Ad ACTA II Die Diskussion

Etwas ide­al­typ­isch verz­er­rt kann man sagen, dass in der Diskus­sion zwei schein­bar gän­zlich inkom­men­su­rable Welt­bilder aufeinan­der prallen. Das äußert sich zunächst an den die Zustände beschreiben­den Ter­mi­ni. So wieder­holt die eine Seite — nen­nen wir sie «die Kon­ser­v­a­tiv­en» — das Mantra, das Run­ter­laden von copy­right-geschütztem Mate­r­i­al im Inter­net sei «Dieb­stahl». Noch vor eini­gen Tagen titelte das Berlin­er …

Lob des Plagiats — Teil 2

Wie nen­nt man eigentlich eine Per­son, deren haupt­säch­liche und/oder erwerbliche Arbeit darin bestünde, zu plagi­ieren, was das Zeug hält. Pla­giant? Plag­i­ta­tor? Plagik­er? Der Vor­fwurf, der momen­tan an den Vertei­di­gungsmin­is­ter gerichtet wird, er hätte gemogelt, wie es etwa Spiegel Online mit der Über­schrift “Gut­ten­bergs Schum­mel­pas­sagen im Überblick” anbi­etet, oder die Süd­deutsche mit einem “Man kann auch …

PLinks KW 41/10

Heute geht es um Infor­ma­tion und ihre visuelle Darstel­lung. Da gibt es näm­lich her­vor­ra­gende Beispiele im Netz. So hat Gre­gor Aisch die Parteis­penden der let­zten 8 Jahre visu­al­isiert und und zeigt uns ein arti­fizielles Myzel der finanziellen Abhängigkeit­en der Berlin­er Repub­lik. Unbe­d­ingt im inter­ak­tiv­en Orig­i­nal anschauen und daran rum­spie­len. Und wer mir sagen kann, warum die …

Die EU will einen digitalen Binnenmarkt

Das ist ja prin­cip­iell eine gute Idee, aber warum müssen in solchen Eck­punk­tepa­pieren immer so unnötige und absurde Behaup­tun­gen drin­ste­hen. Copy­right is the basis for cre­ativ­i­ty. Kann sich denn kein­er in der EU-Bürokratie vorstellen, dass Kreativ­ität bedin­gungs­los ist? Dass Men­schen musizieren oder Büch­er schreiben, ohne im Hin­terkopf die ver­schiede­nen Dis­tri­b­u­tion­skanäle auf ihr Cash-Flow-Poten­tial hin zu sortieren? Der …

Hasenfüßige Osterlektüre

Es ist Ostern. Eine Zeit, die ich tra­di­tioneller­weise in einem Haushalt mit gutem Essen und einem FAZ-Abon­nement ver­bringe. Es ist ein wenig wie Wei­h­nacht­en mit Sonne, nur mit Lamm statt Gans. So komme ich ein­er­seits in den Genuss famil­iär­er Haus­man­nskost, aber ander­er­seits auch in die Ver­legen­heit, den kon­ser­v­a­tiv­en Blödsinn der “Zeitung für Deutsch­land” zu lesen. …