Fotografischer Adventskalender 7 (du Hauron, 1877)

Vor zwei Tagen konnten wir ja bereits die erste Farbfotografie der Welt bewundern, heute wollen wir die Entwicklung der Polychromie in der Fotografie weiter belichten beleuchten. Betrachtet man unser heutiges Foto, treten an den Rändern Überlappungen in den Sekundärfarben Rot, Grün und Blau deutlich hervor. Das ist allerdings kein gewollter künstlerischer Effekt, sondern ein Resultat der von Hauron 1868 patentierten subtraktiven Farbmischung, die auch in der modernen Farbfotografie genutzt wird.

Wikipedia weiß: “Die Erklärung beruht auf der Dreifarbentheorie und der Tatsache, dass die Zapfen auf der Netzhaut des Auges ihre maximale Empfindlichkeit für diejenigen Wellenlängen-Bereiche des Lichts haben, denen wir die Farbempfindungen Blau, Grün und Rot zuordnen: Werden in der Anordnung oben die Farbfilter Gelb, Magenta und Cyan mit neutralweißen Licht durchleuchtet, werden durch Absorption komplementärfarbige Spektralbereiche herausgefiltert. Beim gelben Filter wird zum Beispiel der blaue Bereich absorbiert. Das passierte Spektrum kann die blauempfindlichen Zapfen wenig oder kaum anregen und wird deshalb vom Auge als Gelb registriert. Das gelbe und das cyanfarbige Filter absorbieren zusammen den blauen und den roten Bereich. Der grüne Bereich, für den das Auge einen eigenen Zapfentyp besitzt, kann passieren. Wo das magentafarbige Filter dazukommt, wird die unbunte Farbe Schwarz wahrgenommen, denn dieses absorbiert den bisher noch durchgelassen grünen Bereich. Außerhalb der Filter passiert das unbeeinflusste ursprüngliche Licht und verursacht im Auge die Wahrnehmung höchster Helligkeit beziehungsweise den Farbeindruck Weiß. Die Farben der Filter, im Bild oben Gelb, Magenta und Cyan, werden als Primärfarben der subtraktiven Farbmischung, die erzeugten Farben als Sekundärfarben, hier Blau, Grün und Rot, bezeichnet.”

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