-1936/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-16-renger-patzsch-1936</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-16-renger-patzsch-1936/#comments</comments> <pubDate>Wed, 15 Dec 2010 23:08:54 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[Albert Renger-Patzsch]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Fotorealismus]]></category> <category><![CDATA[Neue Sachlichkeit]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4724</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-16-renger-patzsch-1936/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.berinson.de/berinson_neu/cms/upload/kuenstler/renger-patzsch/Renger-Patzsch_Landstrae_2.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>„Das Geheimnis einer guten Photographie … beruht in ihrem Realismus.“ Neben dem bereits vorgestern vorgestellten August Sander, ist auch Albert Renger-Patzsch einer, wenn nicht sogar der Hauptakteur der „Neuen Sachlichkeit“, einer vor allem in Deutschland geprägten dokumentarisch-realistischen Strömung in Fotografie und Film. Renger-Patzsch wendet sich gegen das Konstruieren und Montieren, wie es beim Bauhaus geschieht, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Renger-Patzsch"><img
class="aligncenter" src="http://www.berinson.de/berinson_neu/cms/upload/kuenstler/renger-patzsch/Renger-Patzsch_Landstrae_2.jpg" alt="" width="600" height="432" /></a></p><h3 style="text-align: center;">„Das Geheimnis einer guten Photographie … beruht in ihrem Realismus.“</h3><p>Neben dem bereits <a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-14-sander-1930/">vorgestern</a> vorgestellten August Sander, ist auch Albert Renger-Patzsch einer, wenn nicht sogar der Hauptakteur der <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Fotografie%29">„Neuen Sachlichkeit“</a>, einer vor allem in Deutschland geprägten dokumentarisch-realistischen Strömung in Fotografie und Film. Renger-Patzsch wendet sich gegen das Konstruieren und Montieren, wie es beim Bauhaus geschieht, ebenso wie gegen alle Formen des Piktoralismus sowie des Surrealismus. Damit steht er konträr zu seinen zeitgenössischen Kollegen Man Ray und Moholy-Nagy, denn ihm geht es gerade nicht um fotografische Effekte, sondern um Effektvermeidung. Fotografie ist das visuell geleitete, epistemische Interesse, eine quasi <em>wissenschaftliche</em> Fotografie mit dem Anspruch der Dokumentation.<span
id="more-4724"></span></p><p>Und doch bleibt es erstaunlich, dass Albert Renger-Patzsch an den hitzig  geführten ästhetischen Debatten seiner Zeit publizistisch kaum aktiv  Anteil nahm. Denn so kompromisslos der Fotograf fortlaufend an einer  Bildsprache der Moderne formulierte, so wortkarg und beiläufig scheint  jene literarische Produktion zu sein, an der Renger-Patzsch im Lauf von  mehr als vier Jahrzehnten mehr nebenher schrieb. Meist sind es zufällige  äußere Anstöße, die den Fotografen eher zum Schreiben drängen als  einladen: hier ein kurzer Zeitschriftenkommentar, dort die Teilnahme an  einer Umfrage; und mit zunehmendem Erfolg stellen sich schließlich auch  kurze Ansprachen und einige wenige ausgearbeitete Vorträge ein. Das Bild unterlegende Zitat entstammt dem Essay „Ziele“ aus dem Sammelband „<span
class="smallcaps">Die Freude am Gegenstand</span>“, der heuer im Verlag <a
href="http://www.fink.de/katalog/titel/978-3-7705-4873-6.html">Wilhelm Fink</a> erschienen ist.</p><p>Dennoch ist sein nachhaltiger Einfluss auf die Entwicklung der Fotografie nicht zu leugnen, sieht man doch im Foto der Landstraße mit dem neutralen Himmel und der reduzierten Gestaltung die seriell-minimalistischen, schwarz-weißen Industrieanlagen der Bechers durchscheinen, die wenige Jahre nach dem Tod Renger-Patzschs mit ihren ersten internationalen Ausstellungen Erfolg hatten.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-16-renger-patzsch-1936/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 15 (Salomon, 1931)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-15-salomon-1931/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-15-salomon-1931</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-15-salomon-1931/#comments</comments> <pubDate>Wed, 15 Dec 2010 12:34:04 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[Aristide Briand]]></category> <category><![CDATA[Auschwitz]]></category> <category><![CDATA[Bildjournalismus]]></category> <category><![CDATA[Erich Salomon]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Völkerbund]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4702</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-15-salomon-1931/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.fotomuseum.ch/presse/0512_Salomon/06.AristideBriand.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>„Ah! Le voilà! Le roi des indiscrets!“ Im Jahr 1928 begann die „Berliner Illustrirte Zeitung“, ungewöhnlich lebendige Schnappschüsse von den Mächtigen der Welt zu veröffentlichen. Die Politiker, die bis dahin immer mit ernsten und reservierten Mienen am Konferenztisch dargestellt wurden, erschienen plötzlich als menschliche Wesen, die Witze machten, gähnten, dösten und beim Essen plauderten. Der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter" src="http://www.fotomuseum.ch/presse/0512_Salomon/06.AristideBriand.jpg" alt="" width="600" height="454" /></p><h3 style="text-align: center;">„Ah! Le voilà! Le roi des indiscrets!“</h3><p>Im Jahr 1928 begann die „Berliner Illustrirte Zeitung“, ungewöhnlich lebendige Schnappschüsse von den Mächtigen der Welt zu veröffentlichen. Die Politiker, die bis dahin immer mit ernsten und reservierten Mienen am Konferenztisch dargestellt wurden, erschienen plötzlich als menschliche Wesen, die Witze machten, gähnten, dösten und beim Essen plauderten. Der Fotograf, der für diese kleine Revolution verantwortlich war, hieß Erich Salomon. Der promovierte Jurist war mehr oder weniger aus Zufall Fotograf geworden, doch schon bald sollte sich durch ihn die Art der Bildberichterstattung von Grund auf ändern. Seine Bilder wurden in der ganzen Welt publiziert und er erfand für seinen Beruf die Bezeichnung „Bildjournalist“.</p><p>Erich Salomons wohl berühmteste Aufnahme entstand 1931 bei einem Empfang im Pariser Quai d’Orsay. Fotografen waren nicht zugelassen, aber der französische Außenminister Aristide Briand wettete, dass einer trotzdem da sein würde. Als er Salomon sah, triumphierte er: „Ah, le voilà! Le roi des indiscrets!“ Der Beginn einer bis heute existierenden Ambivalenz der Upper-Class zur Öffentlichkeit; besser bekannt unter dem Titel: sehen und gesehen werden. Denn der gleiche französische Außenminister, der den Fotografen als König der Indiskretionen schmähte, wird mit auch mit den Worten „Was ist schon eine internationale Konferenz, wenn Salomon nicht dabei ist …“ zitiert.<span
id="more-4702"></span></p><p>Um es zu einer solch zweifelhaften Reputation zu bringen, musste Erich Salomon einiges an technischer Rafinesse aufwenden, damit ihm seine berühmten Schnappschüsse gelangen. Wenige Monate nach seinen ersten fotografischen Erfahrungen erwarb er eine Ermanox-Kamera. Das war ein neu entwickeltes, relativ kleines, nach damaligen Maßstäben äußerst lichtstarkes Gerät (Objektiv f 1:2, Schlitzverschluss 1/20–1/1000 sec). Es erlaubte Momentaufnahmen auch bei schwachem Licht, Fotos in Innenräumen ohne Stativ und Blitzlicht. Verwendet wurden Glasplatten von 4,5 × 6 cm in Einzelkassetten, von denen man problemlos eine größere Anzahl bei sich tragen konnte. 1930 kam eine Leica hinzu – noch leichter und unauffälliger als die Ermanox. Zudem entwickelte Salomon einiges Zubehör, um seine Kameras notfalls zu verbergen: ein manipuliertes Hörgerät, einen großen, schwarzen Verband für einen scheinbar gebrochenen Arm, ausgehöhlte Bücher und einige Diplomatenköfferchen mit zweckdienlichen Öffnungen.</p><p>Nach seinen ersten Erfolgen als Fotoreporter löste Salomon die feste Verbindung zu Ullstein, um als unabhängiger Fotoreporter zu arbeiten. Nach kurzer Zeit war er ein Star unter seinen Berufskollegen, seine Bilder erschienen in vielen deutschen und internationalen Blättern; er war einer der ersten, die ihre veröffentlichten Fotos namentlich zeichneten. In fünf Jahren lieferte er etwa 350 Reportagen, meist Aufnahmen von internationalen Konferenzen und aus den gesellschaftlichen Zentren der Weimarer Republik, Westeuropas und der USA.</p><p>Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war er 1933 gezwungen, Deutschland zu verlassen. Er floh nach Holland, dem Heimatland seiner Frau, und setzte seine Arbeit von dort aus mit eingeschränktem Wirkungskreis fort. 1940 überfielen und besetzten die Nazis das Land. In Den Haag wurde er denunziert, verhaftet und mit seiner Frau und dem jüngeren Sohn zuerst in das KZ Theresienstadt, dann nach Auschwitz verschleppt. Dort wurden Erich Salomon und seine Familie 1944 ermordet (nach Unterlagen des Roten Kreuzes wahrscheinlich am 7. Juli 1944).</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-15-salomon-1931/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 14 (Sander, 1930)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-14-sander-1930/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-14-sander-1930</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-14-sander-1930/#comments</comments> <pubDate>Tue, 14 Dec 2010 22:44:05 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[August Sander]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Fotorealismus]]></category> <category><![CDATA[Menschen des 20. Jahrhunderts]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4680</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-14-sander-1930/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.borisseewald.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/bildanalyse-gros.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Borisseewald" /></a>Das Schwarz-Weiß-Foto „Blinde Kinder beim Unterricht” um 1930 von August Sander (geb. 1876 in Herdorf an der Heller, gest. 1964 in Köln) stammt aus dem Werk „Menschen des 20. Jahrhunderts”, welches ein weites Spektrum von Künstlerportraits und den damaligen Gesellschafts– und Berufsgruppen mit scharfer Beobachtungsgabe und psychologischem Einfühlungsvermögen auf rund 600 Aufnahmen festhält. Als der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: left;"><a
href="http://www.borisseewald.de/blog/2008/05/bildanalyse-blinde-kinder-beim-unterricht/"><img
class="aligncenter" title="Borisseewald" src="http://www.borisseewald.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/bildanalyse-gros.jpg" alt="" width="500" /></a><br
/> Das Schwarz-Weiß-Foto „Blinde Kinder beim Unterricht” um 1930 von <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/August_Sander">August Sander</a> (geb. 1876 in Herdorf an der Heller, gest. 1964 in Köln) stammt aus dem Werk <a
href="http://www.amazon.de/Menschen-20-Jahrhunderts-August-Sander/dp/3888140420">„Menschen des 20. Jahrhunderts”</a>, welches ein weites Spektrum von Künstlerportraits und den damaligen Gesellschafts– und Berufsgruppen mit scharfer Beobachtungsgabe und psychologischem Einfühlungsvermögen auf rund 600 Aufnahmen festhält. Als der Fotograf in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann, an einer umfangreichen Porträtserie zu arbeiten, konnte er nicht ahnen, daß ihn dieses Projekt sein ganzes Leben lang beschäftigen würde. Doch trotz aller Anstrengungen, zum Abschluß konnte er es nicht bringen: „Menschen des 20. Jahrhunderts“ blieb ein unvollendetes Werk. Das Portraitwerk, für das Sanders Konzept sieben Gruppen mit insgesamt über 45 Bildmappen vorsah, die sich inhaltlich an den verschiedenen Gesellschafts– und Berufsgruppen orientieren, wird unter den vom Fotografen vergebenen Gruppentiteln in seiner ganzen Bandbreite gezeigt: Der Bauer, Der Handwerker, Die Frau, Die Stände, Die Künstler, Die Großstadt und Die letzten Menschen – eine Gruppe, die an anderer Stelle von Sander als Alter, Krankheit und Tod bezeichnet wurde und damit die Bedeutung der Aufnahmen nochmals klarer fasst.<span
id="more-4680"></span></p><p>Aus jenem letzten Band stammt das Bild der drei blinden Mädchen. Sander spielt hier mit einem Absurdum. Ein visuelles Medium bildet blinde Kinder ab, welche keinen Zugang zu diesem Erfahrungsschatz bzw. Kommunikationsmedium haben und nie haben werden. Wäre nicht das Hinweisschild an der Fassade, so würden wir wie die blinden Kinder die Wasseranlage höchstwahrscheinlich nicht sehen bzw. erkennen. Nur durch das Sehen des Schildes haben wir die Information, dass sich diese 55 cm von der Fassade entfernt befindet. Hier wird uns „vor Augen geführt”, was diesen Kindern vorenthalten bleibt.</p><p>Durch das Sehen der Kleider sind wir in der Lage, den Unterschied der Gesellschaftsschichten zu erkennen. Wir können keine Bücher in Braille lesen, doch alleine durch das Sehen der Bücher können wir vermuten, dass das blinde Mädchen in der Mitte ein wahrscheinlich anspruchsvolleres Buch als die beiden anderen „liest”, da dieses vom Format kleiner, aber dicker ist und dies unseren sehenden Erfahrungen von Büchern entspricht. Durch die Bildgestaltung werden unsere Blicke auf das Mädchen aus der oberen Gesellschaftsschicht gelenkt. Sie steht „positiver” im Lichte. Die gehobene Kopfhaltung und ihre Augen auf der Höhe der Hinterköpfe der anderen symbolisieren ihren höheren Bildungsgrad. Gerade in den 30er Jahren gab es enorme gesellschaftliche Unterschiede, und wie in diesem Bild waren diese allein durch das Sehen erkennbar. Diese Mädchen haben durch ihre Behinderung keinen Zugang zu diesem Erkennungsmerkmal. Wir als Sehende sind oft durch das Schauen von Vorurteilen geprägt: eine Behinderung, von der die blinden Kinder nicht betroffen sind.</p><p>Dem Wesen und Werden der Fotografie hatte August Sander in seiner insgesamt rund 70jährigen Tätigkeit beinahe in jeder Beziehung – sei es hinsichtlich der Technik, der Wahl oder Komposition eines Motivs oder in Bezug auf die Verwendung und Kontextgebung – nachgeforscht. Sein Werk zeugt von einer tiefen Auseinandersetzung, die den Fotographen zu einer klar definierten Form im Umgang mit seinem Medium führte, die er als exakte Fotografie zu bezeichnen pflegte, deren Ursprung in den Anfängen der Fotografie liegt und in absoluter Naturtreue ein Bild seiner Zeit zu geben sucht. Mehr noch sollte daraus resultieren: ein einzigartiges Werk von weitreichender kunst– und kulturhistorischer Dimension mit Vorbildfunktion, wie wir iim weiteren Verlauf des Adventskalenders noch sehen werden.</p><p>Die weltweit größte Sammlung zum Werk des 1964 in Köln verstorbenen Fotografen befindet sich heute mit unter anderem über 4.500 Originalabzügen und rund 11.000 Originalnegativen in der Fotografischen Sammlung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Köln und wird der Öffentlichkeit kontinuierlich in Form von Publikationen und Ausstellungen vorgestellt.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-14-sander-1930/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 8 (Muybridge 1878)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-8-muybridge-1878/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-8-muybridge-1878</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-8-muybridge-1878/#comments</comments> <pubDate>Wed, 08 Dec 2010 15:19:54 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[Chronofotografie]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Fototechnik]]></category> <category><![CDATA[Muybridge]]></category> <category><![CDATA[Serienfotografie]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4617</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-8-muybridge-1878/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/73/The_Horse_in_Motion.jpg/800px-The_Horse_in_Motion.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Vor der Zeit des Eadweard Muybridge wusste kein Mensch, in welcher Reihenfolge sich die Beine eines trabenden Pferdes befinden. Ein für die Menschheit akutes und äußerst wichtiges Problem wurde erst durch eine Reihe von Fotografien gelöst, auf denen das Pferd in allen Stadien seines Laufes festgehalten wurde. Doch eine derartige Reihe konnte selbstverständlich nicht mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:The_Horse_in_Motion.jpg&#038;filetimestamp=20060810030640"><img
alt="" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/73/The_Horse_in_Motion.jpg/800px-The_Horse_in_Motion.jpg" class="alignnone" width="600" height="372" /></a><br
/> Vor der Zeit des <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Muybridge">Eadweard Muybridge</a> wusste kein Mensch, in welcher Reihenfolge sich die Beine eines trabenden Pferdes befinden. Ein für die Menschheit akutes und äußerst wichtiges Problem wurde erst durch eine Reihe von Fotografien gelöst, auf denen das Pferd in allen Stadien seines Laufes festgehalten wurde. Doch eine derartige Reihe konnte selbstverständlich nicht mit einem einzigen Apparat ereldigt werden. Muybridge schaltete erst ein, dann zwei und schließlich drei dutzend Fotoapparate hintereinander, um jede Einzelbewegung des Tiers festzuhalten. Die Serielle Fotografie war geboren. Doch ließ sich mit einer Reihenfotografie wie dieser noch etwas anderes bewerkstelligen: Ein fotografisches Daumenkino, dass die Bilder nicht in einer übersichtlichen Tafel präsentiert, sondern hintereinander ablaufen lässt.</p><p><img
alt="" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/07/The_Horse_in_Motion-anim.gif" class="alignleft" width="340" height="230" /> Ein ewiger Ritt auf der Rennstrecke in Palo Alto, aufgenommen am 19. Juni 1878. Die Entwicklung der seriellen Aufnahmetechnik war nicht nur für die Fotografie revolutionär, sondern beeinflusste die verwandten Künste der Malerei und des Films in vielleicht noch stärkerem Maße, wie man in <a
href="http://www.philamuseum.org/collections/permanent/51449.html">Marcel Duchamps</a> berühmten „Nude Descending a Staircase (No. 2)“, das von einer Muybridgschen <a
href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Muybridge-1.jpg&#038;filetimestamp=20050326094820">Reihe </a>inspiriert wurde, ebenso sehen kann, wie an de modernen „Bullet-Time“-Technik des Blockbusterkinos der 90er. So haben auch banale Fragen, wie die nach der Fußstellung des Pferdes im Trab, unabsehbare Auswirkungen auf die menschliche Kultur.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-8-muybridge-1878/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Fotografischer Adventskalender 7 (du Hauron, 1877)</title><link>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-7-du-hauron-1877/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fotografischer-adventskalender-7-du-hauron-1877</link> <comments>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-7-du-hauron-1877/#comments</comments> <pubDate>Tue, 07 Dec 2010 15:05:43 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Photographie]]></category> <category><![CDATA[Adventskalender]]></category> <category><![CDATA[du Hauron]]></category> <category><![CDATA[Farbfotografie]]></category> <category><![CDATA[Farbtheorie]]></category> <category><![CDATA[Fotografie]]></category> <category><![CDATA[Subtraktive Farbmischung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4581</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/fotografischer-adventskalender-7-du-hauron-1877/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/archive/0/08/20100827005906!Duhauron1877.jpg/800px-Duhauron1877.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Vor zwei Tagen konnten wir ja bereits die erste Farbfotografie der Welt bewundern, heute wollen wir die Entwicklung der Polychromie in der Fotografie weiter belichten beleuchten. Betrachtet man unser heutiges Foto, treten an den Rändern Überlappungen in den Sekundärfarben Rot, Grün und Blau deutlich hervor. Das ist allerdings kein gewollter künstlerischer Effekt, sondern ein Resultat [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Duhauron1877.jpg&#038;filetimestamp=20100408184453"><img
alt="" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/archive/0/08/20100827005906!Duhauron1877.jpg/800px-Duhauron1877.jpg" class="alignnone" width="600" height="439" /></a></p><p>Vor zwei Tagen konnten wir ja bereits die erste Farbfotografie der Welt bewundern, heute wollen wir die Entwicklung der Polychromie in der Fotografie weiter <del
datetime="2010-12-07T14:17:06+00:00">belichten </del>beleuchten. Betrachtet man unser heutiges Foto, treten an den Rändern Überlappungen in den <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundfarbe#Prim.C3.A4rfarben_und_Sekund.C3.A4rfarben">Sekundärfarbe</a>n Rot, Grün und Blau deutlich hervor. Das ist allerdings kein gewollter künstlerischer Effekt, sondern ein Resultat der von <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Ducos_du_Hauron">Hauron</a> 1868 patentierten <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subtraktive_Farbmischung">subtraktiven Farbmischung</a>, die auch in der modernen Farbfotografie genutzt wird.</p><p>Wikipedia weiß: „Die Erklärung beruht auf der Dreifarbentheorie und der Tatsache, dass die Zapfen auf der Netzhaut des Auges ihre maximale Empfindlichkeit für diejenigen Wellenlängen-Bereiche des Lichts haben, denen wir die Farbempfindungen Blau, Grün und Rot zuordnen: Werden in der Anordnung oben die Farbfilter Gelb, Magenta und Cyan mit neutralweißen Licht durchleuchtet, werden durch Absorption komplementärfarbige Spektralbereiche herausgefiltert. Beim gelben Filter wird zum Beispiel der blaue Bereich absorbiert. Das passierte Spektrum kann die blauempfindlichen Zapfen wenig oder kaum anregen und wird deshalb vom Auge als Gelb registriert. Das gelbe und das cyanfarbige Filter absorbieren zusammen den blauen und den roten Bereich. Der grüne Bereich, für den das Auge einen eigenen Zapfentyp besitzt, kann passieren. Wo das magentafarbige Filter dazukommt, wird die unbunte Farbe Schwarz wahrgenommen, denn dieses absorbiert den bisher noch durchgelassen grünen Bereich. Außerhalb der Filter passiert das unbeeinflusste ursprüngliche Licht und verursacht im Auge die Wahrnehmung höchster Helligkeit beziehungsweise den Farbeindruck Weiß. Die Farben der Filter, im Bild oben Gelb, Magenta und Cyan, werden als Primärfarben der subtraktiven Farbmischung, die erzeugten Farben als Sekundärfarben, hier Blau, Grün und Rot, bezeichnet.“</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/fotografischer-adventskalender-7-du-hauron-1877/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Schwarzer Peter</title><link>http://principien.de/schwarzer-peter/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schwarzer-peter</link> <comments>http://principien.de/schwarzer-peter/#comments</comments> <pubDate>Mon, 29 Nov 2010 04:21:50 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[cables]]></category> <category><![CDATA[Guttenberg]]></category> <category><![CDATA[SZ]]></category> <category><![CDATA[Wikileaks]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4485</guid> <description><![CDATA[Die SZ schreibt: Ihre zum Teil sehr subjektiven Urteile über die deutschen Politiker haben die Amerikaner offenbar nicht nur aufgrund persönlicher Begegnungen gefällt. Auch eine deutsche Quelle hat ausführlich über Stärken und Schwächen von Merkel, Westerwelle und Co. geplaudert. Laut Spiegel sitzt dieses Leck mitten in der schwarz-gelben Koalition: Ein FDP-Politiker, der unter anderem während [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center;">Die <a
href="http://www.sueddeutsche.de/politik/wikileaks-enthuellungen-im-netz-unberechenbar-und-mit-begrenztem-horizont-1.1029368">SZ</a> schreibt:</p><blockquote><p>Ihre zum Teil sehr subjektiven Urteile über die deutschen Politiker haben die Amerikaner offenbar nicht nur aufgrund persönlicher Begegnungen gefällt. Auch eine deutsche Quelle hat ausführlich über Stärken und Schwächen von Merkel, Westerwelle und Co. geplaudert. Laut Spiegel sitzt dieses Leck mitten in der schwarz-gelben Koalition: Ein FDP-Politiker, der unter anderem während der Koalitionsverhandlungen protokollierte, soll die internen Papiere an die Amerikaner weitergeben haben.</p></blockquote><p
style="text-align: center;">Cui bono?</p><blockquote><p>Weiteres pikantes Detail: Sein Parteikollege, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der vielen als Seehofers schärfster parteiinterner Rivale gilt, wird in den Depeschen als „enger und bekannter Freund der USA“ bezeichnet.</p></blockquote><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/schwarzer-peter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Zeit aufzuhören</title><link>http://principien.de/zeit-aufzuhoeren/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zeit-aufzuhoeren</link> <comments>http://principien.de/zeit-aufzuhoeren/#comments</comments> <pubDate>Sat, 27 Nov 2010 02:05:21 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Ökonomie]]></category> <category><![CDATA[Euro]]></category> <category><![CDATA[Finanzkrise]]></category> <category><![CDATA[Investmentbanken]]></category> <category><![CDATA[Kapitalismus]]></category> <category><![CDATA[Nomura]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4450</guid> <description><![CDATA[Ich schlage vor, wir hören mit dem Kapitalismus einfach auf. Morgen von mir aus, oder übermorgen, wenn es da besser passt. Glaubt offenbar eh keiner mehr dran, außer naive Autoren von gelben Büchern über Investitionen und Schulden. Nicht, dass ich zum Sozialisten konvertiert wäre; aber wenn die Investmentbank Nomura sowas schreibt, dann komme ich unweigerlich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich schlage vor, wir hören mit dem Kapitalismus einfach auf. Morgen von mir aus, oder übermorgen, wenn es da besser passt. Glaubt offenbar eh keiner mehr dran, außer naive Autoren von gelben Büchern über Investitionen und Schulden. Nicht, dass ich zum Sozialisten konvertiert wäre; aber wenn die Investmentbank Nomura sowas schreibt, dann komme ich unweigerlich zum Ergebnis: Das Reden von Markt, Wettbewerb und Risiko ist nur noch dummes Geschwafel für Leichtgläubige – wie mich.</p><p
style="padding-left: 30px;"><em><a
href="http://www.weissgarnix.de/2010/11/26/zeit-aufzuhoren/">Weiterlesen bei WEISSGARNIX</a>…</em></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/zeit-aufzuhoeren/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>PLinks KW 46/10 — Naturidentisches</title><link>http://principien.de/plinks-kw-4610/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=plinks-kw-4610</link> <comments>http://principien.de/plinks-kw-4610/#comments</comments> <pubDate>Mon, 22 Nov 2010 04:15:04 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[PLinks]]></category> <category><![CDATA[Albatrosse]]></category> <category><![CDATA[Art Blakey]]></category> <category><![CDATA[Birdland]]></category> <category><![CDATA[Chickennuggets]]></category> <category><![CDATA[Essen]]></category> <category><![CDATA[fast food]]></category> <category><![CDATA[Florida]]></category> <category><![CDATA[General Foods International]]></category> <category><![CDATA[Kapitalismus]]></category> <category><![CDATA[Konsum]]></category> <category><![CDATA[Medizin]]></category> <category><![CDATA[Midway Atoll]]></category> <category><![CDATA[Naturidentisches]]></category> <category><![CDATA[New York Rock and Soul Revue]]></category> <category><![CDATA[Nuggets]]></category> <category><![CDATA[PET-Flasche]]></category> <category><![CDATA[Ressourcen]]></category> <category><![CDATA[Separatorenfleisch]]></category> <category><![CDATA[Steve Ferrone]]></category> <category><![CDATA[System]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4429</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/plinks-kw-4610/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/ngipc_11_19/n11_joao-vianna.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Es ist doch so: dort wo das Licht der Öffentlichkeit hinscheint, werden weniger Fehler gemacht. Transparenz nennt man dieses Phänomen, dass nur aus der Bereitschaft der Individuums erwachsen kann, weshalb eine erzwungene Öffentlichkeit in einer orwellschen Diktatur à la chinoise in ihrem Ansinnen immer scheitern muss. Seit Jahren werden transparente Folien immer dünner, hab ich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist doch so: dort wo das Licht der Öffentlichkeit hinscheint, werden weniger Fehler gemacht. Transparenz nennt man dieses Phänomen, dass nur aus der Bereitschaft der Individuums erwachsen kann, weshalb eine erzwungene Öffentlichkeit in einer orwellschen Diktatur à la chinoise in ihrem Ansinnen immer scheitern muss. Seit Jahren werden transparente Folien immer dünner, hab ich festgestellt. Ist das Wettbewerb oder sparsame Nutzung natürlicher Ressourcen, hab ich mich gefragt. Wenn man heutzutage Mineralwasser in PET-Flaschen zu einem Preis von € 0,20 erwerben kann (ohne Pfand), dann sind diese Flaschen meistens so dünn, dass sie den von der Kohlensäure erzeugten Druck geradezu benötigen, um halbwegs ihre Form zu bewahren. Früher musste das magenblähende Gas noch von starken Glasflaschen gebändigt werden. Die hat mein Vater damals in Kastenform bei einem freundlichen Herrn im Groka abgegeben. Gestern habe ich meine zerknautschten Plastikgefäße in einen Automaten eingelegt. Tja, welche Variante ist besser? Der Automat stellt keine unangenehmen Fragen, wenn man täglich Flaschen abgibt, der Supermarkt verliert die Persönlichkeit des Pfandbetreuers. Ist das ein Lob auf den ordinären Getränkemarkt? Mitnichten! Das sind die Plinks der Woche.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/ngipc_11_19/n11_joao-vianna.jpg" alt="" width="495" height="325" /><br
/> Madame Delphine geht Samstags gerne auf den Wochenmarkt. Um den unverantwortlichen unterseeischen Plastikverbrauch zu reduzieren, nimmt sie, als überzeugte Grünenwählerin, eine Plastiktüte schon auf den Markt mit. Recyclen geht bei ihr über alles.<span
id="more-4429"></span><br
/> Sie isst auch gerne Chickennuggets. Die werden bei ihr schön fritiert, und kommen den Kleinen direkt nach der Muttermilch ins Maul geschwommen. Uh, Nuggets.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://29.media.tumblr.com/tumblr_l9hc319GNU1qar86bo1_500.jpg" alt="" width="445" height="334" /><br
/> So sieht es halt aus. Das Nugget in seiner Reinform. In <a
href="http://early-onset-of-night.tumblr.com/post/1206666159/say-hello-to-mechanically-separated-chicken-its">Kurzform</a>:</p><blockquote><p>Say hello to mechanically separated chicken. It’s what all fast-food chicken is made from—things like chicken nuggets and patties. Also, the processed frozen chicken in the stores is made from it. Basically, the entire chicken is smashed and pressed through a sieve—bones, eyes, guts, and all. it comes out looking like this. There’s more: because it’s crawling with bacteria, it will be washed with ammonia, soaked in it, actually. Then, because it tastes gross, it will be reflavored artificially. Then, because it is weirdly pink, it will be dyed with artificial color.</p></blockquote><p>Ich hatte das mit dem Separatorenfleisch neulich hier schon einmal erwähnt. Wer es etwas ausführlicher mag, der findet beim <a
href="http://www.guardian.co.uk/uk/2002/jul/08/bse.foodanddrink">Guardian </a>einen Artikel, in dem die gesamte Prozedur, und das weltweite Business, welches dahinter steht, kritisch unter die Lupe genommen wird.<br
/> Wenn die Seevögel sich doch auch nur so gesund ernähren würden, wie sich das für den deutschen Volkskörper gehören würde. Der deutsche Volkskörper in einer der äußerst flexiblen Vorstellungen der Ernährungswissenschaftler, das sei noch angemerkt. Aber nein, sie fressen ja auch das Plastik! Dämliche Vertebraten verfüttern das Zeug auch noch an ihren Nachwuchs!<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://www.pdnphotooftheday.com/wp-content/uploads/2009/12/1_CF000238-17x22.jpg" alt="" width="500" height="380" /></p><blockquote><p>These photographs of albatross chicks were made on Midway Atoll, a tiny stretch of sand and coral near the middle of the North Pacific. The nesting babies are fed bellies-full of plastic by their parents, who soar out over the vast polluted ocean collecting what looks to them like food to bring back to their young. On this diet of human trash, every year tens of thousands of albatross chicks die on Midway from starvation, toxicity, and choking.<br
/> To document this phenomenon as faithfully as possible, not a single piece of plastic in any of these photographs was moved, placed, manipulated, arranged, or altered in any way. These images depict the actual stomach contents of baby birds in one of the world’s most remote marine sanctuaries, more than 2000 miles from the nearest continent.</p></blockquote><p>Im oberen Bild ist die Niere sehr schön zu sehen, im unteren sind sämtliche Organe durch funktionsunfähige Plastikstücke ersetzt worden.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://www.pdnphotooftheday.com/wp-content/uploads/2009/12/CF000668-16x21.jpg" alt="" width="500" height="350" /><br
/> Da flattrn wohl gerade die ersten dicken Rechnungen des kapitalistischen Systems ein. Diese Seite wird natürlich ungern gezeigt. denn das Diktat dieser unerbittlichen Ideologie beherrscht die öffentliche Meinung, und es ist kaum anzunehmen, dass ihre Hinterlassenschaften weniger unfreundlich sind. Da gibt es nahezu keine Transparenz. Jeden Tag wird eine Tierart eliminiert. Aktuell ist der Tiger in Not, aber auch die arktischen Vögel werden so ihre Probleme bekommen. Von Eisbären, Robben, Pinguinen und Walen ganz zu schweigen. Die Fotos der toten Albatrossküken sind der Rubrik <em><a
href="http://www.pdnphotooftheday.com/">Photo of the Day</a></em> der <a
href="http://www.pdnonline.com/pdn/index.shtml"><em>Photo District News</em></a> entnommen. Ich hatte das <a
href="http://principien.de/karatestance/">hier</a> schonmal verlinkt.<br
/> In ein paar Bereichen immerhin, orientiert sich der Mensch an der Natur. Z.B. in der Besiedlungsstrategie.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/swfla_09_30/s12_00000020.jpg" alt="" width="500" height="300" /><br
/> Hier sieht man eine Neubausiedlung in Florida. Der direkte Zugang zum Wasser ist anscheinend unerlässlich. Das Prinzip der Oberflächenvergrößerung wird genutzt. Und so sehen dann moderne Wohngebiete<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/swfla_09_30/s08_00000030.jpg" alt="" width="500" height="310" /><br
/> in Florida wie Strukturen im menschlichen Dünndarm,<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3038/2714133908_2e89bd6f6e.jpg" alt="" width="500" height="482" /><br
/> oder der Gaumenmandel aus.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://www.mh-hannover.de/fileadmin/institute/funkt_angew_anatomie/bilder/mikroskopische_anatomie/kurspraeparate/lymphatische_organe/tonsilla_palatina/Tonsilla_palatina_Ubersicht.jpg" alt="" width="500" height="330" /><br
/> Die Siedlungsfotos kommen wie Madame Delphine von <em><a
href="http://www.boston.com/bigpicture/2010/09/human_landscapes_in_sw_florida.html">The Big Picture</a></em>, die Tonsille aus dem Fundus der <em><a
href="http://www.mh-hannover.de/index.php?id=19128">Medizinischen Hochschule Hannover</a></em>, der Dünndarm entstammt dem Fotostream von <em><a
href="http://www.flickr.com/people/simplyscience/">Simply Science</a></em>.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/plinks-kw-4610/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Was sind Gemeingüter?</title><link>http://principien.de/was-sind-gemeingueter/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-sind-gemeingueter</link> <comments>http://principien.de/was-sind-gemeingueter/#comments</comments> <pubDate>Sat, 20 Nov 2010 00:35:53 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Commons]]></category> <category><![CDATA[Gemeingüter]]></category> <category><![CDATA[Ressourcen]]></category> <category><![CDATA[Verteilung]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4412</guid> <description><![CDATA[Diesen Film gibt’s nicht nur auf deutsch, sondern auch auf spanisch, englisch und italienisch. (via keimform.de) Lizenz: CC-by-sa   ℘]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><object
width="500" height="306"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OMfVtaIxAjA?fs=1"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/OMfVtaIxAjA?fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p><p>Diesen Film gibt’s nicht nur auf <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=OMfVtaIxAjA">deutsch</a>, sondern auch auf <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=4Dg6f1F98LI">spanisch</a>, <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=otmrkhEFSZM">englisch </a>und <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=WT6vbAu_UjI">italienisch</a>. (via <a
href="http://www.keimform.de/2010/gemeingueter-kurz-erklaert-im-film/">keimform.de</a>) Lizenz: <a
href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC-by-sa</a></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/was-sind-gemeingueter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Freunde backen</title><link>http://principien.de/freunde-backen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=freunde-backen</link> <comments>http://principien.de/freunde-backen/#comments</comments> <pubDate>Sat, 13 Nov 2010 02:17:01 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Ökonomie]]></category> <category><![CDATA[Baking Friends]]></category> <category><![CDATA[Billy Back]]></category> <category><![CDATA[Middelberg]]></category> <category><![CDATA[SB-Bäckerei]]></category> <category><![CDATA[Separatorenfleisch]]></category> <category><![CDATA[Stutenkerl]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4322</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/freunde-backen/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.franchise-net.de/uploads/tx_franchise/Middelberg-logo-280x118.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Vor nicht allzuvielen Jahren kam in der Lebensmittelbranche ein neuer Trend auf. SB, also Selbstbedienung. Gut so ganz neu war die natürlich nicht, aber im Bäckereihandwerk durchaus mit Ausdruck „noch nie dagewesen“ zu bezeichnen. Im Grunde war die Einführung der SB eine Konsequenz aus der vorangegangenen Phase der Industrialisierung/Rationalisierung des Brotbackens, die vor allem in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht allzuvielen Jahren kam in der Lebensmittelbranche ein neuer Trend auf. SB, also Selbstbedienung. Gut so ganz neu war die natürlich nicht, aber im Bäckereihandwerk durchaus mit Ausdruck „noch nie dagewesen“ zu bezeichnen. Im Grunde war die Einführung der SB eine Konsequenz aus der vorangegangenen Phase der Industrialisierung/Rationalisierung des Brotbackens, die vor allem in der Nachkriegszeit betrieben wurde. In dieser Zeit wurden erstmals Supermärkte mit abgepackten, „frischen“ Broten aus den modernen Brotfabriken beliefert. Diese Großbäckereien, den alteingessenen Handwerksbetrieben in Produktivität und Kostenmodell überlegen, waren natürlich in der Lage, den Markt radikal zu ändern. Zudem hatten sie mit der lukrativen Supermarktbelieferung auch das nötige Kapital, kleinere Bäckereien zu übernehmen, und so ihr Filialnetz auszubauen, wodurch die Fabriken eine höhere Rendite abwarfen.</p><p>So kam nach und nach ein Konzentrationsprozess in Gang, der bis heute anhält, so dass selbst kleine, immer noch familien-geführte Bäckerein mittlerweile eine zentrale Backstätte besitzen, und von dort mehrere Filialen beliefern. Der einzige Bäcker, der in meinem Veedel noch jeden morgen selbst in der Backstube steht, und anschließend seine Brote selbst verkauft, ist der türkische Bäcker mit seinem kleinen Sortiment, und dem unglaublich guten Pide, dass, frisch aus dem Ofen, weggeht wie warme Semmeln. Alle anderen Läden sind mit mehr oder weniger kompetenten und freundlichem Personal ausgestattet, dass ab und zu eine neue Lieferung annimmt, oder dann und wann mal eine Ladung Tiefkühlbrötchen in den Ofen schiebt. Die Hauptaufgabe dieses Personals, die Bedienung der Kundschaft, wird in der SB-Bäckerei ersatzlos gestrichen, da gibt es nur noch Teilzeit-Zeitarbeits-Personal, dass abkassiert, und Öfen bedient.<br
/> <span
id="more-4322"></span><br
/> Ein infinitesimaler Unterschied, will man meinen, doch im Handwerks– und Traditionsland BRD hatten diese SB-Bäckereien einen Nachteil. Sie hatten weder Handwerk, noch Tradition zu bieten, die bei alteingesessenen Bäckerein vor allem im Familiennamen, und der häufig damit angeblich verbundenen, jahrhunderte alten Bäckereitradition. Sie versuchten daraus einen Vorteil zu machen, und gaben sich neue, poppige Namen, wie etwa Backwerk, jene Firma, der nachgesagt wird, sie habe die SB-Bäckerei erfunden. Und dann gab es noch Billy Back. Doch hat sich nach ein paar Jahren herausgestellt, dass Billy Back als Firmenname eher mindergeeignet ist. Vielleicht gab es zu viele Assoziationen mit Billig Back, (Otto) Schilly Back, oder Billy Doof, bzw. Billy Boy. Nun ja, scheinbar lief es mit dem alten Namen nicht mehr so recht, da wurde die gesamte Kette an die Bäckerei <a
href="http://www.baeckerei-middelberg.de/cms/index.php?seite=4.ueberuns">Middelberg </a>verkauft, die seit 2002 im SB-Geschäft mitmischt. Die hat zwar nichts an der bescheidenen Ausstattung der „Filialen“, der schlechten Bezahlung der Angestellten, oder dem Sortiment verändert (mein Favorit: Geflügelrolle spezial, mit 29% <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Separatorenfleisch">Separatoren-Geflügel<del
datetime="2010-11-13T00:26:31+00:00">abfall</del>fleisch</a>, wohlgemerkt: Die 29% beziehen sich auf das ganze Produkt, nicht nur auf die innen liegende Geflügelwurst), sondern den Namen geändert.</p><p><img
alt="" src="http://www.franchise-net.de/uploads/tx_franchise/Middelberg-logo-280x118.jpg" class="alignleft" width="280" height="118" />Denn Middelberg besitzt Tradition. Seit über hundert Jahren backen Middelbergsche Männer und Frauen schon Brot und Brötchen. Und alles, was älter als hundert Jahre ist, findet der moderne Konsument ohne hinzuschauen gut. Und wenn dem modernen Konsumenten in einer Weltwirtschaftskrise 1000 Jahre versprochen werden…na gut, lassen wir das. Um das SB-Geschäft zu steuern hat die Bäckerei Middelberg das Konzept „Baking Friends“ entwickelt, und sich zum erfolgreichen Franchise-Geber gemausert. Ob es nun auch mit Billy Back, dem Schlecker unter den SB-Bäckereien, unter neuem Namen klappt, bleibt abzuwarten. Doch wer sein bundesweites Franchisesystem „Baking Friends“ nennt, der sollte aber mal ganz schnell einen native speaker seiner Wahl aufsuchen, oder eine Kooperation mit Facebook eingehen. Dann kann man sich demnächst mit einem Mausklick einfach neue Freunde backen. Der passende Name: Stutenkerl 2.0</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/freunde-backen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>&lt;Homer&gt;!U!S!A!U!S!A!&lt;/Homer&gt;</title><link>http://principien.de/usausa/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=usausa</link> <comments>http://principien.de/usausa/#comments</comments> <pubDate>Mon, 08 Nov 2010 15:40:33 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Fernsehen]]></category> <category><![CDATA[Journalismus]]></category> <category><![CDATA[Medien]]></category> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[FOX]]></category> <category><![CDATA[Rachel Maddow]]></category> <category><![CDATA[Right-Wing Media]]></category> <category><![CDATA[USA]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4258</guid> <description><![CDATA[Ich hatte ja gesagt, dass ich was zu den Wahlen schreibe, aber dann hat mich doch ein Video überzeugt, welches die Situation so beleuchtet, wie ich es gerne getan hätte, die Sache sein zu lassen. Mein englisches Lieblingswort „gullible“ kommt auch drin vor. Yak! via fefe   ℘]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja gesagt, dass ich was zu den Wahlen schreibe, aber dann hat mich doch ein Video überzeugt, welches die Situation so beleuchtet, wie ich es gerne getan hätte, die Sache sein zu lassen. Mein englisches Lieblingswort „<a
href="http://dict.leo.org/ende?lp=ende&amp;lang=de&amp;searchLoc=0&amp;cmpType=relaxed&amp;sectHdr=on&amp;spellToler=&amp;search=gullible"><em>gullible</em></a>“ kommt auch drin vor. Yak!</p><p><object
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style="text-align: right;">via <a
href="http://blog.fefe.de/?ts=b228d4c5">fefe</a></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/usausa/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Blogempfehlung: Abstract City</title><link>http://principien.de/blogempfehlung-abstract-city/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=blogempfehlung-abstract-city</link> <comments>http://principien.de/blogempfehlung-abstract-city/#comments</comments> <pubDate>Fri, 05 Nov 2010 03:30:41 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Kultur]]></category> <category><![CDATA[Abstract City]]></category> <category><![CDATA[Blog]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4194</guid> <description><![CDATA[<a
href="http://principien.de/blogempfehlung-abstract-city/"><img
align="left" hspace="5" width="120" src="http://graphics8.nytimes.com/images/blogs/niemann/posts/2009/11/07gingko.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>Sonne, herbstlich dünn und zag, Und das Obst fällt von den Bäumen. Stille wohnt in blauen Räumen Einen langen Nachmittag. Der Herbst war die Lieblingszeit des Dichters, doch wo Trakl verwesende Flügel im Schatten sah, findet Christoph Niemann Inspiration. Herbstlaub, seit jeher deutsches Bastelmaterial, kann auch im 21. Jahrhundert durchaus noch seinen Charme entwickeln, wenn [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center;"><em>Sonne, herbstlich dünn und zag,<br
/> Und das Obst fällt von den Bäumen.<br
/> Stille wohnt in blauen Räumen<br
/> Einen langen Nachmittag.</em></p><p>Der Herbst war die Lieblingszeit des <a
href="http://www.textlog.de/17520.html">Dichters</a>, doch wo Trakl verwesende Flügel im Schatten sah, findet <a
href="http://christophniemann.com/">Christoph Niemann</a> Inspiration. Herbstlaub, seit jeher deutsches Bastelmaterial, kann auch im 21. Jahrhundert durchaus noch seinen Charme entwickeln, wenn man es in einen popkulturellen Kontext stellt.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://graphics8.nytimes.com/images/blogs/niemann/posts/2009/11/07gingko.jpg" alt="" width="500" height="837" /><span
id="more-4194"></span><br
/> Sein <a
href="http://niemann.blogs.nytimes.com/">Blog </a>bei der New York Times wird zwar äußerst sporadisch befüllt, doch befriedigen die Einträge stets die Sehnsucht nach einer vereinten Form von Klugheit und Eleganz, wie sie Flaubert zu Papier brachte. Er gesteht, bei Kippenberger, Warhol und Dürer zu klauen, den ersten hatte Guido hier auch schonmal behandelt, und bleibt stets angenehm assoziativ. Die Bilder erscheinen, als wären sie vor wenigen Minuten entstanden, und sie transportieren die Idee/Illusion des Selbstgemachten, Authentischen. Das gelingt, weil er nicht nur seinen Mitmenschen vorgeblich ehrlich gegenüber tritt, sondern vor allem sich selbst. Zwei Illustrationen über einen transatlantische Flug verdeutlich das.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://graphics8.nytimes.com/images/blogs/niemann/posts/2010/08/09cleanup.jpg" alt="" width="500" height="778" /><br
/> <img
class="aligncenter" src="http://graphics8.nytimes.com/images/blogs/niemann/posts/2010/08/10novel.jpg" alt="" width="500" height="778" /><br
/> Christoph Niemann hat zudem Kinderbücher veröffentlicht, u.a. über eine Wolke, die gerne Polizist geworden wäre.<br
/> <img
class="aligncenter" src="http://christophniemann.com/man/bpages/images/books/polcl/pc03.jpg" alt="" width="500" height="333" /><br
/> Die neblige Straße schließt den Kreis zur Herbststimmung. Noch ist Zeit. Trakl:</p><p
style="text-align: center;"><em>Dämmerung voll Ruh und Wein<br
/> Traurige Guitarren rinnen.<br
/> Und zur milden Lampe drinnen<br
/> Kehrst du wie im Traume ein. </em></p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/blogempfehlung-abstract-city/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>PLinks KW 43/10</title><link>http://principien.de/plinks-kw-4310/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=plinks-kw-4310</link> <comments>http://principien.de/plinks-kw-4310/#comments</comments> <pubDate>Mon, 01 Nov 2010 00:47:04 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[PLinks]]></category> <category><![CDATA[Diplomatie]]></category> <category><![CDATA[Eliten]]></category> <category><![CDATA[FDP]]></category> <category><![CDATA[Geschichte]]></category> <category><![CDATA[System]]></category> <category><![CDATA[Versagen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4138</guid> <description><![CDATA[Telefongespräch: Ach was. Deutsche Diplomaten waren aktiv an der Politik des Dritten Reiches beteiligt? Mit Maßanzug und Schreibtischtat? Ohne nachher irgendwas gewusst zu haben? Hat jetzt eine Studie offenbart? Aus eigener Initiative und mit voller Überzeugung? Ernsthaft? Und die sind danach einfach so wieder in den bundesdeutschen Konsulardienst aufgenommen worden? Ohne Probleme? Sag bloß, mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Telefongespräch:</p><p>Ach was. Deutsche Diplomaten waren aktiv an der Politik des Dritten Reiches beteiligt? Mit Maßanzug und Schreibtischtat? Ohne nachher irgendwas gewusst zu haben? Hat jetzt eine Studie offenbart? Aus eigener Initiative und mit voller Überzeugung? Ernsthaft? Und die sind danach einfach so wieder in den bundesdeutschen Konsulardienst aufgenommen worden? Ohne Probleme? Sag bloß, mit Rückendeckung von oben! Ach komm, kann nicht sein! Erst vorgestern in der Tagesschau? Aber das hätte ich doch mitkriegen müs… Westerwelle tiefbetroffen? Obwohl das Außenministerium und die FDP jahrzehntelang…? Wurde gar nicht thematisiert? Kann sich doch kein Mensch vorstellen, so was! Plinks? Warum sagste das nicht gleich? Her damit! Hallo? HALLO?</p><p>Nach einer Zeit legte auch der zweite Teilnehmer des Gesprächs auf, ging an den Computer und schrieb:<span
id="more-4138"></span></p><p>Nochmal zurück zum Auswärtigen Amt. Das war 1933 in einer prekären Lage, denn sämtliche westlichen Regierungen reichten ob der Hitlerschen Antisemiten-Paranoia Protest ein. Dieser landete natürlich eben dort, wo er bis jetzt immer seinen adressgenauen Empfänger gefunden hatte. Nun hatten die Diplomaten ein Problem. Superstar Hitler auf der einen, der geschätzte Kollege aus London, Kopenhagen oder Bern auf der anderen Seite. Ohweh, dachte sich der der deutsche Botschafter, und suchte fieberhaft nach einer Lösung. Nach und nach verfiel er bei der Suche in einen regelrechten Findungswahn, und fand heraus, dass die Diskrepanz zwischen beiden Lagern nur in der Tatsache bestehen könne, dass kein Nichtdeutscher je die drängende Problematik des internationalen Finanzjudentuns verstehen könne. Aber, aber, wandte die ein oder anderen Graue Eminenz ein. Warum nutzen wir nicht unsere humanistische, bürgerliche Idealbildung aus, indem wir sie komplett ignorieren? Na? Hätten wir damit nicht alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen? Wir können jetzt machen, was wir wollen, und sollte die Sache schiefgehen, einfach behaupten, wir wären zu der Zeit im Urlaub gewesen! Der fiebernde Diplomat nahm diesen Einwurf dankend an, legte ihn dann aber zu den Akten, auf Wiedervorlage. Sein Problem aber blieb, und da bediente sich der Diplomat der Wissenschaft. Er nahm ein Aspirin, um sein Fieber zu senken, und fasste im klaren Kopf den Entschluss, sich der Wissenschaft zu bedienen, um die kulturellen und sprachlichen Barrieren zu seinen Berufsgenossen im Ausland niederzureißen. Sein algebraischer Geist war pharmakologisch abgekühlt, und arbeitete nun umso zuverlässiger. Dies wäre jedoch erfolglos gewesen, hätte sein analytischer Geist nicht ebenfalls in dieser frostigen Märznacht Wache gestanden. Beide trafen sich zu einer kurzen Kippenpause und tauschten Gedanken aus, da ging plötzlich einer der beiden zu Boden. Als der Diplomat morgens erwachte, küsste er seine Frau, und lief schnurstracks ins Amt, wo er die Lösung hinausposaunte. Er versicherte hinterher allen Beteiligten, dass er sie im Traum zuerst sah, klar und rein, wie die neue Bewegung. Kurze Zeit später war das Memorandum fertig und wurde an alle Auslandsvertretungen geschickt. Gespickt mit antikommunistischen Tiraden, die vor allem von Washington goutiert wurden, und,  in lässigstem Schillerdeutsch eingeschoben, freigeistig erdachten Statistiken über die hohe Anzahl jüdischer kommunistischer Funktionäre. Die antijüdischen Schriften und Kampagnen müsse man doch vor dem Hintergrund der wachsenden jüdischen Bedrohung sehen, die kein Land so wie Deutschland getroffen habe, war dort zu lesen. Zudem sei die Anzahl der Juden unter Verbrechern und Geisteskranken derart auffällig, dass man fast schon von einer Unanständigkeit sprechen müßte. Das hatte ein findiger Mitarbeiter ebenfalls kurz vorher ersonnen, und es Statistik genannt.</p><p>Das Telefon klingelte erneut. Der Schreibende horchte auf, und rollte in seinem Stuhl in die Nähe der Klangquelle.</p><p>Hallo? Ja. PLinks? Ja, aber sicher. Nee. Was? Wie morgen? Moment mal, das war aber anders abge… Nein ich arbeite gerade daran! Was weiß ich? Was soll das heißen, zur Not geht auch <a
href="http://www.faz.net/s/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9/Doc~E89357E0BDE7241F1896FBA8C64101185~ATpl~Ecommon~Scontent.html">einer</a>? Ich durchforste schon seit Tagen mein Lesezeichenarchiv. Nein, das ist nicht mit Schlagwörtern versehen. Nein, das habe ich auch nicht vor, und eigentlich würde ich jetzt auch gerne einfach weitermachen! Ja! Tschüß!</p><p>Der Telefonierende knallte mit einiger Verve den Telefonhörer zurück auf die Gabel und rollte langsam wieder an den Tisch zurück.</p><p>Das Memonrandum wurde gemischt aufgenommen, doch das brauchte den deutschen Diplomaten nicht länger zu stören, denn Hitler begann sein Zerstörungswerk mit ungeheurer Wucht. Innerdeutscher Widerstand wurde aufs schärfste bekämpft, außenpolitisch wurde aufgerüstet. Wozu da noch Diplomatie? Fragten sich einige im Amt. Doch da waren die Würfel schon längst gefallen. Wozu noch Bürgertum im Allesfresser Faschismus? Diese Frage konnte nicht beantwortet werden, so dass sie schließlich zu den Akten gelegt wurde. Die Konzentration gehörte den kommenden Aufgaben, soviel stand fest. Und wenn man sich eh schon in der epistemischen Abschottung befand, konnte man wenigstens noch ein paar mitziehen. Die Franzosen beispielsweise, wo doch Chefdiplomat George Bonnet 1938 noch sehr an der Lösung des Judenproblems sich interessiert gezeigt hatte, denn man müsse ja die Juden nun schließlich auch irgendwohin loswerden. Und zur Not, einer der Geheimpläne des Auswärtigen Amtes, müsse man Thomas Mann ausbürgern, der sich in letzter Zeit gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hatte, und das in einer nun wirklich unangemessen Tonlage, um die Welt von der Richtigkeit des eigenen Handels zu überzeugen. Um die Zeit totzuschlagen gab es Feind– und Widerstandsaufklärung. Wer deckt den letzten lebenden Juden in Weißrussland auf? Kleine Spielchen, kleine Liebschaften, seit jeher göttlicher Nektar, konnten auch unterm Hakenkreuz riskiert werden. Nach ein paar Anpassungen, zugegeben, die aber in ihrer Natur letztlich rein formal gewesen sind, schließlich musste man ’45 ja weitermachen können. Erfolgreich, wie eine 65 Jahre später vorgestellte Studie zeigen sollte. Nils Minkmar in der FAZ:</p><blockquote><p>Verantwortung wurde auf wenige Personen abgeschoben, zugegeben wurde das bloße Minimum, widerständige Gespräche und Gedanken, von denen keine Spuren zu finden waren, wurden behauptet. So wie der deutsche Adel im Laufe der Jahre von einer die Nazis stützenden traditionellen Machtelite zu einem erweiterten Gesamtprojekt hin zum 20. Juli 1944 umgedeutet werden konnte, so gelang es auch den Diplomaten, ihr verbrecherisches Vorleben weitgehend zu tarnen.</p></blockquote><p>Man hatte einfach die alte Wiedervorlage benutzt, die noch irgendwo herumschwamm und nur leichte Rußspuren aufwies. Ein Meisterstück politisch protegierter Elitenkontinuität.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/plinks-kw-4310/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tragödie und Farce</title><link>http://principien.de/tragodie-und-farce/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tragodie-und-farce</link> <comments>http://principien.de/tragodie-und-farce/#comments</comments> <pubDate>Tue, 26 Oct 2010 23:18:51 +0000</pubDate> <dc:creator>David</dc:creator> <category><![CDATA[Ökonomie]]></category> <category><![CDATA[Principien]]></category> <category><![CDATA[ALGII]]></category> <category><![CDATA[Kapitalismus]]></category> <category><![CDATA[Karl Marx]]></category> <category><![CDATA[Kritik]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://principien.de/?p=4115</guid> <description><![CDATA[Aus: Karl Marx — Friedrich Engels — Werke, Band 23, „Das Kapital“, Bd. I, Siebenter Abschnitt, S. 753 ff. Der Fortschritt des 18. Jahrhunderts offenbart sich darin, daß das Gesetz selbst jetzt zum Vehikel des Raubs am Volksland wird, obgleich die großen Pächter nebenbei auch ihre kleinen unabhängigen Privatmethoden anwenden. Die parlamentarische Form des Raubs [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm">Aus</a>: Karl Marx — Friedrich Engels — Werke, Band 23, „Das Kapital“, Bd. I, Siebenter Abschnitt, S. 753 ff.</p><p><em>Der Fortschritt des 18. Jahrhunderts offenbart sich darin, daß das Gesetz selbst jetzt zum Vehikel des Raubs am Volksland wird, obgleich die großen Pächter nebenbei auch ihre kleinen unabhängigen Privatmethoden anwenden. Die parlamentarische Form des Raubs ist die der „Bills for Inclosures of Commons“ (Gesetze für Einhegung des Gemeindelandes), in andren Worten Dekrete, wodurch die Grundherrn Volksland sich selbst als Privateigentum schenken, Dekrete der Volksexpropriation. Sir F. M. Eden widerlegt sein pfiffiges Advokatenplädoyer, worin er das Gemeindeeigentum als Privateigentum der an die Stelle der Feudalen getretenen großen Grundeigentümer darzustellen sucht, indem er selbst einen „allgemeinen Parlamentsakt für Einhegung der Gemeindeländereien“ verlangt, also zugibt, daß ein parlamentarischer Staatsstreich zu ihrer Verwandlung in Privateigentum nötig ist, andrerseits aber von der Legislatur „Schadensersatz“ für die expropriierten Armen fordert.</p><p>Während an die Stelle der unabhängigen <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yeoman">Yeomen</a> <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Leasehold_estate#Tenancy_at_will">tenants-at-will</a> traten, kleinere Pächter auf einjährige Kündigung, eine servile und von der Willkür der Landlords abhängige Rotte, half, neben dem Raub der Staatsdomänen, namentlich der systematisch betriebne Diebstahl des Gemeindeeigentums jene großen Pachten anschwellen, die man im 18. Jahrhundert Kapital-Pachten oder Kaufmanns-Pachten nannte, und das Landvolk als Proletariat für die Industrie „freisetzen“.<br
/> […]<br
/> In der Tat wirkten Usurpation des Gemeindelands und die sie begleitende Revolution der Agrikultur so akut auf die Ackerbauarbeiter, daß, nach Eden selbst, zwischen 1765 und 1780 ihr Lohn anfing, unter das Minimum zu fallen und durch offizielle Armenunterstützung ergänzt zu werden. Ihr Arbeitslohn, sagt er, „genügte nur noch eben für die absoluten Lebensbedürfnisse“.</em></p><p>Merke: <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alg_2#Freibetrag_als_Anreiz_f.C3.BCr_Erwerbst.C3.A4tigkeit">ALGII</a>–Aufstocker gab es auch schon im 18. Jahrhundert.</p><p> <br
/></p><p><small><a
href="http://principien.de">℘</a></small></p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://principien.de/tragodie-und-farce/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> </channel> </rss>
