Jan 29 2010

Zugabe

Und die Pro­pa­ganda geht wei­ter. Inzwi­schen wird wirk­lich jede auch nur halb­wegs plau­si­ble Gele­gen­heit genutzt, nach Regeln (d.h. Geset­zen) fürs Inter­net zu rufen. Womit lei­tet die FAZ den Bericht zum neuen Apple-Spielzeug ein?

Die ganze com­pu­te­ri­sierte Welt spielt ver­rückt, weil da einer in San Fran­cisco eine Elek­tro­ta­fel aus­packt, aber Jaron Lanier, der Tech­no­guru und Inter­netskep­ti­ker, lässt sich nicht aus der Ruhe brin­gen. „Ich wün­sche Apple alles Gute“, sagt er, „für die Mensch­heit wird es jedoch eher von grund­le­gen­der Bedeu­tung sein, ein welt­weit gül­ti­ges Abkom­men über die Bezah­lung von Infor­ma­tion, von geis­ti­gem Eigen­tum zu tref­fen. Sonst ist es nicht mög­lich, wirk­lich ver­netzt zu sein.“

Abge­se­hen davon, dass es sich dabei wie­der um die Lanier-typische geis­tige Diarrhoe han­delt — was genau hat das jetzt mit dem iPad zu tun? Egal, Haupt­sa­che schnell noch­mal Restrik­tio­nen gefordert. Die Bür­ger­li­chen haben offen­bar eine ganz fürch­ter­li­che Angst vorm Chaos — sie brau­chen Regeln, Kon­trol­len, Sank­tio­nen - und davor, dass das Geld nicht ganz so strom­för­mig fließt, das Kapi­tal nicht ganz so rei­bungs­los akku­mu­liert, wie unter jenen erspon­nen idea­len Bedin­gun­gen, die vom Staat doch bitte ganz schnell wie­der her­ge­stellt wer­den sol­len. Fes­se­lung der Pro­duk­tiv­kräfte, ick hör dir trapsen.

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