Mehr als 5.000 Demonstranten gegen rechte Hetze

In Berlin Neukölln waren gestern Abend, zwischen 18.30 und 21.00 mehr als 5.000 Leute gegen Nationalismus und rechte Hetze auf der Straße. Die Demo war kurzfristig angemeldet gewesen, mobilisiert wurde praktisch nur über soziale Netzwerke, es hat die ganze Zeit leicht geregnet – dafür war die Teilnehmerzahl erstaunlich. Erstaunlich und eigentlich empörend ist aber auch, dass darüber kaum berichtet wurde oder nur in kurzen Notizen in den Berliner Zeitungen: Berliner ZeitungTagesspiegel. Ein Video gibt’s beim rbb. Immerhin bei Spiegel Online kann man noch was lesen. Dass aber die größeren Tageszeitungen, dass FAZ, SZ, taz, und dass Nachrichtensendungen wie heute und Tagesschau etc. gar nichts darüber bringen, ist sehr bedenklich. Denn eigentlich hat die gestrige Demo mal wieder deutlich gezeigt: WIR SIND MEHR!

Mehr als 5.000 Demonstrant_innen gegen Rechts am Hermannplatz in Berlin

In Berlin wird wieder besetzt

Vor dem Hintergrund ständig steigender Mieten und einem immer noch hohen Leerstand (der sich teilweise aus Spekulationsinteressen erklärt), greifen mehrere Gruppen in Berlin auf die bewährte Praxis der Hausbesetzung zurück. Heute wurden gleichzeitig neun Gebäude besetzt:
Odenwaldstraße / Ecke Stubenrauchstraße (Steglitz);
Finowstraße / Ecke Frankfurter Allee (Friedrichshain);
Bornsdorfer Straße 37b (Neukölln);
Reichenberger Straße 114 (Kreuzberg);
Petersburger Straße 16 (Friedrichshain);
Arndtstraße 13 (Kreuzberg);
Regattastr. 277 (Grünau);
Rummelsburger Landstraße (Bootsschuppen);
Karl-Marx-Straße 145 (Neukölln).

Von der Reichenberger 114 höre ich gerade, die Stimmung unter den ca. 100 Sympathisanten vor dem Haus sei hervorragend.

Hier gibt’s Infos: #besetzen.

Demo-Aufruf UNITED NEIGHBOURS

 

(via)

Die Proteste um den Oranienplatz, um die besetzte Schule in der Ohlauer Straße und in der Gürtelstraße haben den Kampf gegen Rassismus und Kapitalismus in der Stadt auf eine neue Ebene gehoben. Wir, Geflüchtete und stadtpolitische Aktive, kämpfen gemeinsam gegen Verhältnisse, in denen unser Bedürfnis nach Wohnraum, Bewegungsfreiheit, nach Solidarität und einem selbstbestimmten Leben von Politik und Polizei unterdrückt wird.

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