Demo-Aufruf UNITED NEIGHBOURS

 

(via)

Die Proteste um den Oranienplatz, um die besetzte Schule in der Ohlauer Straße und in der Gürtelstraße haben den Kampf gegen Rassismus und Kapitalismus in der Stadt auf eine neue Ebene gehoben. Wir, Geflüchtete und stadtpolitische Aktive, kämpfen gemeinsam gegen Verhältnisse, in denen unser Bedürfnis nach Wohnraum, Bewegungsfreiheit, nach Solidarität und einem selbstbestimmten Leben von Politik und Polizei unterdrückt wird.

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Ein Grund zur Freude Zabriskie Buchladen

zabriskie-point-overvue-death-valley-united-states+1152_12994555458-tpfil02aw-29684Wie schön: Seit dieser Woche hat der neue Buchladen Zabriskie in der Manteuffel-Straße 73 geöffnet. Im Herzen von Kreuzberg werden den letzten Bibliophilen feine Schätze, Klassiker und Raritäten zu den Themenfeldern Gegenkultur, Rausch, Utopie, Obskures & Kultiges in Film und Musik geboten. Die Auswahl ist noch nicht riesig groß, aber dafür umso erlesener. Die kluge, geschmackvolle Leserin wird hier sicher fündig werden. Hübsch eingerichtet ist der Laden auch und lädt zum Verweilen ein. Ich werde dort die ein oder andere gemütliche Stunde verbringen und in den schönen Büchern blättern. Ein Grund zur Freude!

Ökologie

Mangroven statt Müll

Die größte Mülldeponie Lateinamerikas nahe Rio de Janeiro wurde geschlossen. Sie soll durch ein modernes Abfallverarbeitungszentrum ersetzt werden. Für ehemalige Müllsammler gibt es Sozialpläne.

Wer auf dem 50 Meter hohen Hügel in Jardim Gramacho steht, an der Küste von Duque de Caxias, der Nachbarstadt am nördlichen Rand von Rio de Janeiro, hat einen wunderbaren Blick auf die malerische Guanabara-Bucht. Eingefasst von den Ausläufern der Serra do Mar, lässt sich im Süden, wenn das Wetter es erlaubt, sogar der Zuckerhut erkennen. Sollte jemand trotz der atemberaubenden Landschaft unbedachterweise atmen, wird er oder sie schnell merken, woraus der Hügel besteht. Auf 140 Hektar türmen sich hier 60 Millionen Tonnen Müll, die in 34 Jahren angehäuft wurden. Nur mit einem löchrigen Zaun begrenzt, erstreckt sich das Gelände bis an die Küste. Die giftige Gülle fließt ungeklärt in die Bucht und hinterlässt einen dunklen, kilometerlangen Film im Wasser. Es stinkt zum Himmel.

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PLinks 34/11 Kranbesteiger

Ein Blick in den Blick: News von nebenan, kolportiert durch das Zürcher Boulevardblatt:

«Gegen 18 Uhr gestern Abend ging der Anruf bei der Polizei ein: Auf der Waffenplatzstrasse stehe ein Mann auf dem Kran, hiess es. Sofort rückten die Einsatzkräfte aus. Die Strasse wurde abgesperrt. Die ganze Nacht über harrte der Ungar im Kran aus. Jetzt sitzt er noch immer da. Stundenlang führten Spezialkräfte der Polizei Gespräche mit dem Mann, sagte Polizei-Sprecher Marco Cortesi. Doch was der Mann will, sei noch immer unklar. Er habe weder «eine politische Botschaft, noch Selbstmordabsichten». Er wolle nur einfach nicht vom Kran hinuntersteigen.»

So neu ist das allerdings auch nicht. In Zürich scheint das Besteigen von Kränen ein beliebtes Hobby von eher weniger beliebten (weil «ausländischen», oder, noch schlimmer: «Asyl suchenden») Mitbürgern zu sein: Nachdem im Mai letzten Jahres ein mutiger (oder eher lebensmüder) Rumäne den 35-Meter-Kran beim Prime-Tower erklomm, kletterte im September  «schon wieder ein Kranbesetzer» auf einen Kran, rief auf Transparenten zu mehr Respekt gegenüber Asylanten auf, und bewarf die Polizei mit Rosen – was für eine nette Geste gegen die mangelnde Gastfreundschaft!