Der Räuber

Gestern abend habe ich nun endlich auch Der Räuber (Benjamin Heisenberg, D 2010) gesehen, der im Berlinale-Wettbewerb lief und den ich dort verpasst hatte. Er ist ganz großartig. Nicht makellos — er hat Schwächen, wo die meisten Berliner-Schule-Filme Schwächen haben: bei den Dialogen — aber doch großartig. Die Kameraarbeit von Reinhold Vorschneider scheint mir hier noch brillanter …

Berlinale: Por tu culpa

Einer der besten Filme dieser Berlinale läuft überraschenderweise in der Panorama-Sektion. Die Rede ist von Por tu culpa (It’s your fault, ARG/F 2010) von der argentinischen Regisseurin Anahí Berneri. Gleich zu Beginn des Films musste ich an Lars von Triers Credo denken, ein Film müsse sein wie ein Stein im Schuh. Die erste Sequenz spielt in der Wohnung einer …

Berlinale: Rumänischer Wettbewerbsbeitrag

Eigentlich ist es in jedem Jahr das gleiche. Erst stürze ich mich wie ein Doofer in jede angebotene Pressevorführung, stelle dann fest, dass da viel Mist läuft, bekomme schlechte Laune und einen gehörigen Hass auf die Veranstalter der Berlinale: Wie kann man dem Publikum so einen Schrott vorsetzen? Nach einem Tag Retrospektiven-Katharsis wird meine Wahl …

Berlinale: Beste

Eine praktische Übung in self fulfilling prophecy: Erst schreiben, dass die besten Filme der Berlinale die alten sind, die in den verschiedenen Retrospektiven laufen, dann nur diese Filme gucken, dann feststellen, dass dies die besten sind, die man gesehen hat. Ganz einfach. Also, die bisher besten Filme: 1. Bill Douglas Trilogy: drei Filme von 1972, 1973 und …

Berlinale zum 60.

Eben wurde mit dem Film Tuan Yuan die Berlinale eröffnet, die heuer ihren 60. Geburtstag feiert. Das ist kein Grund für Jubelgeschrei. Denn im Grunde handelt es sich um eine recht triste Veranstaltung. Sehr viele ziemlich schlechte oder gerade noch mittelmäßige Filme laufen hier und man hat nicht das Gefühl, dass das mit den Jahren besser, …