Lyrik XII — Das Vorfrühlingsgedicht

Alle reden vom Wet­ter, wir auch. Aus gegeben­em Anlass nach dem Früh­lings- nun ein Vor­früh­lings­gedicht (Vor­früh­ling — ein Wort fast so schön wie Spätkap­i­tal­is­mus, aber dauert nicht so lange und kommt alle Jahre wieder…).   Vor­früh­ling Es läuft der Früh­lingswind Durch kahle Alleen Selt­same Dinge sind Seinem Wehn. Er hat sich gewiegt, Wo Weinen war, Und hat sich geschmiegt In zer­rüt­tetes Haar. Er schüt­telte nieder Akazien­blüten Und kühlte …

Lyrik XI — Das Frühlingsgedicht

Am let­zten Sam­stag war in Köln der erste Früh­lingstag zu bestaunen: 17° — T‑Shirt-Wet­ter, Fris­bee-Wet­ter! Und auch in Berlin scheint die Sonne warm. Aus diesem Anlass hier ein Gedicht von Ger­hard Falkn­er, in dem der Früh­ling und Köln vorkom­men. Wer ein anderes schönes Früh­lings­gedicht ken­nt (es gibt ja noch zwei oder drei), kann uns dies …

Lyrik X

Die neue Plat­te von Beck (Mod­ern Guilt) ist ganz großar­tig. Aber die Tat­sache, dass Beck Sci­en­tologe ist, macht ihn deut­lich unsym­pa­this­ch­er. In diesem Fall hat sich das bei mir zwar nicht auf den ästhetis­chen Genuss und die ästhetis­che Wertschätzung sein­er Musik aus­gewirkt. Es ist jedoch kaum zu leug­nen, dass das Bild, das man sich von der Kün­st­lerin oder dem …

Lyrik IX

flaute Zur Zeit verge­ht und ver­wirk­licht sich in den Wel­tereignis­sen immer die lang­weilig­ste und unin­ter­es­san­teste Vari­ante. (Dani­il Charms) vom mag­net­berg aus ankert ein schiff nur abseits vom strom und zwis­chen den nägeln zieht mannhaft die mannschaft den bore­as den pas­sat ganz stromgerecht in ihre lun­gen ein und ste­ht und geht mit der zeit: das erste jahr war ein dilem­ma das zweite wurde noch viel schlim­mer allein …

Lyrik VIII

Schu­lar­beit­en Der Fortschritt  hat keene Lust, sich zu küm­mern um mir. Und wat mir anje­ht, habick keene Lust, mir um den Fortschritt zu küm­mern. Denn unsere­ins war ja als Men­sch wohl zuerst da. So, mein Kind, das schreib­ste in dein Schul­heft rein. (Gün­ter Bruno Fuchs)