Berlinale: zwei koreanische

Ab heute liefern wir hier Empfehlungen und Warnhinweise für all die Glücklichen (und Unglücklichen), die nicht irgendwo anders in der Republik wohnen (oder gerade in Berlin zu Besuch sind).

Beginnen wir mit zwei sehr schönen koreanischen Filmen, die beide am Sonntag zum ersten Mal gezeigt werden.

Treeless MountainTreeless Mountain von der Regisseurin So Yong Kim ist was für FreundInnen kontemplativer Bilder. Es geht um zwei junge Mädchen, Jin und Bin, die von ihrer Mutter, die in die USA aufbricht, um dort den Vater zu (be)suchen, zu einer Tante gebracht werden (vorübergehend angeblich). Die Tante hat allerdings offenbar wenig Lust, sich um die beiden zu kümmern, so dass sie einander überlassen bleiben. Der Film ist konsequent aus der Perspektive der Mädchen erzählt; die Kamera vollzieht ihre Erlebniswelt phänomenal mit.

Zu sehen am 8.2. um 14:15 im CineStar8, am 9. im Arsenal 1 um 20:15, im Delphi am 12. um 19:00 und im Colosseum 1 am 13. um 20:00 Uhr.

Meotjin haruEin sehr zu empfehlender Film ist Meotjin haru (My Dear Enemy) von Lee Yoon-Ki, ebenfalls aus Südkorea. Er erzählt lakonisch, amüsant, mit Liebe fürs Detail das Wiedersehen zwischen Hee-Su und ihrem Exfreund Byung-Woon. Hee-Su möchte endlich die geliehenen 4000 (?) Dollar zurückhaben, Byung-Woon hat das Geld nicht, verspricht aber, es zu besorgen. Er nimmt sie mit auf eine Fahrt durch Seoul, um bei verschiedenen Leuten zu versuchen, Geld aufzutreiben. Das Ganze ist wunderbar geschrieben, gefilmt, gespielt. Der Soundtrack ist auch sehr schön.

Läuft am 8.2. um 19:30 im CineStar 8, tags darauf um 22:30 im Cubix 9, im Delphi am 11. um 14:00 und nochmal im CineStar 8 am 15. um 19:30.

Auf alle Fälle zu vermeiden ist Das Vaterspiel von Michael Glawogger. Misslunger kann ein Film eigentlich nicht sein. Für den solltet ihr die Karten nicht mal geschenkt nehmen und falls ihr sie schon gekauft habt: wegschmeißen.

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