Drüben im ND

Ganz am Anfang mag es mal eine gute Idee gewe­sen sein: Lebens­mit­tel nicht wegschmeißen, son­dern verteilen. Das klingt nett, das ver­ste­hen alle. In jedem anderen Land als diesem kön­nte diese Idee vielle­icht funk­tion­ieren. In diesem unseren Land jedoch wird auch aus so ein­er harm­losen, lieben Idee ein Ungetüm, ein Schau­platz nieder­ster Instink­te, ein ganzes Abbild der deutschen Gesellschaft im Kleinen. Noch im Kampf um Müll gibt es oben und unten, müssen sich die Braun­häuti­gen und Man­deläugi­gen hin­ten anstellen und dop­pelt so nett sein wie alle anderen. Noch im Kampf um Müll muss den Befehlen der Kom­man­dan­ten gehorcht wer­den, muss Reih und Glied herrschen und schwebt über allem die Zuchtrute. Und noch im Kampf um Müll gibt es predi­gende Mil­lionäre, die genaue Vorstel­lun­gen haben, wie die Ärm­sten diesen Kampf zu führen haben.

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