Berlinale ’11 — Fazit

Ich geste­he faul gewe­sen zu sein. Beson­ders aus dem Wet­tbe­werb­spro­gramm habe ich deut­lich weniger Filme gese­hen als in den let­zten Jahren (neben Schlafkrankheit lediglich Wern­er Her­zogs schöne und witzige Höhlen-3D-Doku Cave of For­got­ten Dreams, die lei­der außer Konkur­renz lief, und den etwas lah­men, sehr durch­schaubaren, aber auch nicht wirk­lich schlecht­en kore­anis­chen Beitrag Come Rain, Come …

Berlinale ’11 Auftakt

Zugegeben: fühlt sich schon ein wenig blöd an, wenn in Ägypten ger­ade Großes passiert («friedliche Rev­o­lu­tion»!), und man selb­st von nichts anderem zu bericht­en hat als von dritt- oder viertk­las­si­gen Film­chen, aus denen man nach 20 Minuten frus­tri­ert fluchtar­tig raus­läuft. Meine Berli­nale begann ein biss­chen ver­spätet heute um 12.30 mit der Abhol­ung mein­er (dritt- oder …

Der Räuber

Gestern abend habe ich nun endlich auch Der Räu­ber (Ben­jamin Heisen­berg, D 2010) gese­hen, der im Berli­nale-Wet­tbe­werb lief und den ich dort ver­passt hat­te. Er ist ganz großar­tig. Nicht makel­los — er hat Schwächen, wo die meis­ten Berlin­er-Schule-Filme Schwächen haben: bei den Dialo­gen — aber doch großar­tig. Die Kam­er­aar­beit von Rein­hold Vorschnei­der scheint mir hier noch bril­lanter …

Berlinale: Por tu culpa

Ein­er der besten Filme dieser Berli­nale läuft über­raschen­der­weise in der Panora­ma-Sek­tion. Die Rede ist von Por tu cul­pa (It’s your fault, ARG/F 2010) von der argen­tinis­chen Regis­seurin Anahí Berneri. Gle­ich zu Beginn des Films musste ich an Lars von Tri­ers Cre­do denken, ein Film müsse sein wie ein Stein im Schuh. Die erste Sequenz spielt in der Woh­nung ein­er …

Berlinale: Rumänischer Wettbewerbsbeitrag

Eigentlich ist es in jedem Jahr das gle­iche. Erst stürze ich mich wie ein Doofer in jede ange­botene Pres­sevor­führung, stelle dann fest, dass da viel Mist läuft, bekomme schlechte Laune und einen gehöri­gen Hass auf die Ver­anstal­ter der Berli­nale: Wie kann man dem Pub­likum so einen Schrott vorset­zen? Nach einem Tag Ret­ro­spek­tiv­en-Kathar­sis wird meine Wahl …