Lyrik III

Die von mir geschätzte Autorin Ulla Hahn, eini­gen Lesern vielle­icht durch ihren Roman Juden­buche, ach Quatsch, Das ver­bor­gene Wort bekan­nt, gelangte zunächst als Lyrik­erin (Stich­wort: Neue Sub­jek­tiv­ität) zu größer­er Bekan­ntheit.

Allein

Ich hab die Schnau­ze voll ich
bin auch müde und fürcht mich
jet­zt schon vor dem ersten war­men Tag
den kleinen Kindern und den
schwangern Frauen und was das
Früh­jahr noch erzeu­gen mag.

Ich bin allein ich hab nichts
zu ver­lieren als ein paar
Tage vom ver­gang­nen Jahr
und Angst mit mir was Neues
zu pro­bieren nicht zu krepiern
an dem was niemals war.

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