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Wer wählt, wählt verkehrt — die Linke

Oskar Lafontaine (© Deutsches Bundesarchiv, Engelbert Reineke) [1]
Das größte Prob­lem der Linken ist dieser Satz:

Der Staat ist verpflichtet zu ver­hin­dern, dass Fam­i­lien­väter und Frauen arbeit­s­los wer­den, weil Frem­dar­beit­er ihnen zu Bil­liglöh­nen die Arbeit­splätze weg­nehmen.

Oskar Lafontaine am 14. Juni 2005

Es ist lächer­lich, wenn ger­ade bürg­er­liche Medi­en wie Bild [2], FAZ [3] und Spiegel [4] der Linken generell die geschichtsvergessene Ver­wen­dung eines Nazi-Jar­gons vor­w­er­fen. Zu leug­nen ist aber nicht, dass ger­ade ein Poli­tik­er wie Lafontaine, Autor eines Artikels mit dem Titel “Kor­rup­tion der Sprache und des Denkens”, mit recht­slasti­gen Sprüchen die Leine bewusst ziem­lich weit an den recht­en Rand hängt.

Für noch beden­klich­er [5] halte ich allerd­ings, die in dem Satz enthal­tene nation­al­is­tis­che Migra­tions- und Sozialpoli­tik, die mit sozial-demokratis­chen Rezepten der 70er Jahre ord­nungspoli­tis­che Maß­nah­men propagiert, die unser staatlich­es Sys­tem nicht ein­mal in Frage stellt. Wo bleibt da die Alter­na­tive?

Wom­it wir am Ende unser­er kleinen Serie wären. Was also mor­gen wählen? Über­haupt wählen?