
Sono Sion ist in Japan bekannt für seine kontroversen Gedichte und extremen Filme. Mit Ai no mukidashi (Love Exposure) hat er sich diesmal selbst übertroffen. Schon rein zeitlich gesehen: 237 Minuten. Das schreckt erst mal ab. Schon weil man in der Zeit bestimmt auch drei andere Filme sehen könnte. Gut, dass der erste Berlinale-Tag noch ziemlich ruhig anläuft, das Sitzfleisch noch frisch ist und ein kurzer Blick ins Programmheft so ziemlich alles verspricht, was man von einem japanischen Film erwartet: Kindesmissbrauch, Fetischismus, Sekten, Sünde und kurze Röcke.
Die Versprechen werden eingehalten — vor allem letzteres bekommt sozusagen eine Hauptrolle. Wer wissen möchte, welche und noch ca. 200 Minuten unverplant hat (die letzte halbe Stunde ist ziemlich unnötig), hat hier die Chance:
06.02. 19:00 — Delphi
07.02. 09:30 — CineStar 8
08.02. 17:30 — Arsenal 1
14.02. 20:00 — Cubix 9
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