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Podem viure sense capitalisme

Wer sich vom Sys­tem befreien will, muss Kred­ite aufnehmen und sie nie zurück­zahlen.

Der Satz stammt von dem Glob­al­isierungskri­tik­er Enric Duran. Vor ziem­lich genau sechs Monat­en kon­nte er mit­tels Kred­it­be­trugs 39 Banken um ins­ge­samt 492.000 Euro erle­ichtert. Die [1] spanis­chen [2] Medi­en [3] fan­den [4] das [5] gar [6] nicht [7] mal [8] so schlecht und tauften ihn gle­ich den neuen Robin Hood der Banken bzw. Robin Bank. Ganz anders als der englis­che Wege­lager­er [9] mit sozialdemokratis­che Herz dachte der gute Mann aber einen Schritt weit­er. Das Geld steck­te Enric in die antikap­i­tal­is­tis­che Zeitschrift “Podemos [10]”.
Als er zur Verteilung der 350.000 Exem­plare der eben solchen aus dem Exil zurück­kehrte, wurde er prompt ver­haftet. Seine Reak­tion:

Ich bin nicht zurück­gekehrt, um mich vor Gericht zu ver­ant­worten, ich werde aber auch nicht davor fliehen. Sollen sie mich richt­en oder auch nicht, das ist unwichtig. Wichtig ist, dass unsere Zukun­ft auf dem Spiel ste­ht. Ich bin hier, weil ich der Mei­n­ung bin, dass ich in einem Umfeld, das ich kenne, nüt­zlich­er sein kann für Kollek­tive Aktion.

In diesem Sinne: Heute tre­f­fen [11] sich Enrics Anhänger vor der Barcelon­er Börse, um für seine Freilas­sung zu demon­stri­eren. Wer zufäl­lig da ist (Lore­na?), sollte mal vor­beige­hen. Einen Blog [12] gibt es aber auch.