Gastbeitrag von Bini Adamczak Wen’s betrifft

Demokratie ist eigentlich recht einfach. Entscheidungen treffen nicht die Stärkeren, die Wohlgeboreneren, die Reicheren oder die Klügeren. Entscheidungen werden vielmehr von denen getroffen, die von ihnen betroffen sind. Über die Straßenverkehrsordnung Berlins muss sich keine Münchnerin den Kopf zerbrechen, das kann sie getrost den Berlinerinnen überlassen; ein unsicheres Atomkraftwerk in Biblis hingegen geht auch die …

plinks kw 30/17 Kommentar zum Kartell

Wenn Autoanzünder Terroristen sind, weil sie Menschen töten könnten, warum sind Autobauer, die Menschen töten, dann keine Terroristen? http://taz.de/Kommentar-Zukunft-der-Autoindustrie/!5429102/

Jean-Christophe Victor (1947–2016)

Gestern ist auch noch Jean-Christophe Victor gestorben, der in seiner Sendung „Mit offenen Karten“ auf arte immer diese interessanten Entdröselungen geopolitischer Zusammenhänge vorgenommen hat. Er wird uns fehlen. 

Unausgegorene Gedanken zu Twelve-Nineteen Unfall oder Unfall?

Am Sonntagabend (18. Dezember) habe ich mit einem guten Freund eine lange Diskussion über die Frage individueller Schuld geführt. Dabei habe ich (mehr oder weniger ad hoc) meine These in der Formulierung zugespitzt, dass ich delinquente Akte – von Taschendiebstahl bis Mord – sämtlich als gesellschaftliche Unfälle betrachten würde. Am Montagabend (19. Dezember) stand dann …

Trump und die Folgen (2) Bannon und sein fünfzigjähriges Reich

Steve Bannon ist eine einigermaßen faszinierende Figur. Ein Halbintellektueller mit Geschichtsbewusstsein und genauem Gespür für Stimmungen in breiten Bevölkerungskreisen. Ein Stratege und bekennender Nationalist und Populist. Einer, für den die letztgenannten Etiketten nicht etwa diffamierend sind, sondern Elemente der Selbstverortung im politischen Koordinatensystem:  I’m a nationalist. An economic nationalist. In meinem letzten Beitrag habe ich den Teufel an die Wand gemalt. Das erste und …