Die Moral der Form (I): Romuald Karmakar

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Romuald Kar­makars Herange­hensweise an die Real­ität der Hand­lun­gen ist phänom­e­nol­o­gisch-erkun­dend. Die Phänomene wer­den kom­men­tar­los zum Sprechen gebracht, bis sie sich selb­st kom­men­tieren. Alexan­der Hor­wath spricht von einem „gereizten Fremd­heits­ge­fühl“, aus dem sich Kar­makars dis­tanziert­er, beobach­t­en­der, immer jedoch: insistieren­der Blick – vor allem auf Deutsch­land – speist. Zwis­chen Blick und Bild schiebt sich eine gläserne Wand, …

Das utopische Klo

Wenn wir von Utopie und so reden, meint Bini, dür­fen wir auch das utopis­che Klo nicht vergessen.

Hasenfüßige Osterlektüre

Es ist Ostern. Eine Zeit, die ich tra­di­tioneller­weise in einem Haushalt mit gutem Essen und einem FAZ-Abon­nement ver­bringe. Es ist ein wenig wie Wei­h­nacht­en mit Sonne, nur mit Lamm statt Gans. So komme ich ein­er­seits in den Genuss famil­iär­er Haus­man­nskost, aber ander­er­seits auch in die Ver­legen­heit, den kon­ser­v­a­tiv­en Blödsinn der “Zeitung für Deutsch­land” zu lesen. …

Lyrik XIII

An die Nachge­bore­nen 1 Wirk­lich, ich lebe in fin­steren Zeit­en! Das arglose Wort ist töricht. Eine glat­te Stirn Deutet auf Unempfind­lichkeit hin. Der Lachende Hat die furcht­bare Nachricht Nur noch nicht emp­fan­gen. Was sind das für Zeit­en, wo Ein Gespräch über Bäume fast ein Ver­brechen ist. Weil es ein Schweigen über so viele Untat­en ein­schließt! Der dort ruhig über die Straße geht Ist wohl nicht …