Advent-Event Mogadischu

Kurz bevor die Nad­ja Uhl ihren Dienst auf der Land­hut antritt, lehnt sie noch schnell den schlampi­gen Heirat­santrag ihres Fre­un­des mit den Worten ab: “Mach das mal besser!”.

Das wer­den sich auch die Mach­er des ARD-Fernseh-Events Mogadis­chu gedacht haben, als sie diese “hochemo­tionale Heldengeschichterein­sze­nierten. Geübt in der­lei Kost haben team­Worx einen imposant ein­fall­slosen Geschichts­brei gebraut, in dem auch Veroni­ka Fer­res die Rolle neben Thomas Kretschmann hätte spie­len kön­nen. Ob jet­zt die Patin eine Luft­brücke ein­richtet, damit Stauf­fen­berg während der Sturm­flut in Dres­den die Mauer wieder­auf­bauen kann, ein “Kampf um den Erhalt der Wale dabei auch zum Kampf um ihre Fam­i­lie wird” oder “die Fer­res” gar nicht erst mit­spielt, ist eigentlich auch völ­lig egal, solange nur kon­se­quent der Ansatz weit­er­ver­fol­gt wird, das Erzählen von Geschicht­en bzw. von Geschichte zu einem Ereig­nis wer­den zu lassen, in dem wenig­stens eine Stunde kraftvolle, Epos sug­gerierende, melo­drama­tis­che Hans Zim­mer-artige Film­musik laufen kann, die das Wun­der voll­bringt, jeden eige­nen Gedanken zum The­ma wegzublähen. In diesem Sinne und mit den Worten von Saïd Tagh­maoui: “Don’t fuck­ing move!”

Eine Meinung zu “Advent-Event Mogadischu

  1. […] die Besprechung eines Films, in dem sowohl Veroni­ka Fer­res als auch Moritz Bleib­treu mit­spie­len, diese bei­den Ele­mente in die schlechte Kri­tik nicht einmal […]

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