Oscar Ribeiro de Almeida de Niemeyer Soares Filho

Estou cansado de dizer adeus”

Oscar Niemeyer

In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezem­ber starb Oscar Niemey­er im Hos­pi­tal Samar­i­tano in Botafo­go, Rio de Janeiro. Am 15. wäre er 105 Jahre alt gewor­den. (via)

Ökologie

Mangroven statt Müll

Die größte Müllde­ponie Lateinamerikas nahe Rio de Janeiro wurde geschlossen. Sie soll durch ein mod­ernes Abfal­lver­ar­beitungszen­trum erset­zt wer­den. Für ehe­ma­lige Müll­samm­ler gibt es Sozialpläne.

Wer auf dem 50 Meter hohen Hügel in Jardim Gra­ma­cho ste­ht, an der Küste von Duque de Cax­i­as, der Nach­barstadt am nördlichen Rand von Rio de Janeiro, hat einen wun­der­baren Blick auf die malerische Gua­n­abara-Bucht. Einge­fasst von den Aus­läufern der Ser­ra do Mar, lässt sich im Süden, wenn das Wet­ter es erlaubt, sog­ar der Zuck­er­hut erken­nen. Sollte jemand trotz der atem­ber­auben­den Land­schaft unbe­dachter­weise atmen, wird er oder sie schnell merken, woraus der Hügel beste­ht. Auf 140 Hek­tar tür­men sich hier 60 Mil­lio­nen Ton­nen Müll, die in 34 Jahren ange­häuft wur­den. Nur mit einem löchri­gen Zaun begren­zt, erstreckt sich das Gelände bis an die Küste. Die giftige Gülle fließt ungek­lärt in die Bucht und hin­ter­lässt einen dun­klen, kilo­me­ter­lan­gen Film im Wass­er. Es stinkt zum Himmel.

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#Occupy Rio

Rio de Janeiro ist besetzt!

Occu­py jet­zt auch in Rio! Mehr unter: #Ocu­paRio

Fotos vom 29.10.2011 © Prin­cip­i­en (CC BY-NC-SA)

Drehortsbesichtigung Waste Land: Jardim Gramacho

Diese Woche läuft Deutsch­land die Oscar-nominierte Doku­men­ta­tion Waste Land von Lucy Walk­er in den Kinos an. Der Pub­likum­spreis-Gewin­ner von Sun­dance und Berli­nale-(Panora­ma) han­delt von dem Kün­stler Vik Muniz, der auf der größten Müllde­ponie Lateinamerikas mith­il­fe der dor­ti­gen Cata­dores (Müll­samm­ler) riesige Kunst­werke aus Müll bastelt, Fotos davon schießt und diese anschließend bei Sothe­beys verkauft.

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Der Grundstein für eine lateinamerikanische Dekade

Klaus Schwab © World Economic Forum (CC-BY-SA)

Klaus Schwab @ WEF LA 2011

Zwis­chen 27. und 29. April find­et in Rio de Janeiro das Weltwirtschafts­fo­rum (WEF) statt — in ein­er Son­der­aus­gabe mit Fokus auf Lateinameri­ka. Unter­ti­tel: “Lay­ing the Foun­da­tion for a Latin Amer­i­can Decade”. Die Ortswahl ist kein Zufall: Öl in Venezuela, Erdgas in Bolivien, chilenis­ches Kupfer, Kohle aus Kolumbi­en, Lithi­um im Dreilän­dereck Chile, Bolivien, Argen­tinien für Mil­lio­nen von Akkus kün­ftiger E‑Autos, Agrarpro­duk­te wie Soja und Fleisch aus Brasilien. 200 Jahre nach der Unab­hängigkeit wird die Neue Welt noch immer als Rohstof­fliefer­ant für den Nor­den gese­hen. Doch davon wird in Rio keine Rede sein. Weit­er­lesen