Das Beschissenste…

…und Traurigste, was es im Fernsehen zu sehen und zu hören gibt, sind Menschen, die, wie eben bei heute, Sätze sagen wie:

„Es gibt Leute, die für 5 € die Stunde gar nicht erst die Beine aus dem Bett schwingen. Wir aber sind froh, überhaupt eine Arbeit zu haben.“
(Frisörin, die an jedem Monatsende noch beim Arbeitsamt um Zuschuss bitten muss.)

alle spiele. alle tore. keine hymnen

von zeit zu zeit werden hochkonkurrierende spezialarbeiter namens fußballprofis nach leistungs- und staatsangehörigkeitskritierien zusammengewürfelt und in repräsentativer absicht als nationale elfen gegeneinander aufs feld geschickt. wer trotz dieser unschönen ausgangsbedingungen freude daran empfindet, sich die mitunter sehenswerten ballkünste anzuschauen, ist gezwungen, sich mit den patriotischen motiven dieser veranstaltung auseinanderzusetzen. der hierzulande mit deutschland- und bierfahne zelebrierte fußballnationalismus, der stets ein besonderer bleibt, weil er nicht nur “deutsche siege” feiert, sondern immer auch das recht der deutschen auf von den verbrechen des nationalsozialismus unbelasteten nationalen taumel reklamiert, macht auch vor der fernsehmoderation nicht halt, während die drastischen auswirkungen der wm im ausrichtenden land kaum eine meldung wert sind. so auch in diesem sommer, so auch im bezug auf südafrikas gegenwart und geschichte wie z.B. den support von wm-sponsor daimler benz für das regime der apartheid. um den freundinnen und freunden einer nationenfreien welt aber wenigstens vor den bildschirmen eine umgebung mit zivilisatorischen mindeststandards zu schaffen, bietet der garten des ://about blank (markgrafendamm 24 c // 10 245 berlin // s-bhf ostkreuz) für alle spiele eine antinationale oase, inklusive bar, cocktails, grill und panini-bilder tauschbörse.

[via]

Best Picture Noms of 1962 vs. 2010

I was listening to a recent All Things Considered episode on NPR the other night about basically how shitty this year’s Oscar nominees are (agreed, especially considering it’s 5 more than the usual) compared to 1962’s Oscars, a year that SHOULD have had 10 nominees. And no I haven’t, nor do I EVER plan on seeing The Blind Side, but I can’t help but think that despite how amazing Sandra Bullock’s performance might have been (totally doubtful), the bottom line is, she’s nominated and these films WERE NOT. Dig: Weiterlesen

The Oscars reloaded

Es hieß, die 81. Academy Award-Show solle diesmal viel „frischer“ und „ein wenig unkonventioneller“ werden. Es waren sogar „Überraschungen“ angekündigt worden. Die von ABC neu angeheuerten Produzenten Laurence Mark and Bill Condon hatten sich also viel vorgenommen. ((Interview mit den Produzenten)) Teil der Frischzellenkur war auch die Nominierung eines Toten. Die Frage, ob Heath Ledger posthum als Bester Darsteller ausgezeichnet würde, sollte helfen, endlich wieder die Massen vor die Fernsehgeräte locken. Die meisten der weltweit übertragenden Fernsehstationen spielten mit und hatten dementsprechend Ang Lees Oscarfilm Brokeback Mountain im Vorprogramm – wenn auch in Italien nur teilweise. Dass Slumdog Millionaire abräumen und Kate Winslet ihren Oscar bekommen würde, war schon vorher abgemachte Sache (siehe Time-Cover vom Sonntag vor der Show). Aber sollten die endlosen Musical-Medleys mit Hugh Jackman tatsächlich das versprochene Unkonventionelle eines Neuanfangs darstellen? Weiterlesen

The Wire

Sind wir ja große Fans von, und, obwohl damit wohl nicht alleine, damit in Deutschland wohl eher in der Minderheit. Bei Telepolis ist jetzt unter dem Titel „Policing Dystopia“ eine sehr schöne Einführung in die Serie erschienen. Kann man auch lesen, wenn man die Serie schon kennt (oder komplett gesehen hat).
Wer die Serie nicht kennt, sollte sich schleunigst mal hier umschauen.