Dez
11
2009
Lyrischer Adventskalender 11 — Reinig
Robinson
Machmal weint er wenn die worte
still in seiner kehle stehn
doch er lernt an seinem orte
schweigend mit sich umzugehn
und erfindet alte dinge
halb aus not und halb im spiel
splittert stein zur messerklinge
schnürt die axt an einen stiel
kratzt mit einer muschelkante
seinen namen in die wand
und der allzu oft genannte
wird ihm langsam unbekannt
(Christa Reinig, 1964)
Weitere Beiträge zum Thema:
- Lyrischer Adventskalender 9 — Lavant Die Bettlerschale Horch! das ist die leere Bettlerschale, halb aus...
- Lyrischer Adventskalender 5 — Borchardt Urlaub Fort fort und lungere mir nicht neben der Fensterbank...
- Lyrischer Adventskalender 12 — Krolow Drei Orangen, zwei Zitronen Drei Orangen, zwei Zitronen: - Bald...
- Lyrischer Adventskalender 7 — Eich Inventur Dies ist meine Mütze, mein Mantel, hier mein Rasierzeug...
- Lyrischer Adventskalender 8 — Bachmann Die große Fracht Die große Fracht des Sommers ist verladen,...
