freitag

Kann man ja mal machen. Wochentag nennen ist nie verkehrt. Ein neuer Freitag, der mich begrüßt.
Die Printausgabe hab ich nur kurz angeschaut im Büdchen, online scheint es eher nicht so prall zu sein. Für meinen Geschmack: Viel zu viel flash (man kann auch mit JS eine gute Benutzeroberfläche bieten, siehe Gugl), Kommentarsystem noch nicht ausgereift, aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, und so wollen wir hoffen, dass freitag.de doch noch eine Plattform für emanzipative Diskurse sein kann (so, wie es wahrscheinlich gedacht und verkauft wurde).
Es würde dem Freitag gut stehen, mit dem Medienpartner von der Insel, auch ein wenig britisches Understatement zu kultivieren. Noch ist davon leider wenig zu spüren. Dennoch:
Das Potential ist vorhanden. Wenn man die richtigen Leute zusammenbringt, die Oberfläche hier und da etwas abspeckt und poliert, scheint es ein ganz interessanter Neubeginn, zumal die alte Homepage doch etwas sehr nüchtern wahr.

So wird erneut die Entropie, und wir mit ihr, urteilen können, ob Jakob Augstein und seine Mitstreiter das selbst gesetzte Ziel erreichen. Ich wünsche ihnen zum neuen Start: Viel Erfolg!

P.S.: Wie man die falsche Leute zusammen bringt, zeigt neben stehende Illustration:

Werbe-Titel

freitag screenshotErstmals in ihrer Geschichte hat die ehrwürdige New York Times diese Woche Werbung auf ihrer Titel-Seite zugelassen. Die Reaktionen waren vielfältig. Die Grenzen sind nun anscheinend gefallen und die „Ost-West-Wochenzeitung“ Freitag geht noch einen Schritt weiter. Nachdem in der gedruckten Ausgabe bereits eine ganze Seite ersatzlos durch Anzeigen ersetzt wurde, wird ebenfalls seit dieser Woche die gesamte Homepage mit Werbung überdeckt. Ein Countdown zählt die Zeit bis zum „neuen Freitag“. Wie der aussehen wird, hat Neubesitzer Jakob Augstein der Springer-Presse erklärt.