Zugabe

Und die Pro­pa­gan­da geht weit­er. Inzwis­chen wird wirk­lich jede auch nur halb­wegs plau­si­ble Gele­gen­heit genutzt, nach Regeln (d.h. Geset­zen) fürs Inter­net zu rufen. Wom­it leit­et die FAZ den Bericht zum neuen Apple-Spielzeug ein?

Die ganze com­put­er­isierte Welt spielt ver­rückt, weil da ein­er in San Fran­cis­co eine Elek­trotafel aus­packt, aber Jaron Lanier, der Technogu­ru und Inter­netskep­tik­er, lässt sich nicht aus der Ruhe brin­gen. „Ich wün­sche Apple alles Gute“, sagt er, „für die Men­schheit wird es jedoch eher von grundle­gen­der Bedeu­tung sein, ein weltweit gültiges Abkom­men über die Bezahlung von Infor­ma­tion, von geistigem Eigen­tum zu tre­f­fen. Son­st ist es nicht möglich, wirk­lich ver­net­zt zu sein.“

Abge­se­hen davon, dass es sich dabei wieder um die Lanier-typ­is­che geistige Diar­rhoe han­delt — was genau hat das jet­zt mit dem iPad zu tun? Egal, Haupt­sache schnell nochmal Restrik­tio­nen gefordert. Die Bürg­er­lichen haben offen­bar eine ganz fürchter­liche Angst vorm Chaos — sie brauchen Regeln, Kon­trollen, Sank­tio­nen — und davor, dass das Geld nicht ganz so strom­för­mig fließt, das Kap­i­tal nicht ganz so rei­bungs­los akku­muliert, wie unter jenen erspon­nen ide­alen Bedin­gun­gen, die vom Staat doch bitte ganz schnell wieder hergestellt wer­den sollen. Fes­selung der Pro­duk­tivkräfte, ick hör dir trapsen.

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