Ach, wär doch Kreuzberg überall!

Dann läge Schwarz-gelb deut­lich unter 20% und es gäbe eine sat­te Zwei­drit­telmehrheit für Rot-rot-grün.
Hier das offizielle Endergeb­nis für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Zweit­stim­men):

Merk­mal Bun­destagswahl 2009 Bun­destagswahl 2005 Dif­ferenz
abso­lut % abso­lut % abso­lut %-Pkte.
Auszäh­lungs­stand 162 100,0 164.740 x x
Wäh­ler 123.839 72,3 125.668 76,3 -1.829 -4,0
ungültige Stim­men 1.934 1,6 1.977 1,6 -43 0,0
gültige Stim­men 121.905 98,4 123.691 98,4 -1.786 0,0
SPD 24.639 20,2 37,4 -21.596 -17,2
CDU 13.629 11,2 11,1 -67 0,1
DIE LINKE 29.115 23,9 19,2 5.374 4,7
GRÜNE 35.586 29,2 23,5 6.525 5,7
FDP 7.222 5,9 4,4 1.719 1,5
NPD 964 0,8 1,0 -307 -0,2
REP 198 0,2 0,2 -103 0,0
BüSo 122 0,1 0,1 -5 0,0
PSG 144 0,1 0,1 35 0,0
MLPD 107 0,1 0,1 -14 0,0
DKP 289 0,2 x 289 0,2
DVU 89 0,1 x 89 0,1
DIE VIOLETTEN 605 0,5 x 605 0,5
Die Tier­schutz­partei 1.362 1,1 x 1.362 1,1
ödp 243 0,2 x 243 0,2
Pirat­en 7.591 6,2

Und Chris­t­ian Strö­bele hat zum drit­ten Mal das Direk­t­man­dat geholt, mit 46,8 % der Erst­stim­men. Gratulation!


Schwarz(gelb)malen für Anfänger

Möllemann hätte sich gefreut

Mölle­mann hätte sich gefreut

Jet­zt wird durchregiert. Alles wird anders schlim­mer. Wir haben mal gesam­melt, was alles wie schlimm:

das Streben jedes Einzel­nen nach Glück auch für die Gesamtheit die besten Ergeb­nisse gewährleis­tet, [und] jed­er Men­sch in erlebter Frei­heit seine Chan­cen erkun­den und daraus eigen­ver­ant­wortlich seine Werte find­en und sein Glück schmieden kann.

Jed­er also wieder seines eige­nen Glück­es Schmied. Wun­der­bar. Ver­ab­schieden dür­fen wir uns auch von dem ganzen anderen sozialen Quatsch:

Haben wir etwas vergessen? Ach ja. De nu min­nista for extier­iör: Weit­er­lesen

Wer wählt, wählt verkehrt — die Linke

Oskar Lafontaine (© Deutsches Bundesarchiv, Engelbert Reineke)
Das größte Prob­lem der Linken ist dieser Satz:

Der Staat ist verpflichtet zu ver­hin­dern, dass Fam­i­lien­väter und Frauen arbeit­s­los wer­den, weil Frem­dar­beit­er ihnen zu Bil­liglöh­nen die Arbeit­splätze wegnehmen.

Oskar Lafontaine am 14. Juni 2005

Es ist lächer­lich, wenn ger­ade bürg­er­liche Medi­en wie Bild, FAZ und Spiegel der Linken generell die geschichtsvergessene Ver­wen­dung eines Nazi-Jar­gons vor­w­er­fen. Zu leug­nen ist aber nicht, dass ger­ade ein Poli­tik­er wie Lafontaine, Autor eines Artikels mit dem Titel “Kor­rup­tion der Sprache und des Denkens”, mit recht­slasti­gen Sprüchen die Leine bewusst ziem­lich weit an den recht­en Rand hängt. Weit­er­lesen

Wer wählt, wählt verkehrt — Piraten-Partei

Shamus

Shamus

Shamus ist Pirat. Sein Vater war ein Baum, was ihn automa­tisch zu einem Öko macht. Wom­it wir auch schon bei dem beliebten Ver­gle­ich sind, der besagt, die Pirat­en befän­den sich dort, wo die Grü­nen vor ca. 30 Jahren waren. Doch der Ver­gle­ich hinkt so sehr wie besagter Shamus — und der hat zwei Holzbeine.

Die Grü­nen leg(t)en zwar ihren Fokus eben­falls auf ein einzelnes, damals noch unbe­set­ztes The­ma: Umwelt. Sie waren aber niemals eine monothe­ma­tis­che Partei. Ihre Anhänger rekru­tierten sich aus einem tat­säch­lichen Mil­lieu, und das lässt sich dig­i­tal ein­fach nicht konstruieren.

Davon ist bei den Pirat­en nichts zu sehen. Von Milieus sollte man auch nicht reden, weil sie sich nicht am Rech­n­er kon­sti­tu­ieren. Zudem fehlen ein­fach die Intellek­tuellen, die aus dem Anliegen ein Welt­bild formen.

Weit­er­lesen