Wer wählt, wählt verkehrt — die Linke

26. September 2009 | 2 Kommentare

Oskar Lafontaine (© Deutsches Bundesarchiv, Engelbert Reineke)
Das größte Problem der Linken ist dieser Satz:

Der Staat ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter ihnen zu Billiglöhnen die Arbeitsplätze wegnehmen.

Oskar Lafontaine am 14. Juni 2005

Es ist lächerlich, wenn gerade bürgerliche Medien wie Bild, FAZ und Spiegel der Linken generell die geschichtsvergessene Verwendung eines Nazi-Jargons vorwerfen. Zu leugnen ist aber nicht, dass gerade ein Politiker wie Lafontaine, Autor eines Artikels mit dem Titel „Korruption der Sprache und des Denkens“, mit rechtslastigen Sprüchen die Leine bewusst ziemlich weit an den rechten Rand hängt.

Für noch bedenklicher halte ich allerdings, die in dem Satz enthaltene nationalistische Migrations– und Sozialpolitik, die mit sozial-demokratischen Rezepten der 70er Jahre ordnungspolitische Maßnahmen propagiert, die unser staatliches System nicht einmal in Frage stellt. Wo bleibt da die Alternative?

Womit wir am Ende unserer kleinen Serie wären. Was also morgen wählen? Überhaupt wählen?


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