Jan 16 2009

Follow me! [Update]

nonofollow-LogoAls anfan­gen­der Blog­ger (≠ blog­gen­der Anfän­ger) gibt es eini­ges zu ent­schei­den: Nach der Wahl des Blog-Tools, muss man sich neben der Wahl des rich­ti­gen The­mes für sein Spiel­zeug auch dar­über Gedan­ken machen, ob es jetzt nofol­low oder nono­fol­low bzw. dofol­low heißt.

Zur Erklä­rung: Google, Yahoo! und MSN haben 2005 das Attri­but rel=„nofollow“ ein­ge­führt. Es teilt Such­ma­schi­nen mit, dass sie einen Link nicht berück­sich­ti­gen sol­len. Die Ein­füh­rung wurde als Vor­beu­gung gegen Kom­men­tar­spam erdacht — funk­tio­niert aber nicht…1

Die Blo­go­sphäre lebt von Ver­lin­kung. Wir haben uns daher gegen diese Ein­schrän­kung ent­schie­den. Dafür spre­chen min­des­tens diese 11 Gründe:

  1. nofol­low ver­hin­dert Kom­men­tar­spam nicht
  2. nofol­low ist seman­tisch unkorrekt
  3. nofol­low zer­stört Ver­bin­dun­gen zwi­schen Websites
  4. nofol­low ist nur nütz­lich für Such­ma­schi­nen, nicht aber für Menschen
  5. nofol­low könnte genutzt wer­den um Web­sites auszusperren
  6. nofol­low dis­kri­mi­niert regu­läre Benut­zer als Spammer
  7. nofol­low nimmt Kom­men­ta­to­ren die ver­diente Aufmerksamkeit
  8. nofol­low könnte genutzt wer­den um Web­logs zu diskriminieren
  9. nofol­low hin­dert das Web daran, ein Netz zu sein
  10. nofol­low unter­bin­det die Ver­brei­tung von freier Meinungsäußerung
  11. nofol­low wurde im Stil­len ent­wi­ckelt, und nur Such­ma­schi­nen­be­trei­ber waren an der Dis­kus­sion beteiligt

Word­Press, das Blog-Tool unse­rer Wahl, hat sich unnö­ti­ger Weise der nofollow-Fraktion ange­schlos­sen und ver­hängt über externe Links unge­fragt den nofollow-Bann. Nach­dem ver­schie­dene Lösun­gen mit dem letz­ten WordPress-Update Pro­bleme hat­ten, macht jetzt DoFol­low den Weg frei. Wer wis­sen will, wer noch so denkt, kann sich das Firefox-Add-on NoDo­Fol­low instal­lie­ren und die nofollow-Links mar­kie­ren las­sen. Spam wird übri­gens trotz­dem geblockt.

Update: Wie man heute lesen konnte, ist Akis­met, der WordPress-eigene Spam-Schutz anschei­nend rechts­wid­rig. Akis­met also aus. Kein Grund aber nofol­low wie­der anzu­stel­len. YAWASP ist ein her­vor­ra­gen­der Ersatz und sam­melt außer­dem keine google­ar­ti­gen Daten­berge an. Zum Down­load geht’s hier.

  1. Frank Helm­schrott: Der kleine nofollow-Report []

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