Die von mir geschätzte Autorin Ulla Hahn, einigen Lesern vielleicht durch ihren Roman Judenbuche, ach Quatsch, Das verborgene Wort bekannt, gelangte zunächst als Lyrikerin (Stichwort: Neue Subjektivität) zu größerer Bekanntheit.
Allein
Ich hab die Schnauze voll ich
bin auch müde und fürcht mich
jetzt schon vor dem ersten warmen Tag
den kleinen Kindern und den
schwangern Frauen und was das
Frühjahr noch erzeugen mag.
Ich bin allein ich hab nichts
zu verlieren als ein paar
Tage vom vergangnen Jahr
und Angst mit mir was Neues
zu probieren nicht zu krepiern
an dem was niemals war.
Hinterlasse einen Kommentar
Weitere Beiträge zum Thema:
- Lyrik IX flaute Zur Zeit vergeht und verwirklicht sich in den Weltereignissen immer die...
- Lyrik XXII — Ko Un Dass es nicht ganz leicht ist, Lyrik zu übersetzen, haben wir hier...
- Lyrik XX — Nico Bleutge dann löste sich die hitze langsam vom balkon und der blick wurde...

