Wohin die Reise gehen soll, 3

All­ge­mein gesagt ist das größte Prob­lem des Kap­i­tal­is­mus in Zeit­en der Krise, dass die indi­vidu­ellen Reak­tio­nen von Unternehmer*innen gesamtheitlich betra­chtet nicht­in­tendierte neg­a­tive Fol­gen haben: Eine Unternehmer*in entlässt die Hälfte ihrer Belegschaft, weil sie die Gehäl­ter nicht mehr zahlen kann. Die ent­lassene Belegschaft ver­liert mit ihrem Einkom­men ihre Kaufkraft, daher geht die Nach­frage von Kon­sumar­tikeln zurück. …

Wohin die Reise gehen soll

An ander­er Stelle wird disku­tiert, in welchem Maße die Krise glimpflich­er ver­laufen wäre/würde, wenn wir es nicht mit ein­er kap­i­tal­is­tisch dominierten Wel­tord­nung zu tun hät­ten. Um Bini zu zitieren: “Ich denke es ist wichtig zu unter­schei­den, was an der gegen­wär­ti­gen und kom­menden ökonomis­chen Krise von dem Virus verur­sacht ist und was vom Kap­i­tal­is­mus. Es …

Trump und die Folgen (2) Bannon und sein fünfzigjähriges Reich

Steve Ban­non ist eine einiger­maßen faszinierende Fig­ur. Ein Hal­bintellek­tueller mit Geschichts­be­wusst­sein und genauem Gespür für Stim­mungen in bre­it­en Bevölkerungskreisen. Ein Stratege und beken­nen­der Nation­al­ist und Pop­ulist. Ein­er, für den die let­zt­ge­nan­nten Etiket­ten nicht etwa dif­famierend sind, son­dern Ele­mente der Selb­stveror­tung im poli­tis­chen Koor­di­naten­sys­tem:
 I’m a nation­al­ist. An eco­nom­ic nation­al­ist.
In meinem let­zten Beitrag habe ich den Teufel an die Wand gemalt. Das erste und …

Griechenland in der Krise Betrieb in Selbstverwaltung

Die Arbeiter/innen von Vio.Me., ein­er Baustoff-Fab­rik in Thes­sa­loni­ki, die von ihren Besitzern aufgegeben wurde, wur­den seit Mai 2011 nicht mehr bezahlt. Auf ein­er Gen­er­alver­samm­lung haben sie beschlossen, die Fab­rik zu beset­zen und unter direk­ter demokratis­ch­er Arbeit­erkon­trolle zu betreiben. Nach einem Jahr des Kampfes, der Aufmerk­samkeit und Sol­i­dar­ität in Griechen­land und weltweit erregt hat, haben sie …

Die Krise und die Folgen II Öffentlicher Selbstmord

Heute vor­mit­tag hat sich ein griechis­ch­er Rent­ner auf dem zen­tralen Syn­tag­ma-Platz erschossen, nur einige hun­dert Meter vom Par­la­ment­sein­gang ent­fer­nt. Haupt­grund scheint die Verzweifelung über seine Ver­schul­dung gewe­sen zu sein.

Augen­zeu­gen bericht­en, der Mann habe, bevor er abdrück­te, gerufen: «So hin­ter­lasse ich meinen Kindern keine Schulden». Es habe sich offen­bar um einen sym­bol­isch motivierten Akt gehan­delt, mut­maßte ein­er der Zeu­gen, da …