Okt 21 2009

Die Supersalbe Regividerm

Am Mon­tag lief in der ARD die Doku­men­ta­tion „Hei­lung uner­wünscht“, in der es um die Haut­creme Regi­vi­derm (Inhalt: Vit­amin B12 und Avo­ca­doöl) ging, die angeb­lich Mil­lio­nen Men­schen mit schwe­ren Haut­er­kran­kun­gen hel­fen kann. Die Salbe wird aber nicht pro­du­ziert, weil die gro­ßen Phar­ma­kon­zerne sich wei­gern, die Erfin­dung auf den Markt zu brin­gen. Ich habe den Bei­trag nicht gese­hen (bei Inter­esse kann er hier ange­schaut wer­den, und er dürfte die Ver­wer­tungs­schlei­fen der ÖR wohl noch ein paar Mal durch­lau­fen), würde dazu aber doch ganz gerne mal etwas schrei­ben. Ich will hier keine Lanze für die Phar­ma­in­dus­trie bre­chen, aber ich glaube, dass die­je­ni­gen, die (ran­domly selec­ted) jetzt auf die pöh­sen Pharm­apur­chen schimp­fen, etwas vor­schnell mit Urtei­len bei der Hand sind. Wenn man sich über die Schwei­ne­reien der Phar­ma­bran­che infor­mie­ren will, sind Vioxx, Bex­tra, Tha­l­ido­mid oder Tamiflu die geeig­ne­te­ren Stich­wör­ter. Man kann auch ein­fach mal das phar­ma­ko­lo­gi­sche Insti­tut der loka­len Uni-Klinik auf­su­chen, oder das Arznei-Telegramm abonnieren.

Autor der Bei­trags ist Klaus Mar­tens, der pas­sen­der Weise auch gleich ein Buch zum Thema geschrie­ben hat, was auf der ARD-Seite auch mehr als pro­mi­nent bewor­ben wird (mit Salbenrezept!!11!), natür­lich nur für alle Betrof­fe­nen und Inter­es­sier­ten. Die wer­den zusätz­lich noch mit ganz wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen versorgt:

Die kli­ni­schen Stu­dien haben es glän­zend absol­viert. Und auch die Erfah­run­gen der Pati­en­ten, die wäh­rend der Recher­chen des Autors mit der Creme behan­delt wor­den sind, waren außer­or­dent­lich positiv.

Gut, der zweite Satz bewegt sich auf dem Niveau von „Meine Oma hat auch 100 Jahre geraucht, und ist trotz­dem 90 gewor­den“. Der erste Satz, der ist da schon etwas ärger­li­cher. Denn die kli­ni­schen Stu­dien, die mit die­ser Salbe durch­ge­führt wur­den, sind das Papier nicht wert, auf dem sie durch­aus in ange­se­he­nen Fach­zeit­schrif­ten gedruckt wur­den, was uns mehr über die soge­nann­ten Peer-Review-Journals sagt, als über die Wun­der­salbe. Zwei Stu­dien gibt es dazu. Beide sind in Level IVa der Vali­di­täts­kri­te­rien ein­zu­ord­nen. Das ist schon mal nicht beson­ders gut.

Kom­men wir zunächst zum Bri­tish Jour­nal of Der­ma­to­logy. Eine Stu­die über die neue Salbe lässt sich dort fin­den, wenn auch nicht im Voll­text (noch nicht mal über das Netz der Uni Köln, gnarf). Darin geht es um 50 Pati­en­ten mit Neu­ro­der­mi­tis (ato­pic der­ma­ti­tis), die 8 Wochen lang, die­ses Vit­amin B12-Zeug bekom­men haben. Oké, 50 Pati­en­ten ist eh schon nicht so prall, aber 8 Wochen? Bei einer Krank­heit wie Neu­ro­der­mi­tis, die über Jahre, wenn nicht gar Jahr­zehnte besteht? Naja, wol­len wir mal nicht so sein, fra­gen wir uns lie­ber, wie eigent­lich der Erfolg der Salbe gemes­sen wurde. Natür­lich mit dem modi­fied Six Area Six Sign Ato­pic Der­ma­ti­tis score. Aha. Bei die­sem Test begut­ach­tet ein Arzt sechs Sym­ptome an sechs ver­schie­de­nen Stel­len in ihrem Schwe­re­grad. Ein gera­dezu klas­si­sches Bei­spiel für einen Surrogat-Parameter . Der Erfolg wird eben nicht daran gemes­sen, ob die Pati­en­ten weni­ger Cor­ti­son benö­ti­gen, oder ob sie sel­te­ner einen Arzt auf­su­chen müs­sen, son­dern an einem alleine dem (btw. nicht ver­blin­de­ten) Arzt zugäng­li­chen, äußerst frag­wür­di­gen Score. Nett auch, wie aus dem eigent­li­chen metho­di­schen Man­gel der Stu­die, näm­lich der Nicht-Verblindung, noch Aus­sa­gen zwei­fel­haf­ter Qua­li­tät gezo­gen werden:

At the con­clu­sion of the study, the inves­ti­ga­tor and pati­ents awar­ded mostly a ‚good‘ or ‚very good‘ rating to the active drug (58% and 59%, respec­tively) and a ‚mode­rate‘ or ‚poor‘ rating to the pla­cebo (89% and 87%, respectively).

Das kann man sich rich­tig gut vorstellen:

A:„Hier ist die geile neue Wun­der­salbe!„
P:„Geil!„
A:„Und? Ist geil?„
P:„Hammer!„
A:„Und auf den ande­ren Arm kommt Pla­cebo.„
P:„Was?„
A:„So ein Zeug, wo nichts drin ist.„
P:„Geht ja mal gar nicht klar.“

Ebenso inter­es­sant ist die Stu­die aus dem Fach­blatt Der­ma­to­logy. Da wur­den sage und schreibe 13 Pati­en­ten unter­sucht. Die hat­ten zwar keine Neu­ro­der­mi­tis, dafür aber wenigs­tens Schup­pen­flechte. Das Durch­schnitts­al­ter der Pati­en­ten betrug 52 Jahre (was ganz erhel­lend ist, wenn man weiß, dass in der Sen­dung auch kleine Kin­der bei quä­len­der Neurodermitis-Behandlung gezeigt wur­den), und die Pati­en­ten lit­ten bereits seit knapp 21 Jah­ren an Schup­pen­flechte. Zwei davon hat man übri­gens aus der Ana­lyse raus geschmis­sen, blie­ben also 11 Pati­en­ten übrig. Ich will den Leser jetzt nicht mit Sta­tis­tik beläs­ti­gen; aber der Ver­such, mit 11 Pati­en­ten auch nur irgend etwas zu bewei­sen, hat schon etwas Rüh­ren­des. Und Unnö­ti­ges, siehe Power.

Ebenso unnö­tig ist der PASI-Score als pri­mä­rer End­punkt, denn der ist näm­lich ein ebenso taug­li­cher Surrogat-Parameter, wie der modi­fied Six Area Six Sign Ato­pic Der­ma­ti­tis score. Denn ent­schei­dend ist für den Pati­en­ten ja nicht, wie dick seine Haut­ver­än­de­rung ist, oder wie rot, son­dern ob er mit einem neuen Medi­ka­ment weni­ger Neben­wir­kun­gen hat, sel­te­ner zum Arzt gehen muss, etc. Der PASI-Score wurde durch Doktor-Schmusekötters-Wundersalbe natür­lich nicht „bes­ser“, als unter der kon­ven­tio­nel­len The­ra­pie. Für ein angeb­li­ches Wun­der­mit­tel ganz schön wenig.

Regi­vi­derm ist übri­gens mit aben­teu­er­li­chen Behaup­tun­gen als Patent ange­mel­det. Ebenso aben­teu­er­lich und wider­sprüch­lich sind die Schil­de­run­gen im Netz. Bei der SZ heißt es, dass die Salbe schon vor 20 Jah­ren erfun­den wurde, auf der ARD-Seite zum Film wird sie als neu erfun­dene Spe­zi­al­salbe geprie­sen. Wie dem auch sei: Die hei­lende Zau­ber­salbe kommt pas­send zu Film & Buch schon bald in die Apotheken.

Update:
Das Thema scheint auf reges Inter­esse zu sto­ßen. Sowohl bei SpOn, als auch bei der SZ gibt es pro­mi­nent plat­zierte Arti­kel dazu. Lei­der ist gerade der SpOn-Artikel eher mäßig.

Das Fazit der For­scher damals in der Fach­zeit­schrift „Bri­tish Jour­nal of Der­ma­to­logy“: „Die Vit­amin B12-Creme ist dem Pla­cebo bei Neu­ro­der­mi­tis signi­fi­kant über­le­gen. Zudem wurde die Behand­lung gut toleriert.“

Signi­fi­kant über­le­gen im Geruch? In Farbe oder Streich­fä­hig­keit? Ver­pa­ckung? Natür­lich nicht. Über­le­gen ledig­lich im modi­fied Six Area Six Signs Ato­pic Der­ma­ti­tis Score (SASSAD). Ich hatte oben ja schon etwas dazu ver­linkt, aber ich schreibe hier noch­mal das Fazit einer Stu­die auf, die sich mit der Relia­bi­li­tät des SASSAD beschäftigt:

As with many other tes­ted ato­pic eczema sco­ring indi­ces, the SASSAD index is sub­ject to signi­fi­cant inter­ob­ser­ver varia­tion, reflec­ting the dif­fi­cul­ties in reli­a­bly asses­sing eczema seve­rity objectively.

Mit ande­ren Wor­ten: Mes­sen zwei Medi­zi­ner den SASSAD am glei­chen Pati­en­ten, bekom­men beide unter­schied­li­che Resul­tate. Und schlim­mer noch: Mes­sen zwei Medi­zi­ner an zwei Pati­en­ten den SASSAD kann man im Zwei­fels­fall kei­nen Ver­gleich zwi­schen den Pati­en­ten zie­hen. Und genau des­we­gen sollte man der­ar­ti­gen Para­me­tern eigent­lich keine Beach­tung schen­ken. Dass in der Stu­die der Score auch noch modi­fi­ziert wurde, erhöht die Zuver­läs­sig­keit auch nicht gerade.

Doch die Stu­die weist auch in ande­ren Punk­ten Schwach­punkte auf. So wird nicht expli­zit beschrie­ben, ob es eine Ver­blin­dung gab, und wenn ja, wer ver­blin­det wurde. Oder es ist zumin­dest sehr unklar formuliert.

The pla­cebo cream con­tained the colou­ring agent E122 azu­rubin. The appearance, feel and smell of the active medi­ca­tion was indis­tin­gu­is­hable from that of pla­cebo. All study per­sonnel and par­ti­ci­pants were thus blin­ded to tre­at­ment assi­gn­ment for the dura­tion of the study

Was mich vor allem stört, ist das Wört­chen „thus“, über­setz­bar mit „dadurch, auf diese Weise“. Dass Pla­cebo und Verum die glei­che Beschaf­fen­heit haben, ist Vor­aus­set­zung für eine Ver­blin­dung, nicht ihre Ursa­che.
Der nächste Punkt, der Fra­gen auf­wirft, ist die Über­prü­fung der Com­pli­ance. Die Pati­en­ten haben die Salbe ja sel­ber auf­ge­tra­gen, und um zu über­prü­fen, wie regel­mä­ßig sie das getan haben, hat man die Menge gemes­sen, die von den Pati­en­ten nach Abschluss der Stu­die wie­der zurück­ge­ge­ben wurde. Diese Methode scheint mir äußerst unge­nau zu sein, zumal aus der Stu­die nicht ersicht­lich ist, ob die Pati­en­ten vor­her in der Anwen­dung der Salbe geschult wur­den, so dass es zu erheb­li­chen Unter­schie­den bei der ver­wen­de­ten Menge kom­men kann.
Bevor das ganze jetzt in Haar­spal­te­rei endet, will ich noch einen letz­ten Punkt anspre­chen, der die Stu­die abwer­tet. Die Stu­die wurde vom Her­stel­ler der Revigiderm-Salbe unter­stützt. Das ist natür­lich kein Beweis für eine direkte Ein­fluss­nahme, aber ein fader Nach­ge­schmack bleibt.

Apro­pos fader Nach­ge­schmack: Bei Plas­berg wurde auch hef­tig über die Salbe gestrit­ten. Die Sen­dung kann man sich hier noch mal anschauen. Der Auf­tritt von Klaus Mar­tens ist am Ende der Sen­dung, ab Minute 57 geht es los (das kleine Würm­chen kommt natür­lich auch wie­der vor). Plas­berg hat für den mor­gi­gen Fak­ten­check die „Ver­öf­fent­li­chung neuer Stu­dien“ ange­kün­digt. Wenn ich das schaffe, kommt mor­gen noch­mal ein Update. Zum Schluss noch ein Hin­weis auf die Sta­tio­näre Auf­nahme, wo der Fall auch kom­men­tiert wird, und ein Danke an die net­ten Kommentatoren.

Update:
So, der Fak­ten­check ist da, lei­der gänz­lich ohne Fak­ten zu Regi­vi­derm, dafür wur­den auf der Seite mit dem Rezept die Stu­dien wie ver­spro­chen nach­ge­reicht. Gut, eigent­lich ist es nur eine Stu­die, näm­lich die zur Pso­ria­sis. Dazu ein Arti­kel aus der Medi­cal Tri­bune, einer reich bebil­der­ten Illus­trier­ten für Ärzte, die ledig­lich die Neurodermitis-Studie unkri­tisch zusam­men­fasst, und eine als PDF dar­ge­reichte Prä­sen­ta­tion zu der Stu­die (abstract) mit Kin­dern, die übri­gens die ähnlich zwei­fel­hafte Qua­li­tät der ande­ren Stu­dien locker erreicht (Unter­su­chungs­zeit­raum 4 Wochen, pri­mä­rer End­punkt ist auch hier ledig­lich ein (erneut modif­zier­ter) Score-Wert, 21 Pati­en­ten). Da kann man eigent­lich nur fra­gen: WTF, Plas­berg? Dafür, dass du ges­tern so groß getönt hast, ist das wenig bis nichts.

Und um das noch ein­mal klar­zu­stel­len: Ich habe nichts gegen diese Salbe, von mir aus kann sich jeder so viel B12-Creme auf die Haut schmie­ren, wie er möchte. Wem es hilft, der soll es benut­zen. Ich habe ledig­lich geschaut, ob die in dem Martens-Beitrag evo­zier­ten Erwar­tung wis­sen­schaft­lich beleg­bar sind, und das sind sie mei­ner Über­zeu­gung nach nicht. Und so muss sich Klaus Mar­tens auch durch­aus fra­gen las­sen, ob er gren­zen­los naiv ist, oder ob er Schein­wahr­hei­ten in Kauf nimmt (oder sie sogar wie ges­tern bei Plas­berg ver­brei­tet), um sein Buch zu ver­kau­fen. Was ja anschei­nend ganz gut funktioniert.

Update:
Mitt­ler­weile haben (neben ande­ren) FAZ, Welt und Ham­bur­ger Abend­blatt die Geschichte auf­ge­grif­fen. Und je mehr dar­über berich­tet wird, umso ver­ständ­li­cher erscheint meine Kri­tik an den Metho­den der Stu­dien, ins­be­son­dere an der Wahl der End­punkte. Denn was die Salbe nun genau bewirkt, wird auf jeder Seite unter­schied­lich dar­ge­stellt.
So schreibt das Ham­bur­ger Abendblatt:

Im „Bri­tish Jour­nal of Der­ma­to­logy“ wurde eine Stu­die mit 49 Pati­en­ten ver­öf­fent­licht, die an Neu­ro­der­mi­tis lit­ten. Bei ihnen erwies sich die Vit­amin B12-haltige Creme einem Pla­cebo als überlegen.

Da fragt man doch auto­ma­tisch, worin diese Über­le­gen­heit besteht? Ich hatte das ja im ers­ten Update im Zusam­men­hang mit dem SpOn-Artikel geschrie­ben, dass sol­che Aus­sa­gen pro­ble­ma­tisch sind. Lei­der erklärt die Auto­rin auch nicht wei­ter, worin diese Über­le­gen­heit denn eigent­lich besteht. Aber immer­hin hat sie mas­sig Gesell­schaft. Schaut man beim Kurier vor­bei, fin­det man u.a. fol­gende Aussage:

Große Stu­dien feh­len aller­dings. Die Her­stel­ler kön­nen ledig­lich drei klei­nere Unter­su­chun­gen vor­le­gen. Eine davon erfolgte mit 48 Pati­en­ten 2004 an der Uni Bochum, bei der eine posi­tive Wir­kung fest­ge­stellt wer­den konnte.

Beim WDR heißt es nach wie vor:

Zwei Stu­dien der Ruhr-Universität Bochum bestä­tig­ten die Wirk­sam­keit des Mittels.

Über­le­gen­heit in Wirk­sam­keit und Wir­kung? Ja, toll! Und was bewirkt die Salbe nun? Dar­auf gibt lei­der keine Seite einen Hin­weis. Auch der Erst­au­tor der Neurodermitis-Studie, Mar­kus Stü­cker, tut sich offen­sicht­lich schwer damit, etwas zur Auf­klä­rung bei­zu­tra­gen. Das heute-Magazin im ZDF schreibt,

Die Unter­su­chung in Bochum 2004 habe bei den meis­ten Pati­en­ten gezeigt, dass die Salbe hel­fen könne.

Bei n-tv fin­det sich das Zitat

Wir haben einen signi­fi­kan­ten Unter­schied festgestellt.

Kein Wun­der, dass Klaus Mar­tens den Durch­blick ver­lo­ren hat, wenn selbst der Erst­au­tor und „Experte“ Mar­kus Stü­cker nicht erklä­ren kann, was die Salbe jetzt genau macht. Es wird in sei­ner Stu­die auch über­haupt nicht beschrie­ben. Klar ist nur, dass die Effi­ciacy (zu deutsch: Wirk­sam­keit) über­prüft wird. Wie die nun genau defi­niert ist, steht aller­dings an kei­ner Stelle. Also sind die bei­den sekun­dä­ren End­punkte, Ein­schät­zung der Wirk­sam­keit durch Arzt und Pati­ent, voll­kom­men arbi­trär.
Beson­ders erkennt­nis­re­sis­tent ist man aber offen­bar beim Ber­li­ner Kurier. In einem Arti­kel von ges­tern wird gna­den­los gejubelt.

Das Duo mischt Vitamin-B12-Pulver mit Avocado-Öl und einem Emul­ga­tor. Klin­gel­höl­lers Freun­din tes­tet – und ist begeis­tert. Die Haut schuppt nicht mehr, wird glatt und geschmei­dig. Noch bes­ser: keine Neben­wir­kun­gen wie bei her­kömm­li­chen Cor­ti­son­prä­pa­ra­ten!
Dermatologie-Professor Peter Alt­meyer von der Uni Bochum macht die erste kli­ni­sche Stu­die, ver­öf­fent­licht die posi­ti­ven Ergeb­nisse. Die Medi­zin­welt ist begeistert.

Auch hier, neben der voll­kom­men unkri­ti­schen Per­pe­tu­ie­rung der ewig glei­chen Wun­der­hei­lungs­ge­schich­ten, kei­ner­lei Anga­ben zur Art der „posi­ti­ven Ergebnisse“.

177 Kommentare zu “Die Supersalbe Regividerm”

  • Jens Jens Sagt:

    Mein Sohn (3 Jahre) und ich lei­den an Neu­ro­der­mi­tis. Mein Soh ist davon beson­ders stark betrof­fen. Er schläft keine Nacht durch,weil es juckt und er kratzt sich die Haut auf. Als wir de Fern­seh­be­richt gese­hen haben, kam Hoff­nung in uns auf, dass unse­rem Sohn end­lich gehol­fen wer­den kann. Mitte Novem­ber kam das Mit­tel auf den Markt und wir pro­bier­ten es sofort an mir und mein Sohn aus. Das Ergeb­nis war, dass bei mir keine Bes­se­rung ein­trat und bei mei­nem Sohn der Zustand sich sogar ver­schlech­terte. Nach­dem er es auf der Haut hatte juckte er sich noch mehr und die Haut wurde noch schup­pi­ger. Ich glaube, dass wir kein Ein­zel­fall sind und es sich hier um blan­ken Betrug han­delt. Auch kann ich mir nicht erklä­ren, dass bei den Inhalts­stof­fen die Creme so teuer ist. Ich werde mich bei dem Her­stel­ler beschwe­ren und behalte mir recht­li­che Schritte vor.

  • kalle kalle Sagt:

    Taugt nix Ist Schrott und dann noch viel zu teuer

  • David Schraven David Schraven Sagt:

    Sehr guter Bei­trag. Bin im Rück­blick echt beein­druckt, wie schnell hier durch­ge­blickt wurde.

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