Es ist vollbracht, die Online-Petition ist durch: Um 1:15 haben wir die 50000 geknackt, in weniger als drei Tagen! (Wir haben nachrecherchiert.) Man könnte fast euphorisch werden! Trotz Zensur auf den Servern des Bundestags (mehr dazu hier, mit großer Linksammlung und Videos der Bundestagsdebatte) und nachvollziehbarer Kritik am ePetitionsverfahren. Aus dem Netz kam reichlich Argumentationshilfe, der AK Vorrat richtete ein Netzzensur-Wiki ein und sogar Microblogging war ausnahmsweise einmal sinnvoller als sonst.
Wer wollte, konnte ein Interview von Sascha Lobo mit Petentin Franziska Heine lesen, und, ja, sogar das ehemalige Nachrichtenmagazin schloss sich den Argumenten der Netznutzer an. Sollte es jetzt (wie zu erwarten) doch dazu kommen sollte, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als das Internet vor den Internet-Ausdruckern zu verstecken. Eines verstehe ich nicht: Warum werden Gesetze entworfen/beraten/beschlossen, die keiner will? Gegen Kinderpornos vorgehen, klar, das kommt gut an, vor allem in einem Wahljahr. Aber wieso dann nicht richtig? Wer hat ein Interesse an einem Gesetz wie diesem? Gibt es etwa eine Internet-Ausdrucker-Lobby?
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Was heißt denn „Internet-Ausdrucker“? Ist das neuer blogosphärischer Jargon, den ich natürlich wieder nicht mitbekommen habe?
Folge dem Link: http://www.politiker-stopp.de.
Hhm, ich druck selber gerne aus. Bei längeren und wichtigen Texten habe ich diesen „Bleistift-in-der-Hand-zum-Unterstreichen“-Habitus. Steigert die Aufmerksamkeit und Genauigkeit der Lektüre, kann ich nur empfehlen.