Demokratiebewegung Open Mike

Zwar schon zweieinhalb Wochen alt, aber bisher kaum beachtet. Eine noch sehr kleine Gruppe Unzufriedener in Berlin fühlt sich von Arabien & Spanien inspiriert und greift zwecks Verständigung und Artikulation der eigenen Wünsche zum Mikrofon. Ich hoffe sehr, dass diese Bewegung wächst.

 

PLinks KW 12/11 Das Schöne

Weil wir mit unseren bescheidenen Mitteln und knappen Zeitresourcen dem sich in alle Richtungen überschlagenden Weltgeschehen ja ohnehin nicht mehr beikommen können, versuchen wir es erst gar nicht, und verlinken einfach Belangloseres – aber Schöneres:

1. das schönste Weblog im deutschsprachigen Netz (das keins sein will)

2. das Blog mit dem schönsten Untertitel

3. einen sehr schönen Text von Diedrich Diederichsen – diesen vor allem weil es mir, mit dem Fahrrad unterwegs im Berliner Stadtverkehr, peinlicherweise oft ganz genauso geht oder ging wie D. Diederichsen – ich mir mein eigenes Fahrradnazitum aber nie so schön explizieren konnte (via).

Ansonsten kann man ja auch noch anderes lesen als Internet, wie ich z.B. die durchgängig empfehlenswerte, sehr schön gestaltete und preisgünstige Reihe Argentinischer Literatur im WagenbachVerlag. Und auch sonst alles von Aira.

Exportierte deutsche Verlogenheit

Die Rebellion der ägyptischen Bevölkerung gegen das Regime unter Präsident Mubarak hält an. Nach einer kurzen Anlaufphase, sind mittlerweile alle großen Nachrichtensender vor Ort und berichten. Unterdessen weiß auch der letzte Pauschaltourist, dass es mit dem Pyramiden-Gucken erst mal nichts wird. Und mit dem medialen Fokus auf die Geschehnisse in Nordafrika und die arabischen Staaten, sucht Berlin gemeinsam mit den anderen westlichen Finanziers seine Zuarbeit für die autoritären Eliten von Ägypten über Libyen bis nach Tunesien vergessen zu machen und mahnt jetzt, da es offensichtlich opportun ist, zaghaft demokratische Rechte an.

FDP-Chef Westerwelle beweist wieder einmal ausreichend Schamlosigkeit, indem er erst am 27. Januar verlangt, in Ägypten müsse „der Respekt vor den Bürgerrechten“ gewahrt werden und nach einem Telefonat mit Oppositionsführer El Baradei am 2. Februar sogar die Sicherheitsbehörden in Ägypten auffordert „keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden“. Gleichzeitig erwecken er und die Bundesregierung den Eindruck, Deutschland habe mit den bedrängten Regimes nichts zu schaffen. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. Berlin arbeitet seit Jahren mit den nordafrikanischen Diktaturen eng zusammen. ((via)) Weiterlesen