
Wenn die Besprechung eines Films, in dem sowohl Veronika Ferres als auch Moritz Bleibtreu mitspielen, diese beiden Elemente in die schlechte Kritik nicht einmal mit einbezieht, so liegt das zum einen daran, dass die Dialogzeilen der beiden gegen Null tendieren und zum anderen, dass ein so verdienter Regisseur wie Paul Schrader (American Gigolo, USA 1980) ebenfalls dem Werner Herzog-Alters-Virus erlegen zu sein scheint. Diese Altersschwäche drückt sich oft in unerklärlicher Lust an Inszenierung von Zirkus oder paranormalen Phänomenen aus. Im aktuellen Fall von Adam Resurrected (Ein Leben für ein Leben) gibt sich die PR Mühe, den Film als erste deutsch-israelische Co-Produktion über die Shoa zu verkaufen: Jeff Goldblum spielt den lustigen Juden, William Dafoe den bösen Nazi, Joachim Król den sterbenden Irrenhaus-Mitbewohner. Wer sich „die eindringliche und bewegende Geschichte eines Mannes, der ein Hund war, und eines Jungen, der glaubt, dass er ein Hund ist“ noch antun möchte, hat dazu Gelegenheit:
07.02. 21:45 — Cinema Paris
08.02. 23:00 — Babylon (Mitte)
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