PLinks KW 19/11 Kollektives Schreiben

12. Mai 2011 | 1 Kommentar

Wir hatten vor kurzem (bzw. mittlerweile schon etwas längerem) die Idee zu einem Buch. Es sollte darin um dicke Eier, Gomez, Hitler, Dr. Rrranz und den Regenwald gehen und — das ist jetzt in diesem PLink-Zusammenhang interessant — in einem Kollektiv geschrieben werden. Weil wir nun einmal in verschiedenen Städten und Ländern wohnen, stellte sich die Frage, wie die grenzüberschreitende Kollaboration funktionieren sollte. Dass das nicht über Briefpost gehen würde, war klar. Und siehe da — die Lösungen liegen schon bereit, man schaue nur ins Netz:

  • Google Docs — ist auf jeden Fall die naheliegendste Lösung. Man erstellt ein Dokument und gibt es frei. Hatten wir auch bei der Übersetzung von Assanges „Conspiracy as Governance“ so praktiziert. Für die Zwecke (ein linerarer Text) war das angemessen, aber nicht unbedingt perfekt. Für eine Storyentwicklung muss etwas maßgeschneidertes her.
  • Celtx — ist so etwas maßgeschneidertes. Hauptsächlich für die Entwicklung von Drehbüchern geschrieben, lassen sich damit auch Theaterstücke, Radio– und Fernsehstücke, Comics und eben Romane entwickeln. Wir hatten vor einigen Jahren die Beta-Version ausprobiert und angefangen einen Kurzfilm zu schreiben, nunja, über „Das Princip des Films“ kamen wir nicht hinaus und in der Folge entstand dieses Blog… » Weiterlesen… «

Contralex Flash: Shazam

10. Mai 2011 | Kommentieren

Der muss noch raus, bevor die das auch noch verfilmen…

Flash Gordon: Shazam © Contralex


Schriftkultur

Ordentliches Gekrittel am taz-Gekrakel

3. Mai 2011 | 11 Kommentare

Gedacht als „Ansprechpartner für brisante Informationen“ gibt es seit Kurzem eine neue Rubrik in der taz: opentaz. Hier darf der verbeamtete Geheimnisverräter seine Dokumente anonym abladen oder der geneigte Leser sich auch mal ein Thema wünschen. Diesmal also die baden-württembergische Schreibreform der Grundschulen. Anscheinend interessiert sich die Leserschaft unheimlich für dieses brisante Sujet. Klingt zwar erst unwahrscheinlich, ist es aber wahrscheinlich doch nicht — angesichts der Leserschaft dieses Blattes (junge Eltern u. dergl. m.).

Und wie zu erwarten: Die Taz steigt voll ein. Titelstory! Schließlich geht es um unsere KINDER. German Angst wieder einmal. Und diesmal ist es nicht der Terrorismus, auch nicht der böse Muselmann, diesmal ist das Abendland bedroht durch die vermeintliche Abschaffung der Schreibschrift.

Einige Bundesländer, allen voran BaWü, planen die verbundenen Schreibschriften abzuschaffen und stattdessen die Grundschrift einzuführen. Verbundene Schreibschriften? Das sind die (dekadisch wechselnden) Schriften, die jedes Kind der 2. Klasse in eigens dafür gedruckten Heftchen bis zur Sehenscheidenentzündung eintrainieren musste, obwohl man ja schon längst eine Schrift (nämlich die im 1. Schuljahr mühsam erlernte Druckschrift) beherrschte, um dann später doch eine individuelle, persönliche Handschrift zu entwickeln.

Die Grundschrift ist (und da ist Herr Füller von der taz, wie aus sonst des Öfteren, falsch informiert) auch eine Schreibschrift. Durch ein unkompliziertes System von verbundenen Druckbuchstaben soll eine flüssige Handschrift entstehen, mit der Kinder lebenslang lesbar, ergonomisch richtig und vor allem gerne schreiben. So hat es zumindest der in der Tat renomierte Pädagoge Horst Barnitzky erfolgreich erprobt.

„Verrat unserer Schriftkultur“ ängstigt sich Ute Andresen. » Weiterlesen… «


PLinks KW 18/11 Ideen, die Vergangenheit und die Zukunft

3. Mai 2011 | Kommentieren

Es lohnt sich doch manchmal sich mit den Ideen anderer Leute zu beschäftigen. Ideen können bekannterweise die Welt verändern. So begab es sich 1989, im Jahr des Mauerfalls, dass Tim Berners-Lee seine Idee eines Hypertext-Systems umsetzte, mit dem Ziel wissenschaftliche Dokumente, die zu der Zeit häufig für andere unzugänglich in den Computern ihrer Verfasser fristeten, plattform– und programmunabhängig Anderen zur Verfügung zu stellen. Die Idee war gut und führte letztlich zu dem weltweiten Netz von Hypertext-Seiten (kurz WWW), das wir heute kennen.

Den Ideen anderer Leute widmet sich TED, ein Portal, dass sich der Verbreitung von Ideen verschrieben hat. Dahinter steht eine kleine NGO mit einigen großen Sponsoren — was die Plattform aber nicht davon abhält z. B. auch ein Interview mit Julian Assange zu veröffentlichen.

Wie sich Tim Berners-Lee, heute Direktor des W3C, vor zwei Jahren die Zukunft des Web vorstellte, kann man sich auch bei TED angucken. Der Vortrag zeigt ein Appell dafür strukturierte Daten zu veröffentlichen, möglichst direkt im „Linked data“ Format, das Berners-Lee in seiner Rede beschreibt. Ziel ist ein „semantisches“ Web, das neue Möglichkeiten für komplexe Suchanfragen und Visualisierungen von Daten ermöglicht. Ein Jahr später berichtet Berners-Lee dann von ersten Erfolgen: Veröffentlichte Verkehrsdaten ermöglichen es Fahrradunfälle auf einer Karte darzustellen und die Internetgemeinschaft hilft nach dem Erdbeben von Haiti bei der Erstellung einer Straßenkarte von Port-au-Prince, auf der auch Flüchtlingscamps verzeichnet sind. Alles schön also im Web von Morgen.

Ein aktueller Vortrag von dem eher unbekannten Eli Pariser zeigt (wiederum bei TED) eine etwas andere Realität und eine andere Form der Datennutzung. » Weiterlesen… «


Der Grundstein für eine lateinamerikanische Dekade

28. April 2011 | Kommentieren

Klaus Schwab © World Economic Forum (CC-BY-SA)

Klaus Schwab @ WEF LA 2011

Zwischen 27. und 29. April findet in Rio de Janeiro das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt — in einer Sonderausgabe mit Fokus auf Lateinamerika. Untertitel: „Laying the Foundation for a Latin American Decade“. Die Ortswahl ist kein Zufall: Öl in Venezuela, Erdgas in Bolivien, chilenisches Kupfer, Kohle aus Kolumbien, Lithium im Dreiländereck Chile, Bolivien, Argentinien für Millionen von Akkus künftiger E-Autos, Agrarprodukte wie Soja und Fleisch aus Brasilien. 200 Jahre nach der Unabhängigkeit wird die Neue Welt noch immer als Rohstofflieferant für den Norden gesehen. Doch davon wird in Rio keine Rede sein. » Weiterlesen… «


PLinks KW 17/11 Linke, Libyen, Legales

27. April 2011 | 1 Kommentar

Die Principien-Links der Woche:

Als würde sich die Linke nicht schon selbst zerreden und in lächerliche Führungsdebatten verfallen, die durch haltlose „Sprachregelungen“ verhindert werden sollen, nein, jetzt ist sie auch noch offen antisemitisch:

Die UN-Resolution 1970, die — im Gegensatz zur Resolution 1973 — von allen Mitglieder des Sicherheitsrats angenommen wurde, ordnet das Einfrieren aller Vermögenswerte des Gaddafi-Clans an. Nach einem Sturz des Regimes soll es dann „an das libysche Volk“ zurückgezahlt werden, so die Absichtserklärung. Doch was ist, wenn ein Teil des Clans an der Macht bleibt?

Apple verklagt ja im Moment jeden, der einen Touchscreen verbaut oder das Wort Appstore ausspricht. » Weiterlesen… «


PLinks KW 16/11 Digitale Gesellschaft

18. April 2011 | Kommentieren

Bloggerland hat jetzt also einen Klassensprecher.

Das möchte man zumindest meinen, so wie sich die Digitale Gesellschaft auf der diesjährigen re:publica der Welt präsentiert hat (und danach im NachtMagazin):

(via)

Alles ganz selbstlos also? Selbstloser Streiter für eine bessere (Netz-)Welt? Sicher stehen gute Absichten hinter der Vereinsgründung von Beckedahl und Co, aber genau so wie das mit der Wahl in die Schülervertretung war — es ging damals ehrlich gesagt, nicht nur um die Belange der Klassenkameraden (mehr Tischtennisplatten, weniger Hausaugaben), sondern auch (und vor allem) um die halbjährliche SV-Fahrt und die Freistunden — so wird es auch den digitalen Gesellschaftern gehen. Skepsis ist demnach angebracht.

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PLinks KW 15/11

13. April 2011 | 1 Kommentar

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Sidney Lumet (1924−2011)

9. April 2011 | Kommentieren

Einer der letzten großen Regisseure Hollywoods ist heute gestorben. Mögen wir alle in Gedenken an ihn 12 Angry Men schauen und Making Movies lesen.

Good style, to me, is unseen style. It is style that is felt.

(Sidney Lumet. Making Movies. 1995)

 


Internazionale 2 — 5 Schalke

6. April 2011 | Kommentieren